Wolfgang Bosbach, Roman Salyutov und Lutz Urbach mit dem Erkennungszeichen der Festwoche, die Skulptur von Georg Becker „Langsam wächst zusammen, was zusammengehört”

„Alle Menschen werden Brüder“ – die Kernaussage von Beethovens Neunter Sinfonie ist das Motto der geplanten Festwoche zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung in Bergisch Gladbach. Entsprechend bildet die Aufführung dieses epochalen Musikwerkes den Kern der Veranstaltungsreihe. Die unterschiedlichsten Akteure in der Stadt haben sich zusammengetan, um vom 23. September bis zum 4. Oktober 2015 ein attraktives Programm zum Anlass des bedeutenden Jubiläums zu bieten.

Initiator der Festwoche ist Dr. Roman Salyutov, Pianist und künstlerischer Leiter des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach. Er studiert zur Zeit mit seinen Musikern die Beethoven-Sinfonie ein. „Etwa ein Jahr lang werden wir geprobt haben, wenn das Werk am 4. Oktober im Bergischen Löwen aufgeführt wird“, beschreibt Salyutov den hohen Aufwand.

Für Bürgermeister Lutz Urbach ist die Realisierung dieses Projektes ein unüberhörbares Zeichen für die kontinuierliche Steigerung der Qualität in der Bergisch Gladbacher Kulturszene:

Vor einigen Jahren wäre eine solche Veranstaltung mit musikalischen Kräften aus unserer Stadt überhaupt nicht möglich gewesen. Roman Salyutov hat sich mit hohem Engagement für die Fortentwicklung seines Orchesters eingesetzt. Davor und vor der Leistung der Musiker, die wir im Oktober zu Gehör bekommen werden, ziehe ich den Hut. Zumal hier kein Funkhaus und keine Philharmonie dahinter steht, sondern alles aus der Leidenschaft für die Musik erwächst.“

Aus einem Kammerorchester wird ein Sinfonieorchester

Vor etwa zwei Jahren übernahm Roman Salyutov den Taktstock des damaligen Kammerorchesters Bergisch Gladbach, und seitdem ist die Anzahl der Aktiven von etwa 30 auf 50 Personen angewachsen. Damit  hat auch die Professionalität deutlich zugenommen. „Das war für uns ganz aktuell Grund und Anlass, die Namensänderung von Kammer- zu Sinfonieorchester vorzunehmen – und eben auch Projekte wie Beethovens Neunte anzugehen“, so Salyutov.

Mehr Informationen: Website des Sinfonieorchesters BGL

Das Sinfonieorchester Bergisch Gladbach ist mittlerweile in der ganzen Region gefragt und hat regelmäßig Auftritte in den Hallen des Rheinlandes, in Monheim, Langenfeld oder Köln.

Der Rheinisch-Bergische Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach ist Schirmherr der Konzertveranstaltung: „Für ein solches Highlight unter den Veranstaltungen in Bergisch Gladbach rühre ich gern die Werbetrommel. Sinfonie und Anlass passen hervorragend zueinander, und ich bin sicher, dass Roman Salyutov mit seinem Orchester uns einen absolut hochwertigen Kunstgenuss beschert. Ich wünsche mir, dass dies so viele Zuhörer miterleben, wie in den Saal des Bergischen Löwen hineinpassen – dafür lohnt es sich auch, aus der Region den Weg in unsere Stadt anzutreten.“

Tickets zu 15  bis 25 Euro (erm. 8 Euro) für das Konzert im Bürgerhaus Bergischer Löwe gibt es bereits jetzt an der Theaterkasse, Tel. 02202 38999, und an den Verkaufsstellen von Köln Ticket. Ohne externe Finanzierung ist ein solches Projekt schwer realisierbar: Der Refrather Zweigstellenleiter der BB Bank, René Rücker, hat die großzügige Unterstützung des Projektes zugesagt.

Noch mehr Musik zur Deutschen Einheit

Die Neunte als Krönung des Orchester-Schaffens – dieses Konzert wird nicht das einzige bleiben, das rund um den 25. Geburtstag des neuen Deutschland in Bergisch Gladbach aufgeführt wird. Bereits zur musikalischen Eröffnung der Festwoche am Freitag, dem 25. September  steht ein Kammerkonzert im Kunstmuseum Villa Zanders auf dem Programm. Violine, Cello und Klavier  – auch hier sitzt Roman Salyutov am Flügel – führen Werke von Bruch, Mendelssohn und Brahms auf. Auch für diese hochklassige Veranstaltung können bereits Tickets über die Max-Bruch-Musikschule reserviert werden: Tel. 02202 250370.

Am Donnerstag, dem 1.10. finden im Bensberger Ratssaal „Deutsche Begegnungen ohne Grenzen“ statt. Veranstalter ist der Verein zur Förderung von künstlerischen Veranstaltungen in Burgen und Schlössern.  Im Mittelpunkt der künstlerischen Darbietung steht hier Pianistin Carmen Daniela. Die Zuhörer können sich auf Musikwerke von Clara Wieck-Schumann, Robert Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy freuen, außerdem auf Textrezitationen u.a. von Johann Wolfgang von Goethe. Fotografien von Heinrich Mehring runden die Veranstaltung ab; der Eintritt ist frei.

Literatur, Kino, Fotografie und internationale Begegnungen

Nicht nur musikalische Akzente wird die Festwoche setzen:  Eine ganze Reihe unterschiedlicher Veranstaltungsgenres will Zuschauer und Zuhörer in die Säle locken. So plant die Goethe-Gesellschaft Vortragsveranstaltung und Ausstellung; die Ideen sind noch nicht abgeschlossen. Fest steht bereits am Dienstag, dem 29. September mit „So war’s in der DDR“ ein Lichtbildvortrag von Gert Koshofer, der mehr als 20 Jahre lang regelmäßig die DDR bereiste und tausende von Dias mitbrachte.

Am 30. September liest Roswitha Haring aus Stephan Hermlins „Abendlicht“ in der Stadtbücherei.

Am Freitag, dem 2. Oktober zeigen FRANZZ und Bergischer Löwe im Kultkino den Dokumentarfilm „Wolfgang Vogel – der DDR-Anwalt mit dem goldenen Mercedes“ von Nina Koshofer; als Zeitzeugin ist Heidrun Breuer eingeladen, die 1985 als Stasi-Inhaftierte freigekauft wurde und heute in Bergisch Gladbach lebt.

Am Tag der Einheit selbst steht dann wieder das Motto „Alle Menschen werden Brüder“ ganz im Vordergrund: beim Einheitsfest im Bensberger Ratssaal, der gemeinsam von „Klänge der Stadt“ mit Integrationsrat und verschiedenen Flüchtlingsgruppen organisiert wird. Mit einigen musikalischen und kulinarischen Überraschungen! Roman Salyutov und Ferdinand Linzenich sind als Ausführende auf der Bühne, außerdem wird ein Chor das Publikum zum Singen anspornen und das passende „Einheitsgefühl“ erzeugen.

Auch vor Ort in Ostdeutschland kann man auf den Spuren der Wiedervereinigung wandeln: Die Volkshochschule Bergisch Gladbach bietet vom 10. bis 13. September 2015 eine Studienreise zum Thema „Leipzig nach der Wende“ an. Kosten: 569 Euro, Anmeldung bis 10. Juli 2015 bei der VHS. Nähere Auskünfte gibt VHS-Leiterin Dr. Birgitt Killersreiter, Tel. 02202 142261.

Pressestelle Stadt BGL

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