Tanja Hilgers vom BM-Büro, Ex-Stadtdirektor Otto Fell, Vize-BM Ingrid Koshofer,  Klaus Farber und Jadwiga Herkenrath vom AK Pszczyna

Tanja Hilgers vom BM-Büro, Ex-Stadtdirektor Otto Fell, Vize-BM Ingrid Koshofer, Klaus Farber und Jadwiga Herkenrath vom AK Pszczyna

Die Partnerschaft Bergisch Gladbachs zur polnischen Stadt Pszczyna soll nach 20 Jahren ihrer Existenz neu aufgestellt werden: Nachdem bereits die Beziehungen zu den Städten im Nahen Osten und in Frankreich in die Hände bürgerschaftlichen Engagements übergeben wurden, soll nun auch ein Arbeitskreis gegründet werden, der den Kontakt nach Polen pflegen und vertiefen soll.

Zur Gründungsversammlung trafen sich um die zwanzig interessierte Bürgerinnen und Bürger im Ratssaal des Rathauses Stadtmitte. Vize-Bürgermeisterin Ingrid Koshofer begrüßte, und Klaus Farber, ehemaliges Ratsmitglied, lange Zeit Vorsitzender des Integrationsrates und Kenner des Landes, übernahm den Vorsitz, Tanja Hilgers vom Bürgermeisterbüro hält die Verbindung zur Stadtverwaltung.

„Wenn wir drei gute Aktivitäten im Jahr schaffen, können wir zufrieden sein, wenn es mehr werden, umso besser. Aber die Kontakte sollten nachhaltig sein“, so formulierte Farber seine Vorstellungen in der Runde. Als erstes wurde klargestellt, wie die Partnerstadt korrekt ausgesprochen wird: Nicht Psinna oder Pschinna, sondern Pschtschinna muss es heißen.

Farber berichtete von einigen Besuchen in der Partnerstadt, die er in den letzten Jahren miterlebt hat:

Es gab eine Begrüßung mit Kaffee und Kuchen im Rathaus, danach wurde das Schloss besichtigt, und zum Schluss stand der Besuch des Wisentgeheges an. Wir kannten mehr Wisente als Menschen in Pszczyna.“

Das soll nun anders werden, entsprechende Ansatzpunkte wurden bei einer Orientierungsreise ausgelotet, die Farber zusammen mit Lehrerkollege Thomas Brinkhoff und Stephan Dekker von der Stadtverwaltung unternahm: „Im Eineinhalbstundentakt haben wir Kontakte geknüpft.“

Das Rathaus der Partnerstadt Pszczyna in Schlesien. Foto: Wikipedia

Beim Institut für Erwachsenenbildung bestand Interesse am gegenseitigen Sprachenlernen, es gab Ideen für eine Ausstellung mit Künstlern aus beiden Städten oder zu gemeinsamen Aktivitäten der Obst- und Gartenbauvereine. Ein Museum für alte Druckmaschinen war an Zusammenarbeit interessiert, und auch in Sachen Folklore gibt es schon Ansätze zum Austausch zweier Gruppen. Konkrete Pläne bestehen für eine neue Schulpartnerschaft mit der IGP und für eine Chor-Freundschaft, an der der Bergisch Gladbacher Frauenchor „Silbertöne“ beteiligt ist. Nicht nur Bildung und Kultur, auch der Sport streckt seine Fühler aus – beim ersten Arbeitskreis fanden sich auch Radsportler von Staubwolke Refrath, die in Richtung Polen aktiv werden wollen.

Keine Probleme bereiten dürfte die Verständigung mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Partnerstadt: Sechs Sprachkundige saßen beim neuen Arbeitskreis mit am Tisch. Trotzdem war auch das Polnischlernen Thema beim Brainstorming, welche Projekte man im nächsten Jahr umsetzen könnte: 100 Worte Polnisch für Bergisch Gladbach, 100 Worte Deutsch für Pszczyna war eine der Vorschläge.

Klaus Farber weiß aber auch, dass Freundschaft am liebsten durch den Magen geht. Deswegen wurde als allererster Termin im Januar ein gemeinsames Piroggen-Kochen in der Mensaküche der IGP angesetzt.

Am wichtigsten sollen aber die Begegnungen zwischen den Menschen der Parterstädte sein. Deswegen plädierte Klaus Farber dafür, möglichst bald nach Pszczyna zu reisen. Zwei Fahrten mit Hauptziel Krakau und Auschwitz werden ohnehin schon unter seiner Reiseleitung unternommen; auch ein Ausflug nach Pszczyna ist hier inklusive. Aber auch eine Pszczyna-Reise und Gegenbesuch mit privater Unterbringung steht ganz oben auf der Wunschliste.

Pressestelle Stadt BGL

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