Der Forum-Park soll entsiegelt werden. Foto: Redaktion

Nach einem weiteren sehr heißen Sommer schlägt die Stadtverwaltung drei Maßnahmen vor, die den Menschen in der Innenstadt etwas Erleichterung verschaffen sollen. Neben dem Aufstellen von Wassersprüh-Anlagen gehören auch größere Projekte der Entsiegelung dazu – in den Nebenstraßen der Fußgängerzone und im Forum-Park.

Vor gut zwei Jahren war der Hitzeaktionsplan einstimmig vom Stadtrat verabschiedet worden, mit 18 möglichen Maßnahmen. Drei Projekte will die Stadtverwaltung jetzt angehen, teilt sie dem Stadtplanungsausschuss mit. In der Fußgängerzone sollen Wasserdüsen installiert, in den Seitenstraßen Elemente der „blau-grünen Infrastruktur“ eingebaut und die graue Steinwüste des Forumparks entsiegelt werden.

Die Mitteilungsvorlage ist ausgesprochen knapp, in drei kurzen Absätzen skizziert die Stabsstelle Wärmeplanung, Klimaschutz und -anpassung im Dezernat des Beigeordneten Ragnar Migenda ihre Vorhaben. Die nun weiter ausgearbeitet und später der Politik zum Beschluss vorgelegt werden sollen.

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Punkt eins ist der Plan, an zwei Punkten in der Fußgängerzone größere Kühlelemente, sogenannte Nebellanzen, zu installieren. An weiteren Orten, an denen Menschen warten, wie auf dem Bahnhofsvorplatz und an der Haltestelle am Markt, sollen kleinere Kühlelemente auf Kopfhöhe auf Knopfdruck einen kleinen Wassernebel zur Erfrischung bieten.

Den Oskar-von-Miller-Ring im Nordwesten von München nennt die Stadt als Referenz. Foto: Ratsinformationssystem, Stadt München

Größer wäre der Eingriff in die von Pflastersteinen dominierte Innenstadt, wenn die Pläne für die von der Hauptstraße abgehenden Stichstraßen umgesetzt werden. Hier lautet das Stichwort „blau-grüner Infrastruktur“, bei der Beschattung, Begrünung und Regenwasserbewirtschaftung eine Rolle spielen.

Ein Referenzfoto eines Projektes aus München zeigt einen Springbrunnen, Grünfläche, Wasserspender und Bänke – für die es allerdings zum Beispiel in der Poststraße relativ wenig Platz gibt.

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Die Stadt Bergisch Gladbach hat relativ früh einen Hitzeaktionsplan aufgestellt, für einen echten Umbau der Stadt fehlen aber Geld und Leute. Gegen die Versiegelung von immer mehr privaten Flächen kommt die Verwaltung ohnehin nicht an und konzentriert sich auf kleine Schritte. Für die Innenstadt hat der zuständige Beigeordnete Ragnar Migenda eine Vision mit viel Potenzial.

Nutzungskonflikte könnten beim dritten Vorschlag auftreten, bei der Entsiegelung des sogenannten Forum-Parks zwischen Bergischem Löwen und Stadtbücherei. Er war im Zuge der Regionale 2010 komplett zugepflastert worden und dient als Standfläche für die Kirmes, Stadtfeste und Parkplatz der Marktbeschicker.

Laut Mitteilungsvorlage sollen diese Möglichkeiten erhalten bleiben, wenn das Pflaster gegen eine wassergebundene, möglichst helle Wegedecke ausgetauscht wird. Damit würde dieser „ausgeprägte Hitzespot“ spürbar entschärft. Zudem könne bei starkem Regen ein Teil der Niederschläge vor Ort versickern und nicht in die Kanalisation abfließen.

Diesen Plan hatte der Beigeordnete Migenda schon im Juli im Gespräch mit dem Bürgerportal angedeutet, damals aber auch auf die Schwierigkeiten bei einer Umsetzung hingewiesen.

Die Vorschläge werden am 1. Oktober im Stadtplanungsausschuss öffentlich vorgestellt und zum ersten Mal diskutiert.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. @Ach U.Kleinert, man merkt, das Sie es gewohnt sind, im Gegensatz zu mir, viel Geld, hier insbesondere das Geld anderer, auszugeben/zu verbraten.
    Schon alleine deswegen würde auch ein “persönliches Gespräch” betr. unsere persönlichen “Träume” rein garnichts bringen.

    Aber sagen Sie, WEN haben Sie in Ihren “Träumen” auf dieser teuren “breiten, begrünten Fußgängerbrücke”, die den Park am Forum mit dem Quirlsberg verbinden soll, hochwandern sehen, wenn man doch da auch mit dem Auto hinkommt? Die, die nur Ihr noch nicht vollendetes “Gesamtkunstwerk” von ganz oben betrachten wollen? Kranke? Oder diejenigen, die Säcke mit Blumenerde u.a. zum Friedhof schleppen?

    Und das Setzen der bzw. die Arbeiten an den gigantischen Fundamenten für Ihre “Traumbrücke” im Forumpark und auf dem Quirlsberg werden ziemlich viel unnötig plattmachen, oben wie unten.

    1. Kann es sein, dass Sie die Innenstadt nicht wirklich kennen?
      Eine Entschuldigung für Ihre absurden Unterstellungen wäre auch mal angebracht.

      1. Lieber Herr Kleinert,

        ich fürchte, dass die gute Dame dies wirklich so meint und sich dann auch noch toll fühlt jemanden mal die Meinung gegeigt zu haben. Lassen Sie sich nicht ärgern.

  2. @U.Kleinert: Zustimmung galt Ihrer Sicht vom 17.09., Ihre restlichen Beiträge sehe ich etwas anders. Schatten und Abkühlung erreicht man durch reichlich Entsiegelung und Bäume mit ausladenden Kronen. Bergisch Gladbach hatte das alles mal. Im alten Rosengarten, im alten Stadtpark (heute Forumpark), sogar der alte Busbahnhof befand sich unter großen Bäumen.

    1. Volle Zustimmung – aber der Marktplatz kann m.E. nicht entsiegelt und mit Bäumen bepflanzt werden.

      Wo wir schon über den Stadt-Forumpark reden: Es wäre ein Traum, diesen über eine breite, begrünte Fußgängerbrücke mit dem Quirlsberg zu verbinden. Damit würde dieses schöne, aber kaum genutzte Wäldchen als innerstädtischer Park erschlossen – und es würde die Trennungswirkung der breiten Straße verringern, diese ein Stück weit “verschwinden” lassen.

      1. Die “Brücke” oder Treppe fände ich gut, jedoch schön ist es da oben leider nicht, eher die Toilette, Schlafplatz und Müllhalde.

      2. @U.Kleinert u. C.Lesnik Ich erlaube mir mal zusammen zu fassen:

        “Marktplatz … kann m.E. nicht entsiegelt …. werden.

        Aha, “m.E.” Hiemit stellen Sie das bislang immer als “unmöglich” dargestellte beiläufig als vielleicht doch “nicht unmöglich” dar?

        “Stadt-Forumpark .. über.. breite, begrünte Fußgängerbrücke mit dem Quirlsberg .. verbinden” Aha, um Ihren privaten “Traum” zu verwirklichen, ist Ihnen das Q1 im Wege, gell?

        Sie beide gehören also, verzeihung, zu den Laien- Hobby-Künstlern/Gestaltern in der Stadt, die den Stadtkern von BGL zunächst an allen möglichen Ecken erst vergammeln lassen, wertvolle Bestandsbauten vorsorglich abreißen lassen (möchten), z.B. altes Arbeitsamt, alte Post u.s.w., (neben Q1 haben Sie wohl auch bereits die Stadthäuser im Visier?) um anschließend Ihre persönlichen Visionen oder “Träume” umsetzen/ verwirklichen zu können?

        Habe ich das richtig verstanden?

      3. Hallo Ulla, Sie versuchen hier gerade krampfhaft-verzweifelt, etwas in meine Posts hineinzudeuten, was ich in keinster Weise geschrieben habe. Wenn Sie nicht bereit sind, unvoreingenommen zu lesen & zu verstehen, dann führt die “Diskussion” zu nichts.

        Nein, ich will nicht das Q1 abreißen – wie Ihnen ein Blick auf den Stadtplan verraten hätte (die angedachte Brücke wäre 50-100 m weiter westlich). Auch die alten Stadthäuser nicht, und auch sonst so wenig wie möglich (das heißt nicht “nichts”). Und ja, auch das Strunde-Gesamtkunstwerk des Marktplatzes scheint mir erhaltenswert – von oben (MKH…) ist es wirklich schön!

        Sie haben die fixe Idee, dort Bäume zu pflanzen. Ich halte das für weltfremd, aber sie dürfen diesen Traum gerne haben. Gleichzeitig wollen Sie aber mir (und Anderen) verbieten, eigene “Träume” hinsichtlich der (Um-)Gestaltung der Innenstadt zu hegen. Muss ich nicht verstehen, oder?

        nb: Wahrscheinlich wären wir uns im persönlichen Gespräch weitgehend einig, aber schriftlich funktioniert es nicht, wenn nur (vermeintliche) Unterschiede betont werden.

  3. @U.Kleinert, @Manfred Lütz: da pflichte ich bei.

    @ Steine: auf dem Referenzfoto sehe ich auch nur Betonklötze und gepflasterte Fläche vor einer (zum Glück) vorhandenen Grünfläche. Wirkt auf mich eher, wie der wahrgewordene Traum von Betonbauern und Pflasterern. Eine Referenz für Entsiegelung erkenne ich da nicht.

    @G.Weise: Unser Nachbar nutzt seit Jahren Ihr vorgeschlagenes System für seine Stellplätze. Es funktioniert nicht, das Sedum überlebt grösstenteils nicht und die Fläche bleibt kahl. Leider!

    1. Das letztere ist auch kein Wunder. Sedum ist (je nach Art) zwar in gewissem Maß trittfest, aber bei häufigem Begehen oder gar Befahren nicht widerstandsfähig genug. In der Hinsicht ist es z.B. einem Rasen deutlich unterlegen.

  4. Theoretisch sind sich Alle einig, dass es *weniger* versiegelte Flächen in der Stadt geben muss. Aber im konkreten Fall werden dann doch wieder Steinwüsten geplant und umgesetzt, siehe Schloßstraße.

    Warum lernt die Stadt nicht aus ihren Fehlern? Eine spätere Entsiegelung ist zwar grundsätzlich möglich, macht die Sache aber wesentlich teurer. Wenn sie denn jemals kommt.

    1. Ich finde, die Stadt sollte sich eine, möglichst ebene, Mehrzweck-Wiese anschaffen (m.E. nicht teuer) oder pachten, wo Kirmes u.a. stattfinden kann. Ich bin, wie bereits einmal erwähnt, in Hessen aufgewachsen, dort fand und findet immer noch, einmal im Jahr für einige Tage auf einer riesigen Wiese eine Kirmes statt.
      Die Fahrgeschäfte benötigen keinen “gepflasterten” Untergrund. Für Standfestigkeit behelfen die sich mit untergelegten großen Stahlplatten oder Holzbohlen. Die Wohnwagen standen/stehen dabei inmitten der Fahrgeschäfte.

      Ansonsten wurde die Wiese damals von Schafen beweidet, zum Wandern, als Aufstellfläche für große Zelte (Pater) u.a. genutzt.
      Eine solche Wiese könnte man, wenn man will, auch einige Wochen im Jahr als Wohnwagen-Stellplatz für Zusammenkünfte/Versammlungen dem fahrenden, nicht-sesshaften Volk der Sinti und Roma zur Verfügung stellen.

      1. @Ulla – Ich habe große Zweifel, dass sich Riesenrad u.Ä. auf einer Wiese sicher aufstellen lassen. Und selbst wenn: In GL gibt es keine geeignete ebene (!) Wiese, und eine großflächige Entsiegelung des Zanders-Geländes scheitert an den Altlasten, die besser vergraben bleiben. Aber warum überhaupt die Frage? Der Marktplatz ist kirmestauglich, und niemand hat die Absicht, ihn zu entsiegeln.

      2. @U. Kleinert Ich habe garnichts gefragt.

        Ich hätte es jedoch im Sommer angenehmer gefunden, wenn mir bei der Affenhitze und langen Überquerung des Marktplatzes ab und zu ein Baum Schatten gespendet hätte.

        Diesen zentralen Innenstadtbereich könnte man auch, zumindest teilweise, entsiegeln und mit einigen, möglichst schnellwachsenden Bäumen/Baumgrüppchen bepflanzen.

        Jaja ich weis, wenn nicht Herr Unrau bzw. 2x im Jahr die Kirmes wäre.

        “Ich habe große Zweifel, dass sich Riesenrad u.Ä. auf einer Wiese sicher aufstellen lassen”

        Also falls das das Hindernis wäre; stand/drehte sich nicht, ganz in der Nähe, auf einer Wiese am Kölner Zoo, natürlich nach Vorbereitungen am Untergrund, fast 100 Tage lang das Europa-Riesenrad? Ist meines Wissens nicht umgefallen.

      3. Auf dem Marktplatz findet nicht nur “2x im Jahr die Kirmes” statt, sondern auch Wochenmarkt, Stadtfest, Weihnachtsmarkt, Kundgebungen etc. pp.
        Ja, es ist im Sommer heiß und schattenlos – aber der KA-Platz kann nicht bepflanzt werden. Was theoretisch möglich wäre, sind große, ausrollbare Sonnensegel…aber das wäre technisch sehr aufwendig und teuer. Realistisch vorstellen könnte ich mir allenfalls eine kleinere schattenspendende Konstruktion rund um den Brunnen, etwa in Form von zwei Händen, die das Schöpfsieb “halten”.

      4. U. Kleinert, “Wochenmarkt, Stadtfest, Weihnachtsmarkt, Kundgebungen kämen wohl mit einigen Baumgrüppchen gut zurecht.

        Aber ich fürchte, die Einsicht ist einfach immer noch nicht da.

        Aber bis es denn endlich KLICK macht, um Himmels Willen keine “Segel” oder “haltende Hände” installieren, sondern dann doch lieber sowas in der Art wie dieser ecotrii. Der braucht aber mindestens 2 Jahre bis er gut berankt ist.

        https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/stuttgart/innovativer-schattenspender-einzigartiger-sonnenschutz-waechst-mitten-in-stuttgart-78945649.html

      5. Die Markthändler haben z.T. große Lastwagen und Anhänger – wie sollen die zwischen Baumgruppen rangieren? Damit wäre ständiger Ärger & Blech-/Baumschäden vorprogrammiert.

        Ja, ziemlich genau so eine Konstruktion meine ich mit den “Händen”.
        Der Marktplatz ist ein Gesamtkunstwerk mit Strunde, Mühlrad, Schöpfsieb (…und das ist auch gut so). Was fehlt, sind die Papierschöpfer selbst: Eine mögliche bauliche Ergänzung sollte es diese darstellen bzw. symbolisieren.

      6. @U.Kleinert “Markthändler haben z.T. große Lastwagen und Anhänger – wie sollen die zwischen Baumgruppen rangieren?”

        Na genau so, wie die es in die Fussgängerzone auch schaffen, wenn sie wegen Kirmes usw. dorthin verbannt werden.

        Konstruktion mit “Händen”, “Gesamtkunstwerk…” “Was fehlt, sind die Papierschöpfer selbst”

        (oh seufz) Sie haben vielleicht Ideen! Haben Sie vor, mit dem Papiermuseum, ca. 2 km weiter, in Konkurrenz zu treten?

  5. Ich habe mich nicht als einzige schon vor 16 Jahren gefragt, aus welchen kurzsichtigen Beweggründen man eine Totalversiegelung des Forum-Parks plant und umsetzt. Dort lagen vorher Rasengittersteine. Sie wurden kommerziellen Erwägungen (Kirmes & Co) geopfert.

    Nun soll das zurück gebaut werden. Besser späte Einsicht als gar keine!

    Aber was ist das alles in allem für eine irre, unsinnige Geldverschwendung. Und das in Zeiten, in denen wir das Geld – damals wir heute – dringend anderswo viel sinnvoller hätte gebrauchen können!

  6. Wie soll denn der Forumpark umgestaltet werden wenn die Stadt noch nicht einmal in der Lage ist die paar Parkbänke ohne Rückenlehnen innerhalb eines Jahres mit neuen Holzplanken zu versehen !!!

  7. Wer haftet eigentlich für dieses ganze ‘ Hin und Her’ der Versiegelung und Entspiegelung?

  8. Was sagt denn der Urheber, also der Inhaber des „Geistigen Eigentums“ zu den Plänen, sein „Kunstwerk“ zu verändern?

  9. Ja gefühlt benötigt die Kirmes 2 x im Jahr immer mehr Platz, auch für die Wohnwagen. Und es wird immer schwerer zu vermitteln, daß die Haltestellen für 10 Tage verlegt werden.
    Ein Forum-Park, der wenig mit einem Park, eher mit einem.Parkplatz in Verbindung gebracht wird, verdient den Namen nicht. Es könnte doch wenigstens die Hälfte entsiegelt werden, damit die Bäume, besonders vorne die Platane mehr Raum bekommt.

  10. Die Parkfläche um das Forum herum wird doch nicht von den Markthändlern genutzt. Ausschließlich die Kirmesbuden und Fahrgeschäfte werden dort 2x im Jahr aufgebaut.

    Es ist noch nicht so viele Jahre her, da wurde die Fläche neu gestaltet. Sollte man nun nicht lieber abwarten, was mit dem Forum (die Stadtbücherei wird es ja verlassen) passiert und dann ein Gesamtkonzept entwickeln. Gerne kann man Sitzgelegenheiten und Pflanzkübel übergangsweise aufstellen. Vielleicht lassen sich auch Sonnenspender realisieren. So wird die Aufenthaltsqualität auch bereits verbessert.

      1. Stimmt. (Warum das so ist, obwohl die Fläche doch zur Erholung gedacht ist?) Heute waren es sechs Fahrzeuge.

        Aber spätestens mit dem Umzug der Stadtverwaltung in das Verwaltungsgebäude an der Bensberger Straße werden (Mitarbeiter- und Dienstfahrzeug-)Parkplätze um das Stadthaus frei. Diese können dann von den Markhändlern mit den Lieferwagen belegt werden.

        Und der Forumpark wieder als Erholungsfläche ohne Fahrzeuge genutzt werden.

  11. Der gesamte Umbau, inklusive der Rodung der vorhandenen, großen Kastanien, war, ist und bleibt eine Untat gegenüber der Bevölkerung, welche der Hauptnutzer der Stadtflächen zu sein hat.

    Wirtschaftliche Interessen einzelner, sowie die Profilierungssucht ehemaliger Bürgermeister darf nicht dazu führen, dass (ehemals) innerstädtische, vorhandene Grünflächen für Ereignisse geopfert werden, welche 2x/Jahr stattfinden.

    Auch eine Stellfläche für Fahrzeuge der Marktbetreiber ist unsinnig. Man kann ebenso den Parkplatz am Stadthaus für die Markttage sperren und so den Betreibern ausreichend Stellfläche zur Verfügung vorhalten. Für die laufende Kundschaft sind ausreichend Parkplätze und -Häuser vorhanden.

    Also sollte der ganze Steinhaufen zurückgebaut werden und wieder eine für alle nutzbare Grünfläche, mit Staruch und Baumbepflanzung eingebracht werden.

    Dass ein besonders intelligenter Stadtplaner, in der „neu gestalteten” Fussgängerzone am Werk war, kann man besonders gut daran erkennen, dass derjenige noch nicht einmal in der Lage war einen Kompass zu lesen. Wie kann man ansonsten auf die glorreiche Idee kommen, die paar Bäumchen, welche Schatten spenden sollen auf die Schattenseite der Zone pflanzen. Ein Geniestreich, da bringt die Bepflanzung in dem Kochtopf “Gladbacher Vorzeigemeile” besonders viel.

    Über die weiteren Vorzüge der Neugestaltung unserer Fussgängerzone habe ich mich schon ausgiebig geäußert, mehr davon langweilt, jetzt wird sie auch nicht mehr schöner.

  12. Die Pflasterfläche des Forum-Parks aufzubrechen und durch eine wassergebundene Wegedecke zu ersetzen, sehe ich als nicht praktikabel an. Zum einen bedarf eine wassergebundene Wegedecke nicht gerade wenig Pflege, wenn sie langfristig funktionieren soll. Sie muss von Biomasse in Form von Laub und Wildkräutern freigehalten werden, sonst verschlammt sie durch die Verrottung der Biomasse zu Humus. Des Weiteren muss sie – das gibt der Name dieser Wegedeckenform schon her – immer eine gewisse Grundfeuchte haben, damit der Belag standfest bleibt. Die langfristigen Wetterbedingungen sehen aber eher trocken als feucht aus.

    Es müsste also künstlich bewässert werden. Da sind wir bei zusätzlichen Kosten, für die die Stadt kein Geld hat, und Personal, welches diese Flächen pflegt, sodass sie dauerhaft funktionieren, ist auch nicht da.

    Weiter sehe ich ein Problem darin, dass auf dem Platz relativ schwere Fahrzeuge von Kirmes und Markt geparkt werden. Durch Scherkräfte, die beim Lenken und Wenden auftreten, würde die Decke kaputt gefahren und es würden Schlaglöcher entstehen.

    Im Ganzen ist aus meiner Sicht (gelernter Garten- und Landschaftsbauer) von dieser Lösung Abstand zu nehmen.

    Eine Alternative zum Pflasterbelag, die auch schweren Verkehr aufnehmen kann, wären Rasenschutzwaben aus recyceltem Kunststoff, die, statt mit Rasen, mit Sedum eingesät werden. Rasen verbrennt im Sommer bei Trockenheit während es niedrig wachsende Sedumsorten gibt, die sehr strapazierfähig und auch für eine Verkehrsfläche geeignet sind. Sedum braucht nicht viel Wasser um zu funktionieren. Dazu blüht es noch schön und muss nicht gemäht werden.

    1. @G. Weise
      Betr.: wassergebundene Wegedecke “müsste also künstlich bewässert werden”.

      Hier vertun Sie sich! “Wassergebunden” bedeutet ja nicht, dass der Weg ständig gegossen werden muss.

      Wenn der Weg neu angelegt wird, MUSS das Material (feine Sand- und Staubanteile) mit Wasser aufgeschlämmt werden, hierdurch kann der Belag extrem hart verdichtet werden.

      Und natürlich, wenn der Weg repariert/ausgebessert wird, dann muss das Material auch feucht sein, damit es sich auch dann wieder optimal verdichten lässt.

      Eine Reparatur hier ist m.E. schneller, einfacher und kostengünstiger zu bewerkstelligen als bei verlegten Rasenschutzwaben aus recyceltem Kunststoff. Die können nämlich durch Scherkräfte, die beim Lenken und Wenden schwerer Fahrzeuge auftreten, ganz schönen Schaden erleiden (Wellen schlagen, verschieben, Bruch, Verformung usw.)

      1. Hallo Ulla, welche berufliche Qualifikation haben Sie, die Aussage von Herrn Weise in Abrede zu stellen?

      2. Wenn es so ausführlich von einem Fachingenieur kommt, hat es natürlich noch mehr Gewicht. Interessanter Einblick.

      3. Gewicht bekommt der Mann in meinen Augen, weil er sich zumindest mit dem Thema “Wassergebundene Wegedecken”, deren Herstellung und tatsächlichen Pflegeaufwand schon länger und intensiver befasst hat als manch anderer “Tippgeber”.

        Ich habe auch nicht grundsätzlich etwas gegen Gegenstände/Produkte aus recyceltem Kunststoff, aber dann bitte nur Solche zur “oberirdischen” Verwendung (Mülltonnen, Kübel, Gartenzäune und vieles mehr).

        Man sollte diese Kunststoff-Produkte, finde ich, nicht ohne triftigeren Grund in der Erde verbuddeln=m.E. entsorgen, wo sie mit der Zeit zerbröseln, sich dort vielleicht langsam beginnen aufzulösen oder, bei zukünftigen Aktionen, einfach “vergessen” und zugeschüttet werden.

  13. dies erscheint zunächst grundsätzlich wie ein Schritt in die richtige Richtung. mich irritiert d. Reverenz Foto: ich sehe, neben dem grünen und blühenden Hintergrund rückwärtig der Bank, vor allem die Fläche davor: Steine, zugepflastert. Ist dies die Reverenz zum Aufbruch des bspw. Forum”Park”?
    in Bensberg vorm Schloss wurde doch auch neu gestaltet, das kleine Stück Grünfläche, wie funktioniert es dort?