Eingang zum offenen Treff des Jugendzentrums Q1. Foto: Thomas Merkenich

Die Stadtverwaltung reagiert auf die Berichterstattung des Bürgerportals und auf „Unsicherheiten in der Bürgerschaft sowie Politik“. Sie bestätigt, dass sie mit Kirchengemeinde und Q1 an einer Neuausrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadtmitte arbeite. Eine Auflösung des Q1 entspreche nicht der Zielsetzung der Gespräche. Ob „ein fester Raum im Stadtzentrum geschaffen werden kann“, werde geprüft.

Wir dokumentieren eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Stadt Bergisch Gladbach stellt Zukunftsperspektive des Q1 klar

Die Berichterstattung über die Zukunft des Jugendzentrums Q1 hat in Teilen der Bürgerschaft sowie in der Politik zu Unsicherheiten geführt. Insbesondere die Darstellung, dass sich das Q1 auflöse, entspricht nicht der fachlichen und inhaltlichen Zielsetzung der laufenden Gespräche zwischen Stadtverwaltung, evangelischer Kirchengemeinde und dem Q1.

Die Stadt Bergisch Gladbach stellt daher klar: Die Stadtverwaltung arbeitet gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde und dem Q1 seit Juni 2025 einvernehmlich an einer Neuausrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadtmitte. Ziel ist es, die bestehenden Angebote weiterzuentwickeln und an die zukünftigen sozialräumlichen Anforderungen des entstehenden Quartiers auf dem Zanders-Areal anzupassen.

Hinweis der Redaktion: Wir hatten nach Äußerungen der Geschäftsführung der Zanders Entwicklungsgesellschaft der Stadtverwaltung Fragen zur Zukunft des Jugendzentrums Q1 gestellt, eine Stellungnahme der ev. Kirchengemeinde eingeholt und entsprechend berichtet. Einen Kommentar hatte Georg Watzlawek mit der Schlagzeile „Das Q1 zieht nicht um, sondern löst sich auf“ überschrieben.

Wir dokumentieren hier die aktuelle Mitteilung der Stadt, alle Beiträge zum Thema finden Sie unten – damit Sie sich umfassend informieren können.

Mit dem „Gleispark“ sowie perspektivisch der „Zentralwerkstatt“ als künftigem sozio-kulturellen Zentrum entstehen neue Möglichkeiten für eine moderne, agile und bedarfsorientierte offene Kinder- und Jugendarbeit. Dabei geht es ausdrücklich nicht lediglich um einzelne Veranstaltungsangebote, sondern um eine aktive sozialräumliche Verortung und Aneignung des neuen Quartiers durch junge Menschen. Ebenso geht es nicht exklusiv um eine alleinige Nutzung der Zentralwerkstatt durch ein Jugendzentrum, denn die Nutzung der Flächen und Räume soll gemeinschaftlich und integriert erfolgen – als Bestandteil einer sozialen Quartiersentwicklung für alle Generationen.

Seit der Eröffnung des Gleisparks am 9. Mai 2026 kann das Q1 dort bereits offene Angebote vorhalten. Dies ist ein erster konkreter Schritt der gemeinsamen Neuausrichtung. Parallel hierzu wird gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde geprüft, ob und in welcher Form ergänzend ein fester Raum im Stadtzentrum geschaffen werden kann.

Die Stadtverwaltung betrachtet die Zukunft des Q1 aus zwei fachlichen Perspektiven: Zum einen im Rahmen der sozialen Quartiersentwicklung auf dem Zanders-Areal, zum anderen im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Beide Aufgabenbereiche werden innerhalb des Fachbereichs 5 – Jugend und Soziales eng miteinander abgestimmt.

Richtig ist, dass das bisherige Q1 in seiner heutigen Form perspektivisch nicht unverändert fortgeführt wird. Dies bedeutet jedoch ausdrücklich nicht das Ende der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadtmitte. Vielmehr ist das Ziel, ein neues Jugendzentrum sowie eine zeitgemäße, sozialräumlich orientierte offene Kinder- und Jugendarbeit in der Stadtmitte und insbesondere auf dem Zanders-Areal zu etablieren.

Aktuell liegen noch keine politischen Beschlüsse über eine zukünftige räumliche Unterbringung des Q1 vor. Sobald die notwendigen fachlichen, städtebaulichen und förderrechtlichen Grundlagen ausreichend belastbar sind, wird die Verwaltung den politischen Gremien eine transparente und entscheidungsreife Vorlage vorlegen.

Die Stadtverwaltung wird den weiteren Prozess weiterhin gemeinsam mit allen Beteiligten offen und konstruktiv gestalten. Die politischen Beschlüsse sowohl zum Q1, als auch zur Entwicklung des Zanders-Areals bzw. der Zentralwerkstatt, werden von der Verwaltung wie vorgesehen umgesetzt.

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  1. Was viele Menschen an der gesamten Q1-Thematik inzwischen so wütend macht, ist nicht nur die Entscheidung selbst – sondern das Gefühl, dass seit langer Zeit nicht offen kommuniziert wird.

    Die evangelische Kirchengemeinde hatte den Vertrag bereits Ende 2024 gekündigt. Öffentlich bekannt wurde das aber erst Monate später. Viele betroffene Jugendliche, Ehrenamtliche und auch die Pfadfinder erfuhren davon teilweise erst durch die Berichterstattung.

    Trotzdem wird heute so getan, als müsse jetzt plötzlich unter Hochdruck irgendeine neue Lösung gefunden werden. Dabei stellt sich längst die Frage, warum diese Entwicklung so lange nicht transparent gemacht wurde.

    Noch irritierender wird es, wenn man sich das Umfeld anschaut: Das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach expandiert seit Jahren massiv am Quirlsberg. Gebäude und Flächen wurden nach und nach übernommen – inzwischen sogar weitere kirchliche Immobilien. Und ausgerechnet die gleiche Kirchengemeinde, die eng mit diesem Umfeld verbunden ist, kündigt heimlich den Vertrag für einen zentralen Treffpunkt von Kindern, Jugendlichen und Pfadfindern.

    Parallel sollen Millionen in Modulbau- und Ersatzlösungen an schlechteren Standorten fließen, obwohl das bestehende Gebäude gleichzeitig noch mit rund 250.000 € für den Weiterbetrieb ertüchtigt wird. Viele Bürger fragen sich inzwischen völlig zurecht, ob es hier wirklich noch um Jugendarbeit geht – oder längst vor allem um das Grundstück.

    Und genau deshalb verlieren Menschen das Vertrauen in Politik und Institutionen: weil nicht transparent erklärt wird, was tatsächlich geplant ist.

    1. ja Stephie, seit sehr langer Zeit wird hingehalten und die Argumente sind abenteuerlich, was so alles mitgeteilt wurde. Am WE hatte ich auch überlegt einige Passagen zu kopieren (nur hier aus Beiträgen der Redaktion) von Aussagen der Politiker, der Verwaltung, Ausschüssen, seit 2024, 2025 .. was alles an Hilfe kommen soll(te) und überlegt wird – und nun dürfen wir auch im Frühjahr 2026 weiterhin lesen, dass sich noch beraten werden muss und gesucht, nach Alternativen und wichtig: politische Beschlüsse, weitere Prozesse und die Prüfung des Prüfens wo denn die kleinen und heranwachsenden Menschen so hin kommen könn(t)en, perspektivisch, bedarfsorientiert, Lösung, Übergangslösung, Konsens, _

      ‘damals’ Vorwürfe von CDU und FDP .. gegen Bürgermeister .. ups ne Wahl stand an .. tja, es wurde gewählt und vieles ward “Geschwätz von gestern” – wen kümmert’s
      Zukunft