Beim Projekt „Open Source 2026“ der Kreativitätsschule Bergisch Gladbach kamen 50 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren auf der Wiese An der Wallburg zusammen. Unter dem Motto „Wir sind dann mal offline“ arbeiteten sie draußen gemeinsam an Kunst, Tanz, Musik und Performance.

Fünf Tage lang stand die Wiese „An der Wallburg“ in Refrath ganz im Zeichen der kreativen Entfaltung. Unter dem Motto „Wir sind dann mal offline“ kamen im Rahmen des Projekts „Open Source 2026“ 50 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren zusammen, um gemeinsam Kunst, Tanz, Musik und Theater unter freiem Himmel im Rahmen des interdisziplinären Kulturprojekts der Kreativitätsschule Bergisch Gladbach e.V. zu gestalten.

Geleitet wurde das Kulturprojekt von 6 professionellen Coaches aus der lokalen Kultur- und Kunstszene und umfasste unter anderem die Ebenen „Naturwerkstatt im Wald bis zur digitalen Soundcollage aus Umgebungsgeräuschen“. Die gemeinsame Abschluss-Präsentation aller Workshops am Freitag, 31. Juli, war ein voller Erfolg. Es gab viel Lob für die erarbeiteten Präsentationen und gestalterischen Arbeiten.

„Open Source“ wird ermöglicht durch Vernetzung und Kooperationen für die Teilnehmenden aus allen gesellschaftlichen Schichten. Das Projekt wird gefördert durch den Kultur-Rucksack NRW in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Bergisch Gladbach. Damit ist das Projekt kostenfrei und es können Kinder und Jugendliche aus dem Sozialen Netzwerk Refrath niederschwellig teilnehmen, ebenso wie Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Milieus aus Bergisch Gladbach.

André Eigenbrod, Leitung KREA: „Auf der großen Wiese entstehen Freiräume für unsere kreativen Workshops. Diese besondere Situation schafft Verbundenheit mit der Natur und für offene kreative Ideen. Kulturelle Bildung wird hier ermöglicht durch die Verbindung von freien künstlerischen Prozessen und gelebter Demokratie, in der gesellschaftliche Themen mit Kunst und Kultur selbst gestaltet werden. Künstlerische Genregrenzen werden überwunden und neue kreative Konzepte erprobt und gefunden. Ebenso Schnittstellen zwischen den Workshops Performance, Tanz, Kunst und Musik.“

Details zu den Workshops „Open Source 2026“

Warming up

Jeder Tag startete die gesamte Gruppe mit einem Warming-up. So konnten sich die Teilnehmenden spielerisch mit Spaß und Bewegung begegnen. So wurde beispielsweise der „Secret Handshake“ entwickelt. Was bedeutet, man begrüßte sich mit einem selbst ausgedachten Handschlag, mit Klatschen, Verbeugen, Drehen oder Springen. Täglich wurden neue Varianten erfunden und vorgestellt.

Workshop Kunst

Wir arbeiteten mit Naturmaterial, Holz und Ton in der Naturwerkstatt im Wald. Besonders kreativ wurden die Bäume mit Ton, Steinen und Zweigen gestaltet, ein echter Hingucker, den auch viele Passanten und Nachbarn bewundern konnten.

Mit u.a. selbst gemachten Farben entstanden im Outdoor-Atelier wilde Farbexperimente, die mit Kreide in Linie und Form gebracht wurden und die bis zur Abschlusspräsentation immer weiterentwickelt wurden. So konnten z.B. wilde Tiere in einer abstrakten Landschaft auftauchen.

Leitung: Markus Parnow / Kunstpädagoge & Coach & Gregor Zootzky / Medien- und Kunstpädagoge

Workshop Tanz

Mit täglichem Tanz-Training und kreativen Bewegungsaufgaben startete die Woche. Durch den Kontakt und dem großen Freiraum auf der Wiese entstanden neue spannende Bewegungen. So wurde im Laufe der Woche eine selbst gestaltete Choreografie mit starken Breakdance-Elementen entwickelt, wo sich alle TN (w/m/d) mal einzeln und gemeinsam präsentieren konnten.

Leitung: Daniel Richartz / Tanzcoach

Workshop Musik

Hier wurden Geräusche, Stimmen und Sounds aus der Natur aufgenommen und zu einer digitalen Musikcollage zusammengestellt. Dies geschieht mit kreativer Hilfe von digitalen Apps, die selbst produziert werden. So entstanden in der Auseinandersetzung zwischen digitaler und analoger Welt ein spannendes Hörspiel und Soundcollagen aus der Natur.

Leitung: Jasper „JazzP“ Beckmann / Musikcoach

Workshop Performance

Das Thema „Wir sind dann mal offline“ wurde in einer starken Performance entwickelt. Mit einem emotionalen Auftritt zeigten die Teilnehmer:innen, dass sie aus verschiedenen Kulturen kommen, andere Sprachen sprechen und trotzdem eine Verbindung über Bewegung, Ausdruck und Darstellung schaffen können. Dies gelingt vor allem im direkten Austausch und Kontakt, also offline.

Die große Wiese bot hier den idealen Rahmen, auch künstlerisch mutig zu werden. Mit lauter und leiser Stimme und einer großen Bewegungs-Performance mit Folie präsentieren sie eine beeindruckende Zuversicht.

Leitung: Miriam Burger / Theaterpädagogin

Künstlerische Leitung: Christoph Wolff / Theaterpädagoge
Projektleitung: Almut Wiedenmann / Soziales Netzwerk
André Eigenbrod / Leitung Kreativitätsschule e.V.

27.07. bis 31.07.2026
Veranstaltungsort: Auf der Wiese An der Wallburg in Refrath

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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  1. Ganz toll. Eine super Aktion für die Kinder. Jede Gelegenheit von den Handys loszukommen und draussen etwas zu unternehmen hilft.
    Vielen Dank für den schönen Bericht.