Raureif auf Wiesen,

wie Lametta am Rand.

Silberdunstriesen

die Sonne erfand.

.

Pferdefiguren,

struppig das Fell.

An den Hängen kaum Spuren,

im Gegenlicht hell.

.

Nichtfarbe noch hält

insgesamt in den Bäumen

mit Ästen die Welt,

die den Sommer noch träumen.

.

Aus Schornsteinen steigt

weißer dicklicher Dampf,

und Gefrorenes zeigt

noch Hufspurenkampf.

.

Wo eben die Wege,

hat geschmolzenes Eis

Kristallmusterstege

gebildet mit Fleiß.

.

Vereinzelt noch decken,

verharscht und verfroren,

die Felder Schneeflecken,

in Winkeln verloren.

.

Kastanien treiben

schon Knospen mit Saft,

wolln nicht länger verbleiben

mit nutzloser Kraft.

.

Maisstoppeln gleißen

wie silberne Räume,

ihre Lichter verheißen

uns südliche Träume.

Engelbert M. Müller

ist pensionierter Lehrer, Mitglied von Wort und Kunst, Verfasser von "Der letzte Lehrer"

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2 Kommentare

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  1. Eine schöne Impression ist das. Allerdings wurde sie jetzt vom Schnee überdeckt. Aber auch der wird in einiger Zeit geschmolzen sein.