Das bib International College in Bergisch Gladbach und die Otto-Hahn-Realschule haben eine neue Schulkooperation vereinbart, ein erster Workshop zur Game-Entwicklung mit dem Tool Blender hat bereits stattgefunden. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 konkrete Berufsbilder und Ausbildungswege aufzuzeigen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des bib International College

Der Raum ist abgedunkelt, leise summen die Hochleistungs-PCs im Vorlesungsraum des bib International College in Bergisch Gladbach. 18 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 an der Otto-Hahn-Realschule in Bergisch Gladbach-Bensberg (OHR) sitzen konzentriert an den Rechnern. Angeleitet und unterstützt von bib-Dozent David Förster modellieren sie mit dem leistungsstarken Profi-Tool „Blender” Game-Charaktere für den Spiele-Klassiker „Super Mario”. Es ist der erste Workshop, den das bib im Rahmen der neuen Schulkooperation mit der OHR durchführt.

„Die Schülerinnen und Schüler sind sehr fokussiert, der Dozent ist sympathisch und hat alle im Blick”, sagt die OHR-Informatiklehrerin Mieke Overhage. Sie nennt das Ziel solcher Workshops: „Schülerinnen und Schüler bekommen hier einen Einblick und vielleicht sagen sie danach: Das interessiert mich und ich möchte diesen Weg weitergehen.”

Von den Bedingungen ist die Lehrerin angetan: „Ich bin sehr positiv überrascht. Das Gebäude wirkt modern und erfrischend und von den Technologien her ist hier alles optimal, es steht alles bereit und man kann sofort loslegen. Im regulären Schulunterricht hätte man für so komplexe Programme wie Blender auch gar keine Zeit.”

Genau darum geht es bei der ganz frisch vereinbarten Kooperation von bib und OHR: den Schülerinnen und Schülern konkrete Berufsbilder und den Weg dorthin aufzeigen, neue Perspektiven für die Jugendlichen schaffen, für mehr Orientierung bei der Berufswahl sorgen – und das über motivierende Workshops sowie durch individuelle Info- und Beratungsangebote.

„Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler auf die Angebote des bib”, sagt OHR-Schulleiter Felix Bertenrath. „Ich finde es gut, dass wir die Zusammenarbeit jetzt auf formale Beine stellen und die Angebote künftig auch mit größeren Gruppen durchführen. Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es interessant, die Ausbildungen hier kennenzulernen.”

Auch Dr. Jörg Pottbeckers, Leiter des bib in Bergisch Gladbach, freut sich auf die praktische Umsetzung der Kooperation: „Wir unterstützen die OHR sehr gerne mit unseren Angeboten, und natürlich ist es auch für uns positiv, wenn die Schülerinnen und Schüler uns bei der Entscheidungsfindung für Ausbildung oder Studium im Blick haben.”

Damit die Kooperation für beide Seiten einen echten Benefit liefert, kümmert sich am bib ein extra Team für die Schulkooperationen. „Wir möchten den Schulen möglichst viele spannende Workshops anbieten, so wie es in deren Programm passt”, sagt Stefanie Bauerdick, die das Team Schulkooperationen leitet. „Das ist alles kostenlos, dafür bekommen wir die Möglichkeit, unsere Ausbildung sichtbar zu machen.”

Für den direkten und dauerhaften Kontakt des Teams zu den Schulen ist in Bergisch Gladbach und der Region Hannah Bleileven zuständig, auf deren Initiative auch die OHR-Kooperation zurückgeht. „Ich denke, es ist wichtig, dass die Schulen immer einen festen und dauerhaften Ansprechpartner haben”, sagt Bleileven, die auch Netzwerkarbeit leistet. Mit den Arbeitsagenturen ist sie ständig in Kontakt und auch mit der Bezirksregierung Köln als obere Schulaufsichtsbehörde.

Die Planungen für die einzelnen Bestandteile der Kooperation reichen schon weit bis ins nächste Schuljahr. Dabei sind auch Absprachen mit dem Lehrpersonal und Feedbackschleifen bei den Schülerinnen und Schülern vorgesehen. Bleileven: „Wir stimmen unser Portfolio gemeinsam mit den Lehrkräften ab, sehen, in welchen Jahrgängen wir aktiv werden und wann einzelne Klassen den bib-Campus besuchen. Bei den Workshops holen wir uns regelmäßig Feedback von den Jugendlichen und entwickeln daraus sehr individuell neue Workshop-Themen.” Auf der anderen Seite spricht das Schulkooperationsteam auch kontinuierlich mit den Unternehmen, mit denen das bib bei den Ausbildungsgängen Informatik, Game und Mediendesign zusammenarbeitet.

Das entspricht genau den Ansprüchen der OHR an die Kooperation: „Ich erwarte mir von der Kooperation, dass wir ganz viele Praxisbestandteile mit in die Schule nehmen können”, sagt dazu Dagmar Weber. Sie ist an der OHR Koordinatorin für Studien- und Berufsorientierung (StuBo). „Wir werden auf den neuesten Stand gebracht und bekommen frischen Wind in die Schule. Es ist immer gut, wenn jemand Externes, in dem Fall vom bib, kommt, der vielleicht noch mehr Authentizität aus dem Berufsleben mitbringt.”

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