Paraglider vor Gewitterfront. Das ist kein aktuelles Foto, sondern ein Archivfoto. Quelle: Pixabay

Paraglider vor Gewitterfront. Das ist kein aktuelles Foto, sondern ein Archivfoto. Quelle: Pixabay

Als es am Montagabend plötzlich dunkel wurde und sich das heftige Gewitter über Bergisch Gladbach entlud alarmierte ein Bewohner der Meisheide in Moitzfeld die Einsatzleitstelle unter der 112: Er habe gerade beobachtet, wie ein Gleitschirm oder Paraglider mitten im Unwetter abgestürzt sei, berichtete die Feuerwehr später.

Sofort wurden die Feuerwehr Overath losgeschickt, weil die Absturzstelle auf deren Gebiet vermutet wurde. Nach zwei Stunden vergeblicher Suche musste auch die Bergisch Gladbacher Feuerwehr ran und auf dem eigenen Gebiet suchen. Sie übernahm die Einsatzleitung und forderte Polizei-Hubschrauber mit Wärmebildkamera und Suchscheinwerfer an.

Die Absturzstelle konnte zwar auf das weitere Umfeld der Von-Zweiffel-Straße eingegrenzt werden, doch die Suche führte zu nichts und wurde unterbrochen.

Aber schon in der Dämmerung durchkämmten Rettungshundestaffeln aus dem Oberbergischen, aus Euskirchen und Viersen das Gelände mehrfach. Neben der Feuerwehr war auch das THW Bergisch Gladbach im Einsatz und übernahm die Koordination des Bereitstellungsraumes am Technologiepark in Moitzfeld.

Das Einsatzgebiet bestand aus zahlreichen Einzelbereichen

Das Einsatzgebiet bestand aus zahlreichen Einzelbereichen

Die rund 100 Einsatzkräfte wurden vom Deutschen Roten Kreuz versorgt. Am Vormittag wurde dann noch einmal ein Hubschrauber eingesetzt. Und immer noch keine Hinweise.

Dabei hatten inzwischen Anwohnern von einem unbekannten Gleitschirmflieger berichtet, der im Bereich Steinacker häufig mit seinem Gleitschirm startet und landet. Und zwei weitere Anwohner berichteten unabhängig von dem ersten Notrufer, ein „abstürzendes Objekt“ gesehen zu haben. Eine entsprechende Vermisstenmeldung ging allerdings nicht ein.

Einsatzzentrum im Technologiepark

Einsatzzentrum im Technologiepark

Daher blies die Feuerwehr den Einsatz um 12 Uhr ab. Die Polizei hatte sich schon in der Nacht ausgeklinkt.

Damit bleiben nur noch Spekulationen, um war für ein unbekanntes Flugobjekt es sich gehandelt haben könne. Womöglich ein Partyzelt, dass der Sturm vor sich hergetrieben hatte?

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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8 Kommentare

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  1. Wenn es so ist, wie es K.Bopp erläutert, dann hat „ka“ absolut Recht.. Macht Euren Job – richtig! Es geht nicht um die Helfer, die stundenlang durch den Wald laufen oder die Suche unterstützen. Es geht um die die Vollpfosten, die die Suche geplant und geleitet haben. Nach solchen präzisen Angaben so etwas von schlecht ein Suchgebiet einzugrenzen?! Unglaublich. Andere würden für solch schlechte Arbeit vor Gericht gezerrt. Auch wenn, hoffen wir, niemand verletzt oder getötet wurde, hätte es aber durchaus sein können.

  2. Hiermit gebe ich mich als Notanrufer bekannt und bestätige nochmals, dass es sich um einen Gleitschirmflieger gehandelt hat und versichere, dass ich sehr gut einen Gleitschirmflieger von einem Partyzelt, fliegendem Auto, oder fliegender Kuh unterscheiden kann.
    Auch teilte ich der Feuerwehr mit, das dieser Gleitschirmflieger Richtung Immekeppel, also in östlicher Richtung flog. Von südlich der Meisheide, oder von Overrath war niemals die Rede. Diesem Gleitschirmflieger konnte ich ca. 2min. verfolgen, wobei er stabil geradeaus flog. Erst als er in Turbolenzen kam, wahrscheinlich durch Aufwinde, wurde er nach oben gezogen wobei er sich 3-4 mal Überschlug, dann klappte der Fallschirm zusammen und er stürzte ab.
    Gestern war ich nochmals bei der Polizei in Bergisch Gladbach, wobei ich die Flugrichtung des Gleitschirmfliegers auf einer Landkarte eingezeichnet hatte und auch das vermutliche Absturzgebiet wurde eingezeichnet. Dieses Absturzgebiet befindet sich jedoch leider aus dem abgesuchtem Gebiet.

  3. Hallo Ka,

    Ich finde es wirklich klasse, wie du einfach über die arbeit anderer Bestimmst.Von 21 Uhr bis 12 Uhr hat sich Feuerwehr Polizei Rettungsdienst THW usw. damit beschäftigt eine Person zu finden. Also mehr als 15 Stunden lang. Ich selbst war heute bei Temperaturen über 30 Grad durch die nur sehr sehr schwer begehbaren Wälder gelaufen um diese Person zu finden. Ich alleine war 7 Stunden im Einsatz gewesen. Nur eine Person konnte angeben, einen Absturz oder etwas ähnliches gesehen zu haben. 2 weitere gaben an, dass ab und zu ein Paraglider in dieser Region zu sehen ist. Auswertungen des Luftradar und ähnlichen ergab keine Ergebnisse. Man weiß nicht was gesehen wurde, ob wirklich jemand abgestürzt ist oder ähnliches aber eins ist zu 1000% sicher. Es liegt oder hängt keine Verletzte Person auf den Wiesen oder Wäldern des Gebietes. Es wird keine Person vermisst. Es ist aber immer wieder schön zu beobachten, wie so viele unterschiedliche Hilfsorganisationen im Ernstfall Hand in Hand zusammenarbeiten.

  4. Sehr geehrter ka, vielleicht lesen Sie den Text noch einmal. Es wird niemand vermisst, es gibt keinerlei Vermisstenanzeige – sondern nur Beobachtungen von Anwohnern, die etwas durch die Luft haben fliegen sehen, im Sturm. Das war Grund genug für mehr als 100 Feuerwehrleute und Polizisten, mehr als 12 Stunden lang die Gegend zu durchkämmen, mit Hunden und Hubschaubern. Damit haben sie alles getan, um auszuschließen, dass dort tatsächlich jemand Hilfe benötigt.

  5. Das gibs nicht eine menschenseele ist da draußen und was tut ihr die suche abbrechen. Von wegen patryzelt wo ist es denn zeigt es uns. Es ist so arm ein mensch wird vermisst. Verdammt nochmal macht euren job oder lasst es ganz bleiben. Freund und helfer wo denn wenn so wäre hättet ihr den doch schon längst gefunden.