Landrat Hermann-Josef Tebroke. Foto: W. Schmitz-Dietsch

Nach dem Oberbergischen Kreis ist jetzt auch der Rheinisch-Bergische Kreis gefordert. Regierungspräsidentin Gisela Walsken hat Landrat Hermann-Josef Tebroke um Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen gebeten. In den nächsten Tagen soll der Kreis im Wege der Erstaufnahme von Flüchtlingen Notunterkunftsplätze für 500 Personen herrichten. Aus Wermelskirchen liegt bereits ein erstes Angebot vor.

Ein von Tebroke eingerichteter Einsatzstab hat die Arbeit aufgenommen. Leiter des Stabes ist Kreisdirektor Erik Werdel. „Wir haben heute Morgen mit allen Bürgermeistern gesprochen und diese um Ihre Unterstützung gebeten,“ sagt Werdel.

Konkret sieht die Verfügung der Bezirksregierung vor, dass bis heute Abend um 20 Uhr Unterbringungsmöglichkeiten für 150 Personen geschaffen werden müssen. Bis morgen Abend gleiche Zeit noch einmal für 150 weitere Personen. In den nächsten Tagen werden weitere 200 Plätze erbeten.

Wermelskirchen öffnet Mehrzweckhalle für Flüchtlinge

Der Kreis steht derzeit in engem Kontakt mit den kreisangehörigen Kommunen, um diese Herausforderung zu meistern. Die Stadt Wermelskirchen hat sich spontan bereit erklärt, heute für die ersten 150 Flüchtlinge Unterbringungsmöglichkeiten in einer Mehrzweckhalle zur Verfügung zu stellen:

Die Vorbereitungen für die nächsten Tage laufen nach Angaben der Kreisverwaltung. Derzeit werden weitere Unterbringungsmöglichkeiten überprüft. Doch wo die nächsten eintreffenden Flüchtlinge untergebracht werden, steht noch nicht genau fest.

Am Freitag ist Overath dran – Mehrzweckhalle Untereschbach

Die zweite Runde mit ebenfalls 150 Menschen geht an Overath. 70 davon kommen am Freitag in die Mehrzweckhalle in Untereschbach, berichtete die dortige Stadtverwaltung.

Hintergrund ist, dass aktuell durch die hohe Anzahl täglich neu ankommender Flüchtlinge im Land Nordrhein-Westfalen die Unterbringungseinrichtungen des Landes vollständig belegt sind und die Prognosen für die nächsten Tage keine Entspannung der Situation erwarten lassen.

Notunterkünfte verhindern Obdachlosigkeit

Um eine Obdachlosigkeit von Flüchtlingen zu verhindern, sei es jetzt notwendig, sofort neue Notunterkünfte zu schaffen, erklärt die Kreisverwaltung. Das Land Nordrhein-Westfalen sieht sich daher gezwungen, auf die Mithilfe der Kreise und Kommunen zurückzugreifen. Daher wurde jetzt auch der Rheinisch-Bergische Kreis im Wege der Amtshilfe durch die Bezirksregierung herangezogen. Die hierfür entstehenden Kosten werden vom Land erstattet.

DRK bereitet sich auf weiteren Einsatz vor

Die ehrenamtlichen Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. haben sich schon am Morgen auf die Ankunft weiterer Flüchtlinge im Kreisgebiet eingestellt. Sie luden im Katastrophenschutzzentrum an der Jakobstraße Material auf die Fahrzeuge, um dem Rheinisch-Bergischen Kreis sowie die Kommunen bei der Aufnahme der Flüchtlinge unterstützen zu können.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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