Dieser Beitrag von 2010 ist nicht mehr aktuell. Inzwischen ist die Naschbar umgezogen, an die Gohrsmühle. Mehr Infos auf der Website

Die Naschbar an der Paffrather Straße kurz vor dem Marktplatz hat einen irreführenden Namen, aber viele innere (und äußere) Qualitäten. Auf den ersten Blick lässt sich der Stil nicht wirklich festlegen: eine kurze Theke mit zwei Stehtischen, zwei größere und drei kleinere Sitzgruppen in rotem Kunstleder, das war’s schon. Eine Mischung aus Kneipe, Lounge und wenn schon Bar, dann im spanischen Sinne einer Tapas-Bar.

Und tatsächlich zeigt ein Blick in die Speisekarte, dass hier die echte spanische Tapasbar-Kultur gepflegt wird. Zwar werden die Tapas (Gerichte in kleinen und mittleren (“Raciones”) Portionen) nicht wie in Spanien üblich sichtbar an der Theke präsentiert, aber gut sind sie dennoch. Zum Einheitspreis von 2,90 Euro gibt es zum Beispiel Datteln im Speckmantel, Piementos, Patatas Bravas, Chorizo  oder Gegrillte Hühnerstückchen. Kostenlos vorweg gibt es Oliven und eine Käsecreme – daher ist man mit zwei oder drei Tapas eigentlich schon gut bedient.  Die Raciones konnten wir an diesem Abend also gar nicht mehr probieren. Am besten, man kommt mit Freunden und bestellt eine Auswahl von sechs Tapas (zum Preis von fünf).

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Wer es noch spanischer mag, sollte den echten Jamon Iberico probieren, den es sogar als Jamón de pata negra gibt. Und für die echten Spezialisten gibt es Churros, das spanische Fett(!)-Gebäck mit einer Tasse geschmolzener Schokolade. So etwas findet man in Deutschland nur selten. Außerdem gibt es diverse Tagesangebote, heute zum Beispiel ein Carpaccio mit Trüffelöl für schlanke 6,90 Euro.

Klar, dass man dazu nur einen Tinto trinken kann, obwohl es den Rioja offen auch als Weißwein und Rosé gibt. Zudem verzeichnet die Karte einige Flaschenweine, bis hinauf in teurere Preisregionen.

Also, hier kann man einen netten informellen Abend mit spanischer Küche verbringen, aber auch mal rasch auf einen Wein und eine Kleinigkeit vorbeischauen. Und an der Theke wird auch ganz normal Kölsch oder Weizen ausgeschenkt.

Spätestens im Sommer sollte man die Naschbar wieder ansteuern, wenn die Sommerterasse gegenüber auf dem Dach des öffentlichen Toilettenhäuschchen neben dem Rathaus geöffnet wird. Unter Bäumen und Sonnensegeln kann man sich hier fast einbilden, in Mallorca zu sein, nicht beim Ballermann, sondern an einem der netten Dorfplätze im Hinterland. Und das ganze mit Blick auf den Konrad-Adenauer-Platz!

Weitere Informationen:
Alles was Sie über die Naschbar wissen müssen
Alle Berichte über die Naschbar
Alle Berichte über spanische Restaurants

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Gastronom

Mich interessiert, wo im Bergischen man gut Essen und Trinken kann. Darüber schreibe ich positiv kritisch, das andere verschweige ich. Tipps sind willkommen, bei den Kommentaren.

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