Die Stadtratsfraktion DIE LINKE./BfBB fordert mehr Stell – und Parkplätze für Zweiräder in Bergisch Gladbach. Umweltfreundliche Fahrräder erfreuen sich besonders im Sommer immer größerer Beliebtheit und auch motorisierte Zweiräder werden immer mehr für Erledigungen  und für den Besuch von Veranstaltungen genutzt. In Bergisch Gladbach gibt es an den zentralen Punkten in den Stadtteilen viel zu wenig Stellplätze, an denen Räder sicher und ordentlich abgestellt werden können ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer zu behindern.

Verständlicherweise suchen sich die Bürgerinnen und Bürger stattdessen Laternen und andere Möglichkeiten ihre Fahrräder zu parken und abzuschließen. Vor wenigen Wochen hat die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach damit begonnen Bürgerinnen und Bürger, die ihre Zweiräder „wild“ abstellen,  mit Bußgeldern  zu belegen.

Viele der „wild“ abgestellten Fahrräder stehen wirklich störend im Weg, doch „Knöllchen“ können nicht die Lösung sein. Es ist schon ziemlich unverschämt, dass man die Bürgerinnen und Bürger abzockt, aber tatsächlich viel zu wenige Stellplätze für Fahrräder bereitstellt. Die geplante Radstation am Bahnhof  Stadtmitte ist gut, reicht aber nicht aus, um den Bedarf in anderen Bereichen sicherzustellen.

Niemand parkt mit dem Fahrrad am Bahnhof, um dann in die Bücherei oder zum Bürgerbüro zu gehen. Stellplätze müssen direkt in der Nähe bereitgestellt werden, wo die Menschen hingehen. Auch reicht es nicht aus wieder nur an die Stadtmitte in Bergisch Gladbach zu denken. Wir brauchen solche Investitionen in allen Stadtteilen und an allen zentralen Punkten, zu denen die Menschen mit dem Fahrrad hinfahren wollen. Also auch in Bensberg, Refrath oder Schildgen.

Besonderes Augenmerk legt DIE LINKE./BfBB darauf, dass die Fahrräder möglichst sicher stehen und abgeschlossen werden können. Auch die Möglichkeit E-Bikes mit Solarstrom aufladen zu können fordert die Fraktion DIE LINKE./BfBB in einem Antrag an den Ratsausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr (Antrag anbei).

Bergisch Gladbach muss zu einer fahrradfreundlichen Stadt werden und dazu gehören neben einem gut ausgebauten Fahrradwegenetz auch fahrradfreundliche Zentren mit Stellplätzen für Zweiräder.

Weiter Informationen:

Tomás M. Santillán

Tomás M. Santillán lebt seit seinem ersten Lebensjahr in Bergisch Gladbach Refrath. Bekannt wurde Tomás M. Santillán durch sein Engagement als Antragsteller des Bürgerentscheid gegen des Cross-Border-Leasing 2003 und seine Kandidaturen als Bürgermeister und Landrat. Von 2009-2014 vertrat er DIE...

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Wo hat es Knöllchen für falsch geparkte Fahrräder gegen? – Bislang hab ich nur von Knöllchen für falsch abgestellte Krafträder gehört.

    Bei Bußgeldern gegen angeblich falsch abgestellte Fahrräder würde sich die Stadt auf ganz dünnes Eis begeben, da das Bundesverwaltungsgericht ein Abstellverbot auf Gehwegen verneint hat, solange keine wirkliche Gefahr von den Rädern ausgeht (Flucht- oder Rettungsweg zugestellt).

    Auf meine Nachfrage vom 30.Juli, zur Rechtsgrundlage eines entsprechenden Verbotes, habe ich bis heute noch keine Antwort von der Stadt bekommen; und dies, obwohl die Stadt in dem KSTA-Artikel diese ja als Eindeutig bezeichnet hat.