Wenige Tage vor der Landratswahl haben sich die Kandidaten der im Kreistag vertretenden Parteien der CDU, SPD, Grüne und der Linken den Fragen der Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrerinnen und Lehrer in der Integrierten Gesamtschule Paffrath gestellt. Der Filmsaal der Schule füllte sich zunehmend, bis der größte Teil der Sitzplätze besetzt waren.

Die Podiumsdiskussion eröffnete der Schulleiter Herr Bremm, er begrüßte die Kandidaten (Hermann-Josef Tebroke, Gerhard Zorn, Frank vom Scheidt und Jessica Seiffert) und die Schüler und sprach einleitende Worte.

Ich selbst hatte die Podiumsdiskussion organisiert und führte als Moderator durch die Veranstaltung. In einer Vorstellungsrunde konnte sich jeder Kandidat selbst vorstellen. Der Beruf, der bisherige Werdegang sowie die Motivation zur Kandidatur spielten eine wichtige Rolle.

Danach  zeigten sich viele Schüler darüber verwundert, was die Kandidaten bisher alles in ihrem Leben erreicht beziehungsweise getan haben. „Es ist ja echt interessant, wo Politiker anfangen und wo sie dann am Ende landen.“ so ein Schüler der Schule scherzhaft.

Weiter ging es mit der Vorstellung der Programme der Kandidaten. Die Schülerinnen und Schüler hatten somit die Chance, das Programm der Kandidaten vorgestellt zu bekommen und nicht immer Broschüren o.ä. lesen zu müssen. Die Vorstellung des Programms sollte sich überwiegend auf  für Schülerinnen und Schüler interessante Themen beschränken.

Anschließend wurden Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrerinnen und Lehrer in die Fragerunde eingebunden. Zunächst erhob sich eine Hand etwas zaghaft, doch es dauerte nicht lange bis mehrere Fragen gestellt wurden. Spannend war auch, dass sich die Lehrer an der Fragerunde beteiligt haben.

„Man hat zuerst Angst, dass man eine blöde Frage stellen könnte, doch die Kandidaten beantworteten jede Frage, was dem Politikerimage nicht ganz zugeordnet ist,“ so ein Schüler der Oberstufe am Ende. Die Kandidaten nahmen sich die Zeit sehr intensiv auf die gestellten Fragen einzugehen und scheuten keine Antwort. Schnell verbreitete sich eine lockerere Atmosphäre und diese Distanz oder Abneigung, die häufig zu Politikern besteht, wurde abgebaut.

„Ich fand es echt interessant, dass man die Kandidaten, die man sonst nur auf Wahlplakaten sieht, mal zu uns in die Schule kommen und bereit sind mit uns zu diskutieren,“ sagte eine Schülerin der Oberstufe.

In der Endrunde fragte ein Lehrer fragte, wo denn die genauen Unterschiede in den Kandidaten liegen, da diese meistens im Konsens miteinander lägen. Die Kandidaten hatten zum Ende hin noch die Gelegenheit ein Schlussstatement abzugeben und für sich selbst zu werben. Die Kandidaten meisterten auch diesen Schritt sehr solide und gaben den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern einen Überblick, wofür diese stehen, was diese verändern wollen und warum man gerade sie wählen sollte.

Am Ende war sich der größte Teil einig, man sollte wählen gehen. Als Moderator schloss ich die Podiumsdiskussion so ab:

„Abschließend kann man sagen, dass viele Schüler heute zum ersten Mal erfahren haben, was ein Landrat tut und dass er am Sonntag gewählt wird. Ich hoffe möglichst viele werden am Sonntag wählen gehen. Ich selber bin sehr zufrieden was der heutige Tag gebracht hat und bedanke mich nochmals recht herzliche bei unseren Gästen aus den verschiedenen Parteien, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Schülerinnen und Schülern, die die Zeit gefunden haben zu kommen.“

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