Die Stadt hatte die CityKey App im Mai 2024 vorgestellt - jetzt wird sie von der Telekom abgeschaltet. Foto: Stadt GL

Vor zwei Jahren galt sie als wichtiger Baustein bei der Digitalisierung städtischer Dienste: Die CityKey-App bündelt ein halbes Dutzend Angebot in einer App auf dem Handy. Doch jetzt stellt die Telekom das Angebot ein. Die Stadt Bergisch Gladbach will vorerst keine Alternativen entwickeln – bietet aber alle Dienste weiterhin über eigene Webseiten, Portale und Apps an.

Die CityKey-App der Telekom und damit auch die Anwendung der Stadt Bergisch Gladbach werden Ende September abgeschaltet. Grund dafür sei die Entscheidung der Deutschen Telekom, das Angebot einzustellen und die Zusammenarbeit mit den beteiligten Kommunen zu beenden. Das Unternehmen selbst äußert sich dazu bislang nicht öffentlich.

Die Verwaltung betont, dass alle digitalen Angebote und Informationen der Stadt weiterhin digital erreichbar blieben – und nur der gebündelte Zugang über CityKey wegfallen.

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Das heißt konkret:

Im Serviceportal stehen seit 2021 grundlegende Online-Dienste der Stadt zur Verfügung, von der unter Änderung der Adresse im Personalausweis, der Anforderung von Urkunden oder der Vereinbarung von Terminen im Bürgerbüro. Mehr Infos

Die Abfuhrtermine findet man in der bereits vor zwölf Jahren gestarteten „Abfall-App AWB GL“ des Abfallwirtschaftsbetriebs (in den App-Stores) und auf der städtischen Websites

Veranstaltungen listet das Kulturbüro im Veranstaltungskalender der Stadt auf.

Nachrichten der Stadtverwaltung, Amtsblatt-, Kultur- und Wirtschaftsticker werden auf der städtischen Website veröffentlicht.

Karten und Geodaten beispielsweise zu kühlen Orten oder Friedhöfen gibt es im Geoportal.

Stadt prüft künftige Lösungen

Von der Abschaltung der CityKey-App sind eine Reihe von Kommunen betroffen, die nun unterschiedlich reagieren. Die Städte Hennef und Bad Honnef hatten vorgebaut, selbst eigene Stadt-Apps entwickelt und im Frühsommer an den Start geschickt.

Bergisch Gladbach will zunächst abwarten. Ein unmittelbare Nachfolge-App werde es zunächst nicht geben, erklärt die Verwaltung. „Bei einer möglichen Nachfolgelösung wollen wir nicht einfach das nächste verfügbare Produkt einsetzen“, sagt Marcel Böttcher, Chief Digital Officer der Stadt. Entscheidend sei, dass eine neue App „den Menschen im Alltag einen echten Mehrwert bietet“.

Die Stadt werde beobachten, wie sich der Markt für kommunale Apps und die technischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln. Dabei spiele auch die künftige EU-weite digitale Brieftasche d-you eine Rolle: Damit sollen Bürgerinnen und Bürger ab 2027 digitale Nachweise auf dem Smartphone nutzen und sich digital ausweisen können. Weitere Anwendungen sollen schrittweise hinzukommen.

Daraus können sich auch neue Möglichkeiten für kommunale digitale Angebote ergeben, so die Stadt. „Mit d-you entstehen neue Möglichkeiten, Verwaltungsleistungen direkt über das Smartphone zu nutzen. Deshalb schauen wir uns die weitere Entwicklung genau an, bevor wir uns für eine Nachfolgelösung entscheiden“, so Böttcher.

Die Stadt arbeitet zudem seit längerer Zeit an einer Neuaufstellung und Ausrichtung der städtischen Website, die vor zehn Jahren zum letzten Mal modernisiert worden war. Zuletzt war sie durch einen auf den Namen „Mähnfred“ getauften Chatbot ergänzt worden.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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