Der Stadtkämmerer hatte schon angedeutet, dass sich die Steuereinnahmen in Bergisch Gladbach positiv entwickeln. Das bestätigen jetzt offizielle Zahlen des Ministeriums für Inneres und Kommunales in Düsseldorf.

Danach hat Bergisch Gladbach in der ersten Jahreshälfte 2013 exakt 24.909.507 Euro an Gewerbesteuern eingenommen. Das waren 2.805.664 Euro mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Zuwachsrate beträgt 12,7 Prozent und liegt damit weit über dem Landesdurchschnitt von 3,2 Prozent.

Allerdings konnten viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen noch stärker vom Aufschwung des Gewerbes profitieren als Bergisch Gladbach: Allen voran Ratingen, das seine Einnahmen fast verfünffachte. Aber auch Lindlar konnte seine Gewerbesteuereinnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppeln.

Dagegen musste Odenthal einen Rückgang von 25,3 Prozent auf nur noch 1,1 Millionen Euro hinnehmen. Leverkusen verlor im Vergleich zur ersten Hälfte 2012 sogar 58 Prozent seiner Gewerbesteuereinnahmen.

Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen wachsen 2014 weiter

Gleichzeitig hat das Landesministerium erste Berechnungen veröffentlicht, wie sich das Steueraufkommen und damit auch die Schlüsselzuweisungen des Landes 2014 entwickeln können.

Die 1. Modellrechnung zum Gemeindefinanzierungsgesetz 2014 setzt Bergisch Gladbachs sogenannte “normierte Steuerkraft” mit 113 Millionen Euro an. Das sind zehn Prozent mehr als 2013. Die “fiktive Steuerkraft” auf Basis eines einheitlichen Gewerbesteuerhebesatzes schätzt das Land mit 137,3 Millionen Euro noch deutlich höher ein.

Auf dieser Basis kann Bergisch Gladbach 2014 mit Schlüsselzuweisungen von insgesamt 31,3 Millionen Euro rechnen. Darin enthalten sind ungebundenen Zuweisungen (24,2 Millionen, plus 3,2 Prozent) sowie die zweckgebundenen Pauschalen für Investitionen (3 Millionen), Schulen (3,8) und Sport (0,3).

Die Schlüsselzuweisungen würden damit gegenüber 2013 um 4,5 Prozent steigen und 1,35 Millionen Euro mehr in den städtischen Haushalt bringen. Allerdings weist Bürgermeister Lutz Urbach darauf hin, dass die Landesregierung damit 3,7 Millionen Euro weniger nach Bergisch Gladbach überweisen würde, als die Orientierungsdaten zum Doppelhaushalt 2012/2013 avisiert hatten.

Weitere Informationen:

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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