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Annette Glamann, Ratsmitglied der FDP

Annette Glamann, Ratsmitglied der FDP

Die Johannes-Gutenberg-Realschule (JGR) in Bensberg brauchte einen neuen Schulleiter – eine Veränderung, die die Schüler, Eltern und Lehrer natürlich sehr bewegte. Einfluss auf die Entscheidung, wie diese Schlüsselposition zu besetzen ist, hatten sie jedoch nicht.

Dass die wirklich Betroffenen nicht noch mehr ins Abseits gedrängt werden, wie es das neue Schuländerungsgesetz für NRW vorsieht, dafür macht sich nun die FDP-Fraktion im Landtag stark. Gerade die engagierten Eltern in BGL wird das interessieren. [Tweet “FDP gegen weitere Entmündigung der Schulkonferenzen”]

Dass bei Neubesetzungen der Schulleiterstellen die Eltern, Schüler und Lehrer nicht wirklich gefragt werden, das war in den vergangenen Jahren nicht anders, so sehr sich die Betroffenen auch für ihre Favoriten stark gemacht haben. Auch für das JGR wurde die Entscheidung seitens der Bezirksregierung im Alleingang getroffen – ohne Zustimmung des Schulausschusses. Von selbstbestimmter Schule – wie die FDP sie fordert – kann keine Rede sein!

Rechtlich ist die Bezirksregierung auf der sicheren Seite – und obendrein stellvertretend für die Landesregierung in der Pflicht, eine verbeamtete Schulleiterin zu „versorgen“ – deren gutes Recht. – Wobei man sich fragen kann, warum ein solcher Entscheidungsprozess 2 Jahre dauern muss … eine Hängepartie für alle Beteiligten.

FDP-Stadträtin Annette Glamann findet den Vorgang sehr bedauerlich: Jedem müsse klar sein, dass eine Schulleiterin die Akzeptanz des Lehrerkollegiums und auch die der Eltern und der Schüler für einen produktiven Neustart braucht, um die Schule nach vorne zu bringen. Die Freiräume, all das zu entfalten, lässt das Schulrecht in NRW leider nicht zu, schon gar nicht in seiner neuen Form.

All das ist jedoch nicht der Verantwortungsbereich für Kommunalpolitik. Daher ist unsere Fraktion im Landtag tätig geworden: Mit einem Entschließungsantrag zum 12. Schulrechtsänderungsgesetz versucht man sich im Sinne der Betroffenen gegen ein solches „Durchregieren“ zur Wehr zu setzen.

Die FDP-Initiative beinhaltet u.a. die Forderung, die Freiräume der Schulaufsichtsbehörde auf die Besetzung von Schulleiterstellen nicht noch weiter auszuweiten und die Schulkonferenzen dabei gleichzeitig völlig außen vor zu lassen.

Für uns ist das ein inakzeptables Beiseiteschieben der unmittelbar Betroffenen (Eltern, Schüler und Lehrer). Die neuen Regelungen dienen nicht dem Schulfrieden und heizen den Unmut über „die Politik“ weiter an. „Gerade eine engagierten Elternschaft wie die in Bergisch Gladbach wird durch die geplanten Entmündigungen in die Statistenrolle gedrängt“, so die Stadträtin Annette Glamann. Ihr ist es ein Anliegen, den Eltern diese Entwicklung zumindest nicht vorzuenthalten. Auch wenn das im Falle des JGR nichts ändert.

FDP

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Dorothee Wasmuth. Mail: dorothee.wasmuth@fdp-bergischgladbach.de

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