© Michael Wittassek / Monika Grzymala, Aufbau der Raumzeichnung „Meteorit“, 2014, Klebeband
Foto: Michael Wittassek, Bergisch Gladbach

Die neue Ausstellung der Städtischen Galerie Villa Zanders präsentiert unter dem Titel „Rückbau“ Werke der Künstlerin Monika Grzymala, die  vor allem mit ihren Raumzeichnungen aus Klebeband und großformatigen, handgeschöpften Papierarbeiten für viel Aufsehen sorgt.

+ Anzeige +

Monika Grzymala (*1970, lebt in Berlin) zählt mit ihren Arbeiten zu den außergewöhnlichsten Positionen in zeitgenössischer Zeichnung. Nach einer klassischen Ausbildung zur Steinbildhauerin und Restauratorin studierte die Künstlerin polnisch-deutscher Herkunft, Installation und Bildhauerei an den Kunsthochschulen in Karlsruhe, Kassel und Hamburg.

Seit 2007 arbeitet Monika Grzymala an großformatigen Reliefzeichnungen in handgeschöpftem Papier, in denen Linie und Fläche eine untrennbare Verbindung eingehen. Ihre fragilen wie ephemeren Raumzeichnungen aus Papier oder Klebeband lösen Dimensionen auf und versetzen den Ort ihrer Bestimmung in einen poetischen Schwebezustand.

In ihren großen, häufig begehbaren Installationen mit Klebeband oder ähnlich linearen Materialien, wie 2013 in der Hamburger Kunsthalle, 2012 bei der 18. Biennale of Sydney oder 2010 im MoMA New York, emanzipiert sich die Linie vom Bildgrund und verbindet sich zu dynamischen Gebilden.

In der Städtischen Galerie Villa Zanders zeigt Monika Grzymala vom 9. Februar bis zum 1. Juni 2014 einige Arbeiten aus handgeschöpftem Papier und ähnlich fragilen Materialien, die teilweise über vier Meter lang sind. Eine Raumzeichnung, die die Künstlerin vor Ort aus mehreren Kilometern schwarzem Klebeband über zwei Räume installiert hat, ist ebenfalls Teil der neuen Ausstellung.

Sie präsentiert Werke, die von der Genese der Linie als Kontinuum und zeichnerischem Medium erzählen. Monika Grzymala selbst bemerkt dazu:

Wie unsere eigene Vergänglichkeit ist die Flüchtigkeit meiner Arbeiten einfach natürlich gegeben. Anfang und Ende wohnen allem inne, warum also dagegen angehen? Wichtig ist für mich die Erfahrung, eine neue Zeichnung an einem Ort zu erleben und am Ende zu sehen, ob meine Suche in der Summe aufgegangen ist. Lee Lozano sagte einmal, wenn sie Kunst mache, dann atme sie zusammen mit dem Kosmos – es gibt keine bessere Umschreibung der künstlerischen Prozesse.“

Diptychon nr. 3 (from the series making paper), Reliefzeichnung, Washi Papier (Detail) © Monika Grzymala

Zur Eröffnung der neuen Ausstellung mit musikalischer Begleitung am Sonntag, dem 9. Februar 2014 um 11:30 Uhr laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich in die Städtische Galerie Villa Zanders ein.

www.villa-zanders.de

PDFDrucken

Kunstmuseum Villa Zanders

Das städtische Museum wurde 1992 in der Gründerzeitvilla der Fabrikantenfamilie Zanders eröffnet und feiert 2017 sein 25jähriges Bestehen. Mit seiner einzigartigen Sammlung von „Kunst aus Papier“, der Kommunalen Galerie mit Malerei der Düsseldorfer Schule aus dem 19. Jhdt. sowie einem ambitionierten...

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.