An Dressurprofi Heiner Schiergen aus Krefeld kam in der Grand-Prix-Kür keiner vorbei. Foto: RV Hebborner Hof/Joachim Heinrich

Die Bergisch Classics auf dem Hebborner Hof boten drei Tage lang großen Dressursport – und jede Menge Unterhaltung rund ums Pferd. Am kommenden Wochenende geht es mit dem Springreiten weiter.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Reitervereins Hebborner Hof

Aller guten Dinge sind in diesem Fall fünf! Fünfmal hat Heiner Schiergen inzwischen den Großen Dressurpreis von Bergisch Gladbach gewonnen. Kein Name ziert die Siegertafel vor der Reitarena auf dem Hebborner Hof so oft wie seiner.

In der Qualifikation am Vorabend musste sich der Erfolgsreiter aus Krefeld in der S***-Dressur noch mit Platz zwei hinter Vorjahressieger Tobias Nabben begnügen. In der Grand-Prix-Kür am Folgetag, präsentiert von Dr. Carola Pörtner und der Krüger GmbH & Co. KG, schlug Heiner Schiergen dann wieder zu. Sein Partner im Viereck war diesmal der Oldenburger Hengst J-Son. Der 13 Jahre alte, bewegungsstarke Rappe tanzte sich zur Musik in die Herzen des Publikums – und mit 74,500 Prozent an die Spitze.

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Ein Prozentpunkt Vorsprung trennte Schiergen vom Zweitplatzierten Tobias Nabben mit Black Jack. Dieses Paar hatte bereits vor fünf Jahren auf dem Hebborner Hof die Siegerschleife entgegengenommen. Der Wallach aus rheinländischer Zucht ist inzwischen die Nummer zwei im Stall des 38 Jahre alten Berufsreiters aus Bottrop-Kirchhellen.

Mit Forster, seinem Siegerpferd aus dem vergangenen Jahr, hat Nabben sich seither kometenartig entwickelt und zuletzt mit Erfolgen im Nationenpreis und bei den Deutschen Meisterschaften den Sprung in den Bundeskader geschafft. Bei den Weltmeisterschaften in Aachen steht Nabben von diesem Dienstag an als Reserve für die deutsche Equipe zur Verfügung.

An Rekordsieger Schiergen führte an diesem Dressurwochenende der Bergisch Classics auch in anderen schweren Prüfungen kein Weg vorbei. Gleich zweimal ritt der 57-Jährige mit seinem zweiten Dressurpartner Dancing Elvis an die Spitze. Mit dem Hannoveraner Wallach gewann er sowohl den Prix St. Georges als auch die dazugehörige Kür.

Positive Bilanz des ersten Wochenendes

Turnierleiter und Vereinschef Matthias Beggerow zog nach drei Tagen mit insgesamt 25 Prüfungen eine zufriedene Bilanz. „Dem engagierten Einsatz unserer vielen Helfer und der Unterstützung unserer Sponsoren und Werbepartner ist es zu verdanken, dass wir den Teilnehmern so hervorragende Rahmenbedingungen bieten konnten“, sagte er. „Vom Nachwuchs bis zum Profi waren erstklassige Leistungen bei Reitern und Pferden zu sehen.“

Der Nachwuchs liegt den Machern der Bergisch Classics vom Reiterverein Hebborner Hof traditionell besonders am Herzen. In diesem Jahr war es dank eines Sponsors möglich, allen Teilnehmern der Einsteigerklasse E das Nenngeld zu erstatten.

Hebborner Amazonen mit Erfolgen

Luisa Türk war auch bei den Bergisch Classics mit Forty Shades erfolgreich im Dressurviereck bei den Amateuren in der S-Klasse. Foto: RV Hebborner Hof/Joachim Heinrich

Glanzvolle Auftritte lieferten auch die Amazonen des gastgebenden Reitervereins. Lokalmatadorin Luisa Türk knüpfte mit Forty Shades an ihre erfolgreiche Saison an und ritt mit dem elfjährigen Wallach aus eigener Zucht und Ausbildung auf Rang zwei in der S*-Prüfung für Amateure.

Alexandra Beggerow ritt mit Ice Cream von Erfolg zu Erfolg und holte vier Platzierungen. Foto: RV Hebborner Hof/Joachim Heinrich

Ebenfalls auf der Erfolgsspur war Alexandra Beggerow unterwegs. Mit ihrer Holsteiner-Schimmelstute Ice Cream landete sie gleich viermal in den vorderen Rängen der Klassen L und M und steigerte sich dabei von Prüfung zu Prüfung. Zum Abschluss wurde sie Zweite in der M*-Wertung für Amateure.

Springtage am nächsten Wochenende

Auf dem Hebborner Hof geht es bereits an diesem Donnerstag weiter: Im Rahmen der Bergisch Classics, die in diesem Jahr zum 31. Mal stattfinden, stehen vier Tage lang die Springreiter im Mittelpunkt.

Zunächst gehört der Parcours dem Nachwuchs im Sattel, zum Abschluss messen sich die Besten beim Großen Preis von Bergisch Gladbach, dem Sonja-Kill-Gedächtnisspringen. Allein für das mit Stechen ausgetragene Highlight am Sonntagnachmittag haben 60 Teilnehmer ihr Kommen zugesagt. Vom 13. bis 16. August dürfen sich die Zuschauer damit auf weitere spannende Wettbewerbe freuen – und am Samstagabend auf die Sport- und Shownacht.

Der französische Trickreiter Clement Ferron und seine Partnerin Alicia Desogne präsentierten im Showprogramm ihre Pferde in der Freiheitsdressur. Fotos: RV Hebborner Hof/Annika Blömer

Alles zu Programm und Zeitplan unter www.hebbornerhof.de

Journalistin, Zeitungsredakteurin, Pressewart für den Reiterverein Hebborner Hof e.V.

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