Fotos: Helga Niekammer

Kraftvolle Beats, ausdrucksstarke Stimmen und energiegeladene Tänze: Mit ihrer Show „Millionen Visionen“ zogen 34 Jugendliche und junge Erwachsene das Publikum in ihren Bann. Die Abschlussaufführung des Projekts „Stimmen für Demokratie“ (Roots & Routes Show) in der Aula der Freien Waldorfschule in Refrath verband künstlerisches Können mit sehr persönlichen Botschaften.

Nach einer herzlichen Begrüßung appellierte Sigrid Brenner, Leiterin der Kreativitätsschule, an Erwachsene und Politik, die Zukunftsvisionen der Jugendlichen ernst zu nehmen. Als zahlenmäßige Minderheit bräuchten junge Menschen Unterstützung und echte Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Danach gehörte die Bühne den Jugendlichen.

Vier energiegeladene und zugleich emotionale Choreografien brachten die Zukunftsvisionen der Jugendlichen tänzerisch auf die Bühne. Dynamische Streetdance- und Breakdance-Bewegungen wechselten mit ruhigen, eindringlichen Momenten. Im Zusammenspiel der Tänzerinnen und Tänzer wurden Zusammenhalt, Aufbruch und die Suche nach dem eigenen Weg spürbar.

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Auch die sieben selbst geschriebenen Songs hinterließen Eindruck. Ob Rap oder Gesang: Sowohl die Stimmen als auch die Inhalte fesselten das Publikum. Die Jugendlichen erzählten von ihren Hoffnungen, von Zukunftsängsten und ihrem Wunsch nach einer gerechteren Welt. Kraftvolle Passagen standen neben leisen, verletzlichen Tönen – eine Mischung, die berührte und zum Nachdenken anregte.

Poetry-Beiträge und Videos ergänzten die musikalischen und tänzerischen Darbietungen. Ein selbst gestaltetes Graffiti-Bühnenbild gab der Show ihren visuellen Rahmen. So entstand aus unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen eine gemeinsame Aufführung, in der die eigenen Themen und Gefühle der Jugendlichen im Mittelpunkt standen. Das Publikum zeigte sich tief beeindruckt und dankte den jungen Menschen mit tosendem Applaus.

Eigene Themen, eine gemeinsame Bühne

Entstanden war die Show innerhalb von acht Tagen während der Herbstferien 2026. Vom 17. bis 24. Oktober hatten sich die Jugendlichen im Krea-Jugendclub mit der Frage beschäftigt, wie sie in Zukunft leben möchten. Gemeinsam mit den Coaches verwandelten sie ihre Ideen in Musik, Tanz, Texte und Bilder.

Es war deutlich spürbar, dass der Krea-Jugendclub ein Ort ist der jungen Menschen die Freiheit gibt, sich mit ihren Themen auseinanderzusetzen und eigene Ausdrucksformen zu entwickeln. So können sie erfahren, dass ihre Stimme zählt und durch Zusammenarbeit etwas entstehen kann, das weit über den einzelnen Beitrag hinausgeht.

Teilnehmerin Sophia Thulin brachte den Gedanken der Projektwoche auf den Punkt: „Eine Vision ist, wenn Hoffnung zur Realität wird.“

An diesem Abend wurde deutlich: Junge Menschen haben eine Stimme, haben Visionen und die Kraft, etwas zu bewegen – wenn wir ihnen den Raum dafür geben.

Das Projekt im Krea-Jugendclub, Kreativitätsschule Bergisch Gladbach e.V. wird gefördert über den Kinder- und Jugendförderplan des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW.

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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