Das Team von Jung und Alt auf der Margaretenhöhe mit Projektleiter Tobias Mika (3. v.l.) von der Biologischen Station vor der neuen Blumenwiese Foto: Biologische Station Rhein-Berg

Zusammen haben Kinder der AWO-Kita Margaretenhöhe und der Margot-Friedländer-Schule sowie die Bewohner:innen des CBT-Wohnhaus Margaretenhöhe und des St. Josefshaus Refrath die Natur ganz praktisch erkundet.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Biologischen Station Rhein-Berg

Junge und ältere Menschen kommen selten zusammen – auf der Margaretenhöhe und im St. Josefshaus in Bergisch Gladbach ist das anders. Unter dem Motto „Jung und Alt für Artenvielfalt“ treffen sich Kinder und Senior*innen unter Anleitung der Biologischen Station Rhein-Berg, um gemeinsam zu reden, zu basteln, zu lernen und zu staunen.

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Im Fokus stehen die Naturerlebnisse der Jahreszeiten: der Duft von Schlehenblüten und der Ruf des Grünspechts im Frühling, die bunte Blütenpracht mit emsigen Bestäubern im Sommer oder das wuselnde Leben unter morschem Holz und der Geschmack von Bucheckern im Herbst.

Das vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) geförderte Projekt ermöglichte von 2024 bis Mitte 2026 regelmäßige Veranstaltungen im Außenbereich der beiden Senioreneinrichtungen CBT-Wohnhaus Margaretenhöhe und St. Josefshaus Refrath.

Natur als verbindendes Element

Auf der Margaretenhöhe bestand bereits vor Projektbeginn ein Kontakt zur benachbartem AWO-Kita Margaretenhöhe. Die Idee, den Austausch zu intensivieren – insbesondere zum Thema Natur mit ihren vielfältigen Sinneseindrücken – wurde daher mit großer Begeisterung aufgenommen. Im Mittelpunkt der Treffen stand der spielerische Dialog zwischen den Generationen, unterstützt durch Naturmaterialien, Tiermodelle, Tierlaute und alles, was die Jahreszeiten in den Außenanlagen boten.

Doch der Projektname war auch Programm: Gemeinsam bastelten Kinder und Senior*innen Vogelfutterspender, bauten ein Totholzbeet als Lebensraum für Wirbellose und Kleintiere und legten eine Blumenwiese mit Krokusknollen und Wiesenstauden an. Im Sommer belohnten die bunten Blumen die mühevolle Arbeit des Vorjahres.

Im Park des St. Josefshaus in Refrath engagierten sich Bewohner*innen und Schüler*innen der Margot-Friedländer-Schule ebenfalls tatkräftig: Sie bepflanzten ein Staudenbeet mit heimischen Pflanzen und setzten Krokusse und Narzissen in einer neu angelegten Wildblumenwiese. Die Aussaat erfolgte seitens der Senioreneinrichtung mit regionalem Saatgut aus der Regiosaatgutförderung des LVR.

Neu bepflanztes Wildstaudenbeet im Park vom St. Josefshaus in Refrath
Foto: Biologische Station Rhein-Berg

Nachhaltige Wirkung über das Projekt hinaus

Obwohl das LVR-Projekt Mitte 2026 auslief, ermöglichen eine Förderung der VR-Bank weitere Veranstaltungen. „Es war beeindruckend zu sehen, wie Kinder und ältere Menschen Kontakt zueinander aufnahmen und die Gruppen zusammenwuchsen“, so Tobias Mika von der Biologischen Station Rhein-Berg.

„Das Thema Natur bietet eine wunderbar niedrigschwellige Möglichkeit, gemeinsam mit allen Sinnen etwas Verbindendes zu erleben. Natur ist eine unverzichtbare und schützenswerte Lebensgrundlage – für alle Menschen, unabhängig von ihrer Lebenswelt. Gerade in unserer Zeit ist das unglaublich wichtig,“ sagt Mika.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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