Seit Kurzem haben die Menschen in der städtischen Flüchtlingsunterkunft in der Jakobstraße in Bergisch Gladbach per Wlan kostenfreien Zugang ins Internet. Möglich wurde dies, weil der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. seine Internetleitung aus dem Katastrophenschutz-Zentrum, das sich ebenfalls in der Jakobstraße befindet, zur Verfügung stellt. Um die Umsetzung des Projekts kümmern sich die Freifunker aus Bergisch Gladbach.

„Freifunk bietet eine sichere Methode, um nicht genutzte Internet-Kapazitäten eines regulären Anschlusses zu spenden“, erklärt Hans-Wilhelm Trepper, IT-Experte des DRK-Kreisverbands. „Gleichzeitig ist Mobilfunk für viele Flüchtlinge oft der einzige Weg, um mit Familienangehörigen in Kontakt zu bleiben. In der Jakobstraße haben wir deshalb einen eigenen Router eingerichtet, der Internet unabhängig vom DRK-Firmennetzwerk zur Verfügung stellt. Ein zweiter Router strahlt nun in Richtung Flüchtlingsunterkunft.“

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Stadtverwaltung will die größeren Unterkünfte versorgen

Um alle größeren Unterkünfte mit freiem WLAN zu versorgen, befindet sich die Stadt nicht nur im Gespräch mit den Freifunkern, sondern auch mit großen kommerziellen Anbietern. Stadt und Freifunker haben sich deshalb darauf verständigt, dass sich die Freifunker zunächst um die kleineren Unterkünfte kümmern und die Stadt nach Lösungen für die größeren Unterkünfte sucht.

Dennoch schadet es nicht, wenn sich an großen Unterkünften zwei Netze ergänzen, da dort der Bedarf an Bandbreite höher ist. „Dafür ist das DRK in den von ihm betriebenen Einrichtungen auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Anwohner im Umkreis von 200 bis 300 Meter können ihre Internetkapazität an Freifunk spenden“, sagt Hans-Wilhem Trepper. Dies betrifft die Flüchtlingsunterkünfte in Bergisch Gladbach (Feldstraße, Katterbach, Sand und Refrath), Rösrath (Venauen, Schulzentrum) und Kürten-Biesfeld.

Grundsätzliches zu Freifunk: risikolos für den Geber

Bei Freifunk werden von einem bestehenden Internetanschluss ausschließlich überschüssige Kapazitäten abgezogen. Für den Geber ist dies risikolos. Sein WLAN-Bedarf hat Vorrang; weder haftet er für die Nutzer seiner freien Internet-Kapazitäten, noch haben diese Zugriff auf seine Daten.

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Schon ein Anschluss kann Hunderte Telefongespräche ermöglichen, ohne dass dem Geber zusätzliche Kosten entstehen. Um Bereitstellung und Installierung der Geräte im Rahmen der Flüchtlingshilfe kümmern sich die Freifunker aus Bergisch Gladbach.

Wer Freifunk in den genannten Flüchtlingsunterkünften unterstützen möchte, wendet sich bitte direkt an Hans-Wilhem Trepper: it@pflegedienste-rsb.drk.de

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