Bereits in 15 Jahren werden im Rheinisch-Bergischen Kreis 7.110 altengerechte Wohnungen benötigt. Das geht aus einer aktuellen Regional-Untersuchung zur „Wohnsituation im Alter“ hervor. Damit haben Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft gemeinsam mit der IG BAU erstmals den Wohnbedarf älterer Menschen für die Kommunen in Deutschland ermittelt.

Die vom Pestel-Institut durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass es im Rheinisch-Bergischen Kreis einen enormen Bedarf an seniorengerechten Wohnungen gibt. Das bedeute neben dem Sanieren für Senioren auch den Neubau von altengerechten Wohnungen. Denn ein Teil der Altbausubstanz lasse sich nicht mehr wirtschaftlich barrierearm umbauen: ohne Stufen in den Wohnungen und mit einem Aufzug im Haus.

Das Pestel-Institut hat errechnet, dass es im Jahr 2025 im Rheinisch-Bergischen Kreis nahezu 20 Prozent mehr Haushalte mit einem Über-70-Jährigen geben wird als heute. Wenn man davon ausgehe, dass nur jeder Fünfte der dann 35.540 Senioren-Haushalte auf eine Wohnung ohne Barrieren angewiesen sei, müsse dringend saniert und neu gebaut werden – mit Türen, durch die ein Rollator oder Rollstuhl passt, und mit schwellenfreien Duschen.

„Es kann nicht sein, dass ältere Menschen nur deswegen ins Heim müssen, weil sie zu Hause keine altengerecht ausgebaute Wohnung haben“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.

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Redaktion

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