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Teilnehmer des Streetlight-Workshops „Tanz“ am Ende der gelungenen Vorstellung.

Nur zweieinhalb Tage Zeit hatten ca. 500 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Im Kleefeld sowie der Wilhelm-Wagener-Schule, ein ganzes Musical auf die Beine zu stellen. Seit Montag übten die Jugendlichen der Klassen 5 bis 10 in 28 Workshops für ihre Auftritte, bauten an der Bühne und dem Bühnenbild oder sorgten für die Verpflegung der Teilnehmer.

Viel Lampenfieber hatten die jungen Akteure vor dem Auftritt, denn immerhin war die Halle am Stadion in Bergisch Gladbach mit über 800 Zuschauerinnen und Zuschauern voll. Das intensive Üben hat sich am Ende dann aber doch ausgezahlt. Singend, tanzend und auch mit verschiedenen Instrumenten zeigten die Schülerinnen und Schüler ihr neu erlerntes Können. Das Publikum bedankte sich für den Auftritt mit tosendem Applaus.

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Die Fotos von Martin Kräling und Anna Hansen geben einen Einblick in Proben und Aufführung:

„Streetlight“ heißt das Musical. Es handelt von Charles Moats. 1969 wurde der Afroamerika, bei einer Auseinandersetzung rivalisierender Jugendgangs in dem Ghetto von Chicago erschossen. Dieses tragische und auf Wahrheit beruhende Ereignis bildet den Hintergrund für das Musical.

Künstlerisch unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler von der professionellen internationalen Band Gen Rosso, deren Mitglieder viele der Workshops selbst anleiteten.

Beide Schulen sehen in dieser Projektwoche eine große Chance. Andreas Goos, der kommissarische Leiter der Hauptschule, hob vor allem die Perspektiven für den Einstieg ins Berufsleben hervor:

Vieles von dem, was hier in den Workshops vermittelt wird, wie z. B. seine eigenen Stärken zu kennen und diese zielgerichtet zu nutzen, ist langfristig auch für Bewerbungsgespräche und in Ausbildung und Beruf wichtig.“

Michael Hoffmann, Schulleiter der Wilhelm-Wagener-Schule ergänzt:

Dieses Projekt passt sehr gut in unser Schulkonzept. Wir arbeiten daran, die individuellen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen zu fördern, statt sich über vermeintliche Defizite auszulassen. Das Ziel von Schule muss es sein, bei der Entwicklung starker Persönlichkeiten zu helfen.“

Mit den beiden Aufführungen von „Streetlight“ ist die Projektwoche noch nicht beendet. Bis zum Freitag geht die Arbeit in den Workshops und damit die Beschäftigung mit den Fragen, wie man sich in Krisensituationen verhalten kann und wie man stark bleiben kann, ohne Gewalt anzuwenden, weiter.

Dankbar sind beide Schulen über die Unterstützung seitens des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln, dem Verein Starkmacher e.V., dem Bundesprogramm Xenos des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, dem Europäischen Sozialfond sowie der Europäischen Union. „Ohne diese Partner wäre ein Projekt in dieser Größe für uns unmöglich gewesen.“, so Hoffmann.

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Dieser Beitrag erschien zuerst auf der Homepage der Wilhelm-Wagener-Schule

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