Aus der Pressemitteilung der Silvershark-International Finance Group Inc.

Die Silvershark-International Finance Inc. mit Sitz in George Town, Cayman Isles, hat den geschlossenen Derivate-Fonds „BGL-CrashOption” aufgelegt.

„Auf diese Pleite können sie bauen!”

Unter dem Motto: „Stadtwerke GL Beteiligungs & Co KG – Auf diese Pleite können Sie bauen!“ offeriere dieser Fonds eine attraktive Versorgungssicherheit für den Personenkreis, der mehr weiß als andere, erklärte Fondsmanager Nick Leeson. Fondstitel ist die verbriefte Wette auf eine 100% Vollpleite der „Stadtwerke GL Beteiligungs & Co KG” per Planinsolvenz des Beteiligungsgegenstands durch Konzernbeschluss.

Die Derivate Bonds konnten bereits kurz nach Handelsbeginn und bei rege durchlaufender Bewegung ein Plus von 47 % verbuchen.

George Town – London – Bergisch Gladbach

Hauptzeichner des Fonds ist ihrerseits eine gewisse „Black-Red Equity Ldt.“ mit Sitz in Luton, Großbritannien, deren durch ein dortiges Anwaltsbüro mit deutscher Korrespondenzkanzlei vertretenen zwei Gesellschafter wiederum die „Strunde-Invest GmbH“ und die gemeinstnützige „Stiftung Goldener Handschlag“, beide mit Sitz in Bergisch Gladbach, sind.

Uneinsichtige Nörgler sprechen hier völlig aus der Luft gegriffen von einem Bermudadreieck für Steuergelder.

Der Geschäftsführer der Strunde-Invest, Herman-Josef Indetäsch, sowie der Stiftungsvorsitzende Goldener Handschlag, Dr. Markus Blanco-Scheck, indes erklärten auf einer gemeinsamen Fraktionssitzung von CDU und SPD, dass die Versorgungszukunft verdienter Lokalpolitiker in GL bereits jetzt mehr als 100%ig gesichert sei.

Auch Bürgerbeteiligung sichergestellt

„Damit können wir nun gelassen in die Kommunalwahlen gehen”, freuten sich auch die beiden Fraktionsvorsitzenden.

Auf die Frage, ob denn der Bürger gar nichts für die Versorgungssicherheit seiner Lokalpolitiker tun könne bzw. dürfe, hieß es inoffiziell, der Bürger sei hier mehr als ausreichend beteiligt, da die Geschäftsgrundlage des Fonds überhaupt erst durch den letztlich von der Allgemeinheit finanzierten Stadtwerke-Deal zustande käme.

So können am Ende also alle, auch die unfreiwillig Beteiligten, zufrieden sein.

Richtigstellung des Autors:

Die hier präsentierten Vorgänge beziehen sich natürlich nicht auf Bergisch Gladbach, wo dergleichen mehr als auch nur annähernd undenkbar ist, sondern auf die bedauernswerte Partnerstadt Herrlisch Raubach.

Und noch ein paar Klarstellungen der Redaktion:

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H-G. Ullmann

ist gebührend ratloser Bürger, gelegentlicher Zaungast am Spielfeldrand, findet interessante Gespräche ohne Scheuklappen inspirierend und bewahrt sich den Reiz (manchmal auch fassungslosen) Staunens als Mittel geistiger Ausgeglichenheit.

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