Darf man das? Soll man das? Die zentrale politische Aussage in ein Spiel packen. Man darf, ist nicht strafbar. Und man sollte nicht nur, man muss geradezu. Und zwar gerade dann, wenn man sein Anliegen ernst nimmt. Das Anliegen der Demokrative14 (vormals KIDitiative) liegt schon im Namen: Die Verbindung von Demokratie und Initiative oder auch Lokomotive. Will sagen: Neue Schub- und Zugkraft für unsere Demokratie.

Darum geht es. Und darum geht es auch in dem Spiel: GLAD-O-POLIS. Ein Spiel rund um die wirklichen und möglichen Kräfte, die den laufenden politischen Betrieb in unserer schönen Stadt beeinflussen, prägen, bestimmen? Was meinen Sie: Alles nur blühende  Phantasie? Schon was Wahres dran, aber übertrieben? Oder noch viel zu zahm „phantasiert“?

O Gladbach, o Polis!

O Gladbach, o Polis! Unser Gladbach ist eine Polis, eine Stadt, ein Gemeinwesen wie es viele gibt. Sie ragt politisch nicht heraus. Im Guten nicht, auch nicht im Schlechten. Und ihr politischer Betrieb bildet ab, was über Jahrzehnte in mehr oder weniger ungestörter Selbstzufriedenheit vor sich hin gewachsen ist. Hät noch immer jootjejange.

Wozu also sich aufregen, wozu die große oder überhaupt eine Welle machen und Politik, ja Politik ist eben auch so wie sie ist, immer war und immer sein wird. Machen kann man eh nix bzw. was zu machen ist, machen die, die es schon immer gemacht haben, die aufeinander folgenden Generationen ähneln sich bis auf Stildetails. Man kennt sich, man tut sich nichts, GLAD-O-POLIS, das sind die Regeln.

Hät noch immer jootjejange

Hät noch immer jootjejange – Äwer dat heeß nit, dat et immer wigger joot jeht! Vor allem dann nicht, wenn Denken und Handeln unverändert bleiben. Die Fünfziger bis Achtziger und auch die Neunziger Jahre sind längst und lange vorbei, doch das prägende politische Denken und Handeln hängt, mit Ausnahmen, gerade hier irgendwo darin fest:

Irgendwo zwischen neu gestylter Heimatfilm-Idylle unter oberflächlich dynamisierter Patronatsherrschaft und nachzuckenden Gewaltphantasien von grenzenlosem Wachstum im Speed der roaring nineties, natürlich unterdessen garniert mit allerlei grünen Beilagen. Hät noch immer … Davon abgesehen: GLAD-O-POLIS – Mitspielen oder draußen bleiben.

Draußen vor der Tür

Immer mehr Leute bleiben draußen. Und zwar draußen vor der Tür des poltischen Betriebes. Keine Lust, kein Interesse oder Schlimmeres. Für jeden ehrlichen Wahlkämpfer, abseits Photoshop-Plakat und parteitreuem Minnesang, wird das Wort „Politikverdrossenheit“ auf der Straße konkret. Den Zyniker mag es nicht stören, die Verdrossenheit entlädt sich nicht, der Betrieb bleibt ungestört, und solange das nötige Stimmenquantum für den eigenen Laden erreicht wird – GLAD-O-POLIS. Hät noch immer …

GLAD-O-POLIS ist ein Spiel. Soll Spaß machen. Aber es stellt auch eine Frage: Ist es wirklich so? Sind das die Regeln, sind das die Kräfte, die den politischen Betrieb unserer Stadt mehr oder weniger bestimmen?

GLAD-O-POLIS spielerisch ernst gemeint

Wenn dem so sein sollte, wenn Sie meinen, dass es so ist – Dann sollten Sie am 25. Mai zur Wahl gehen und Ihre Stimme sprechen lassen. Die Demokrative14 macht Ihnen dazu, wie alle anderen auch, ein Angebot. In dem Sinn ist GLAD-O-POLIS spielerisch ernst gemeint. Weiteres dazu auf unserer Heimat- und facebook-Seite (www.demokrative14.de und facebook dito).

Unser verwegen schlichtes Grundanliegen übrigens: Wir sind das Scharnier gesunder Vernunft für alle Kräfte, die ein anderes, ein neues GLAD-O-POLIS wollen, in dem die Polis, die Stadt wieder zur Angelegenheit von uns allen wird. Ihre Stimme zur Wahl ist dabei nur der erste Schritt. Denn die Demokratie braucht Ihre Unterstützung mit Kopf, Herz und Hand, wenn sie nicht zur verbotenen Zone selbstgenügsamer  Sachzwang-Verwalter werden soll!

Also, spielen Sie mit!

PS: Kommenden Donnerstag, am 8. Mai, findet ab 1900, auf der Terrasse des Penthouse im Bergischen Löwen, die große Elefantenrunde aller Bürgermeister-Kandidaten statt. Gastgeber ist das Bürgerportal in-GL. Kommen Sie, hören Sie zu und „spielen Sie mit“!

H-G. Ullmann

ist gebührend ratloser Bürger, gelegentlicher Zaungast am Spielfeldrand, findet interessante Gespräche ohne Scheuklappen inspirierend und bewahrt sich den Reiz (manchmal auch fassungslosen) Staunens als Mittel geistiger Ausgeglichenheit.

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