Landrat Arne von Boetticher überreichte Burkhardt Unrau das Bundesverdienstkreuz. Foto: Susanne Prothmann / RKB

Mit seinem ehrenamtlichen Einsatz für die Kirmes hat Burkhardt Unrau das Brauchtum und die Gemeinschaft gefördert – und ist damit einer der Menschen, die Bergisch Gladbach über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Dafür ist der „Kirmesmacher“ jetzt vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Rheinisch-Bergischen Kreises

Burkhardt Unrau erhielt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In einer feierlichen Zeremonie überreichte Landrat Arne von Boetticher dem Bergisch Gladbacher die außergewöhnliche Würdigung im Rathaus.

„Es gibt Menschen, die eine Stadt bewohnen. Und es gibt Menschen, die sie prägen. Burkhardt Unrau gehört ohne Zweifel zu den Menschen, die das gesellschaftliche Leben in Bergisch Gladbach über Jahrzehnte hinweg mitgestaltet haben“, würdigte der Landrat Burkhardt Unrau. „Ich spreche meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser hohen Auszeichnung aus und wünsche weiterhin Gesundheit, Schaffenskraft und viele schöne Stunden – natürlich auch auf unserer Kirmes.“

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Gleichzeitig übermittelte der Landrat die Glückwünsche von Ministerpräsident Hendrik Wüst und die des Regierungspräsidenten Gregor Lange.

Ute Unrau, Burkhardt Unrau, Landrat Arne von Boetticher, Bürgermeister Marcel Kreutz und Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach
Foto: Susanne Prothmann / RBK

Burkhardt Unrau begleitete nicht nur über Jahrzehnte hinweg das gesellschaftliche Leben in Bergisch Gladbach, sondern gestaltete es mit großem Engagement mit. „Heute ist deshalb ein ganz besonderer Tag. Wir feiern unsere Kirmes – ein Fest der Begegnung, der Freude und der Tradition. Gleichzeitig dürfen wir einem Menschen gratulieren, dessen Herz seit vielen Jahrzehnten für genau diese Werte schlägt. Und als wäre das nicht schon Anlass genug, hat Burkhardt Unrau heute auch noch Geburtstag“, sagte Landrat Arne von Boetticher im Ratssaal.

Wenn man auf Burkhardt Unraus Lebensweg blickt, erkennt man schnell: Ehrenamt war für ihn nie ein Hobby. Es war und ist eine Herzensangelegenheit. Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Schaustellervereins Bergisch Gladbach setzt er sich unermüdlich für den Erhalt der traditionsreichen Kirmes ein. Burkhardt Unrau ist Ansprechpartner, Organisator, Vermittler und oft auch derjenige, der im Hintergrund dafür sorgt, dass vieles überhaupt erst möglich wird.

Porträt

Burkhardt Unrau: Dieser Mann ist Kirmes

Wenn man Burkhardt Unrau lässt, dann redet er 30 Minuten Nonstop über sich. Pardon, nicht über sich, sondern über die Kirmes: Er schwärmt vom Volksfest Kirmes, kämpft für das Brauchtum Kirmes, sorgt sich um das Geschäftsmodell Kirmes.

Gemeinschaft leben und stärken

Die Verbindung von Brauchtum und Gemeinschaft liegt ihm besonders am Herzen. Seit vielen Jahren gehört der Schaustellergottesdienst zu Beginn der Kirmes ebenso selbstverständlich dazu wie das gemeinsame Frühstück mit den Bürgerinnen und Bürgern. Das zeigt, worum es dem Macher immer geht: Gemeinschaft zu leben und zu stärken.

Besonders beeindruckend ist, dass er sich nie auf dem Erreichtem ausgeruht hat. Während der Corona-Pandemie, als vieles unmöglich schien, gab er nicht auf. Stattdessen suchte der Bergisch Gladbacher nach Wegen, die Kirmes lebendig zu halten und den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu schenken.

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Doch sein Engagement reicht weit über die Kirmes hinaus. Mit dem Jungen Unternehmer Club unterstützte Burkhardt Unrau Existenzgründerinnen und -gründer und bewies gleichzeitig ein großes Herz für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Unter seiner Leitung konnten Spenden in Höhe von rund 200.000 Euro für Kinder in Not gesammelt werden. Kinderspielhäuser wurden finanziert, Sportangebote geschaffen, die Bergisch Gladbacher Tafel unterstützt und soziale Einrichtungen gefördert.

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Burkhardt Unrau brachte Menschen zusammen – nicht nur zum Feiern, sondern auch zum Helfen. Dieses außergewöhnliche Engagement blieb nicht unbeachtet. Das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die Ehrenauszeichnung der Stadt Bergisch Gladbach, die goldene Ehrennadel des Rheinisch-Bergischen Kreises, die Montanus-Plakette und die Ernennung zum Ehrenschausteller des Landes Nordrhein-Westfalen sind sichtbare Zeichen der Wertschätzung.

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„Doch ich bin überzeugt: Die größte Auszeichnung ist etwas anderes. Es ist die Wertschätzung der Menschen. Es ist die Dankbarkeit derjenigen, denen Du geholfen hast. Und es ist die Anerkennung all derer, die Dich über viele Jahrzehnte als verlässlichen, bodenständigen und engagierten Menschen kennenlernen durften“, macht der Landrat deutlich.

Von Boetticher ergänzt: „Du hast gezeigt, dass Tradition nur dann lebendig bleibt, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Du hast unsere Stadt mitgeprägt, das Brauchtum bewahrt und vielen Menschen Freude geschenkt. Dafür sagen wir heute von Herzen: Danke. Wir wünschen Dir alles Gute zu Deinem Geburtstag, weiterhin Gesundheit, Schaffenskraft und viele schöne Stunden – natürlich auch auf unserer Kirmes.“

Rheinisch-Bergischer Kreis

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  1. Bundesverdienstkreuz ganz schön beliebig vergeben… Kirmes völlig in Ordnung und für BGL sicherlich eine nicht zu unterschätzende positive Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus. Klar. Aber dieser Preis ist völlig übertrieben.

  2. Das ist ja unglaublich, wofür es diese Auszeichnung gibt. Letztlich ist Herr Unrau ein ehemaliger Versicherungvertreter mit sehr ausgeprägtem Ego. Diese Menschen leben vom Klüngel, denn sonst verkaufen sie nichts. Das hat nichts mit Allgemeinnützigkeit zu tun. Die Fly Dirt Platte brauchte niemand – sind wahrscheinlich eh sehr viele als Uhr geendet. Das Buch brauchte niemand, diesen Kirmeskram braucht absolut niemand. Feuerwerke sind eh obsolet. Also was soll das?Für die Kirmes wird der komplette Busverkehr umgeleitet und Wege für Polizei, Feuerwehr und Notarzt gesperrt. Komisch, dass das geht. Interessant ist auch das Gebahren, wenn man sich die sehr interessante Parkgenehmigung anschaut. Man wird recht derb angesprochen, was man sich denn da anschaut. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn man sich die familiären Verbindungen anschaut. Also für meinen Geschmack ist die Vergabe dieser Auszeichnung hier komplett am Ziel vorbei. Die hat jeder Krankenpfleger eher verdient!
    Für mich wäre es nicht schlimm, wenn die Kirmes nicht mehr stattfinden würde!

    1. Da erhält ein Bergisch Gladbacher das Bundesverdienstkreuz und Sie schmeißen nur mit Mist, was haben Sie eigentlich für die Gesellschaft geleistet?

      1. Ich habe viele Jahre katholische Jugendarbeit bis auf Diözesanebene betrieben und war Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr. Darüberhinaus habe ich Kinder an Wochenenden zu Fussballspielen gefahren.
        Ist doch auch nicht so schlecht.

      2. Hallo Christian Lesnik, kennen Sie Herrn Unrau persönlich? Falls ja, dann würden Sie möglicherweise das an ihn vergebene Bundesverdienstkreuz auch in Frage stellen.
        Mir ist Herr Unrau leider auch seit vielen Jahren persönlich bekannt und ich kann die Auszeichnung nicht nachvollziehen. Herr Unrau schafft es ausgezeichnet (Wortspiel), sich in Scene zu setzen. Er hat ein sehr ausgeprägtes Geltungsbedürfnis. Ein Beleg dazu: sein Buch “Das Leben ist ein Rummelplatz: 70 außergewöhnliche Jahre”. Zudem ist er nicht zimperlich im Umgang mit Menschen die ihm “im Wege stehen”. Seine Motivation für sein Ehrenamt ist eher geprägt davon, sich in den Vordergrund zu stellen und sein Hobby (die Kirmes) wird durch die Bergisch Gladbacher Bürger finanziert.
        Für mich gibt es in Bergisch Gladbach auch viele andere Persönlichkeiten, die das Bundesverdienstkreuz mehr verdient hätten.

      3. Hallo Anno Nym, ob Sie persönlich Herrn Unrau nun mögen oder nicht, spielt doch keine Rolle.

        Ich Frage mich eher, ob die hier lebenden Menschen diese Kirmes-Geschäftemacherei weiterhin veranstalten/bezuschussen wollen UND ob wir den Preis dafür, nämlich hier den benötigten Steh-/Stellplatz für diese mittlerweile immer riesiger gewordenen Fahr-GESCHÄFTE mitten in der Innenstadt !!!ganzjährig!!! bereithalten/zubetoniert und baumlos zu halten, weiterhin bezahlen möchten.

        Ich stelle mir vor, wie schön es wäre, wenn man eine solche Persönlichkeit wie Herrn Unrau hätte, der z.B. Kindern und Jugendlichen zugetan wäre, sehr durchsetzungsstark (keinesfalls NUR nett) gegenüber Stadt/Politikmachenden ist und sich für das Q1, die Pfadfinder oder den Skaterpark u.a. einbringen würde.

      4. Hallo Ulla, Sie interpretieren in meinen Kommentar etwas hinein. Wo steht etwas über meine Gefühle (mögen oder nicht mögen) zu Herrn Unrau? Die behalte ich aus gutem Grunde für mich und mache sie hier nicht öffentlich.