Das ehemalige Geschäft von Niedenhoff am Markt, Bergisch Gladbach

Das ehemalige Geschäft von Niedenhoff am Markt

Die spanische Bank Santander gehört in Deutschland zu den eher unbekannten Finanzinstituten. Zu Unrecht, denn sie ist am Börsenwert gemessen die zweitgrößte Bank Europas, sie gilt als eine der profitabelsten  der Welt. Immer stärker drängt sie auf den deutschen Markt, wo sie nach der Zahl der Kunden bereits an Platz fünf liegt und vor allem auf der Pirsch nach vermögenden Privatkunden ist.

Der nächste Expansionsschritt ist Bergisch Gladbach.

Santander hat bei Unternehmer und Immobilien-Investor Willibert Krüger ein Ladenlokal in bester Lage angemietet, das ehemalige Schreibwarenfachgeschäft Niedenhoff am der Ecke Konrad-Adenauer-Platz / Paffrather Straße, genau gegenüber dem Rathaus.

Kein Café, kein Starbucks, wie zunächst spekuliert, zieht hier ein, sondern eine Santander-Filiale. Das bestätigte jetzt ein Sprecher der deutschen Santander-Zentrale in Mönchengladbach. Die Eröffnung sei erst im 4. Quartal geplant; aber angesichts der großen Umbaufortschritte spricht einiges für einen vorfristigen Start. Am Dienstag wurde bereits mit einem eigens aufgebautem Kran ein Tresor in die Baustelle gehoben.

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Dabei gibt es in Bergisch Gladbach neben den Platzhirschen Kreissparkasse Köln, Bensberger Bank und VR Bank Bergisch Gladbach längst auch Filialen der Deutscher Bank, Postbank, Hypo-Vereinsbank, der Targobank und der Sparda West.

Bank Santander Select Hamburg Poppenbüttel, Unternehmensfoto

Bank Santander Select Hamburg Poppenbüttel, Unternehmensfoto

Allerdings will Santander hier nach einem ersten Testlauf in Hamburg-Poppenbüttel ein spezielles Bank-Konzept erproben: Santander-Select richte sich an reiche Kunden: „Zielgruppe sind in erster Linie neue und bestehende Privatkunden unterhalb des Private Banking Segments, denen wir im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung personalisierte Premium-Banking-Lösungen anbieten”, erläutert der Santander-Sprecher. Und das soll sich im Gegensatz zum Massenmarkt im Offline-Bereich, in der realen Welt der Bankfilialen mit dicken Teppichen und teuren Möbeln abspielen.

Wie das aussieht, lässt sich in der ersten Filiale diesen Typs in Poppenbüttel beobachten. Ein Café-Bar gibt es dort übrigens auch, der Kaffee ist im Gegensatz zu Starbucks sogar kostenlos. Nur nicht für jeden zugänglich.

Das ehemalige Geschäft von Niedenhoff am Markt, Bergisch Gladbach

Hier soll schon bald die neue Filiale von Santander Select Bergisch Gladbach einziehen

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Ein dreifaches Hoch auf die Santander-Bank! Das hat man wirklich selten, dass die Manager einer Bank auf wesentliche Teile ihrer Provision verzichten, bravo!!! Ehm, oder wie sonst werden die dicken Teppiche und teuren Möbel in den neuen Filialen bezahlt? „Je reicher die Privatkunden, desto dicker die Teppiche“ ist doch ein toller Slogan, oder wie sehen das andere Menschen, die für ihr Geld arbeiten?