Für Mittwochabend hatten Elternschaft und Kollegium des NCG zu einer Informationsveranstaltung in die neue Mensa an der Reuterstraße eingeladen. Mindestens 180 Lehrer und Eltern kamen – auch vom Kleefeld.

In einer sehr engagierten Veranstaltung legten die NCG-Vertreter ihre Argumente auf den Tisch, unterlegt mit Untersuchungen zur Bausubstanz des NCG und zum Raumbedarf. Dieter Wagner, Leiter der Hauptschule Im Kleefeld, sprang den Kollegen mit einem Plädoyer zur Seite.

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Allerdings wussten die meisten der Diskutanten zu diesem Zeitpunkt offenbar noch gar nicht, dass sich die Rahmenbedingungen geändert hatten – und die Pläne von Bürgermeister Lutz Urbach, das NCG ins Kleefeld zu verlagern und die Schulen im Kleefeld mit dem Ahornweg zu fusionieren, bis auf weiteres auf Eis liegen.

Hier dokumentieren wir den Verlauf der Sitzung im  Live-Ticker per Twitter. Weiter unten die Erklärung von CDU und FDP sowie erste Reaktionen.

Die Debatte im NCG – Tweet für Tweet


Die weiteren Entwicklungen von Mittwoch:

Die Stadtverwaltung reichte das lange Sanierungskonzept eines externen Architekten nach, der den Sanierungsbedarf des NCG auf die umstritten hohe Summe von 12 Millionen Euro beziffert hatte.

Die Fraktionen von CDU und FDP zogen am Mittwoch die Notbremse. Per gemeinsamer Pressemitteilung verkündeten sie am frühen Abend, dass sie alle Entscheidungen vorerst aussetzen und von der Stadtverwaltung weitere Informationen einfordern.

In der Erklärung von CDU und FDP heißt es:

Keine Schnellschüsse in der Standortfrage

CDU und FDP werden Entscheidung zur künftigen Schullandschaft in Bergisch Gladbach vertagen

Nach ausführlicher Beratung der Vorlage in den Gremien von CDU und FDP haben beide Fraktionen gemeinschaftlich beschlossen, die Beschlüsse zu vertagen.

Lediglich die Elternbefragung zur Sekundarschule soll wie vorgeschlagen, durchgeführt werden.

Für beide Fraktionen ist zwar aufgrund der demographischen Entwicklungen in der Zukunft und der Notwendigkeiten der weiteren Haushaltskonsolidierung klar, dass ein großer Schulstandort aufgegeben werden muss, welcher dies aber sein wird, muss erst noch weiter geprüft werden. So wurden an die Verwaltung Fragen gestellt, die bisher noch nicht oder erst in Teilen beantwortet wurden.

Die Problematik um die Schulstandorte ist sehr komplex und beinhaltet viele Entscheidungsmöglichkeiten und Varianten, die bisher nicht ausreichend geprüft wurden. So wurden bei der Verwaltung die kompletten Sanierungskonzepte für das Schulgebäude an der Reuterstraße und den Schulkomplex an der Saaler Mühle angefordert ebenso wie eine detaillierte Kostenaufstellung aller denkbaren Umzugs- und Nutzungsmöglichkeiten unter Einbeziehung auch der Otto-Hahn-Schulen und des Ahornwegs.

Beide Fraktionen wollen die Diskussion weiterhin mit größtmöglicher Transparenz führen, die Fragen sämtlicher Interessierter beantworten, bevor eine Entscheidung gefunden wird.

Quelle: CDU

Ein Elternvertreter werten diesen Entschluss als überfällig, aber richtige Entscheidung, die nun den Weg für ein parteiübergreifendes, nachhaltiges Schulkonzept öffne. Der ganze Beitrag von Karsten Graf.

Weitere Informationen:

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Redaktion

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