Das Café Centrale über dem Reisebüro Hebbel an der Buchmühlenstraße

Das Café Centrale über dem Reisebüro Hebbel an der Buchmühlenstraße

Das Café Centrale mit seinen markanten Fensterflächen im 1. Stock an der Buchmühlenstraße gehörte zu den Fixpunkten des Laurentiusviertels an der oberen Hauptstraße. Doch damit ist Schluss, zum Jahreswechsel hat Inhaber Tim Hoepner die Tore geschlossen und sich mit einem handschriftlichen Aushang von seinen Stammkunden verabschiedet.

Hoepner bestätigt die Geschäftsaufgabe will sich aber zu den Gründen nicht öffentlich äußern.

Centrale Abschied 600

Dafür muss man allerdings nicht lange suchen. Seit Monaten ist die Buchmühlenstraße für die Durchfahrt gesperrt, die Großbaustelle der Belkaw an der Einmündung zur Hauptstraße kommt nur langsam voran, die Parkpalette als Ersatz für die Buchmühlenparkplätze wird nicht angenommen und die Megabaustelle an der Schnabelsmühle trocknet die gesamte östliche Innenstadt ein Stück weit aus.

Hier will die Belkaw spätestens Ende Januar fertig sein - und Platz für die richtig große Baustelle machen

Hier will die Belkaw spätestens Ende Januar fertig sein – und Platz für die richtig große Baustelle machen

Und dabei ist das erst der Anfang. In zehn Tagen sollen die Arbeiten im Buchmühlenparkplatz richtig beginnen, dann fallen dort auch die restlichen Parkplätze weg. In der Gasse hinter dem Centrale-Gebäude wird dann ein Regenwasserkanal gebaut – dabei liegt genau hier der Eingang zum Café.

Noch im Frühjahr hatte Hoepner bei einer Vorstellung des Viertels an der oberen Hauptstraße im KSTA/BLZ auf Zweckoptimismus gemacht. Damals, so der Bericht, habe im Laurentiusviertel gute Stimmung geherrscht, nur ein Ladengeschäft habe leer gestanden.

In Wahrheit gab es auch damals schon mehr Leerstände, das große Bürowarengeschäft an der Buchmühlenstraße steht seit mehr als einem Jahr leer, ein kleineres Ladenlokal hat der Strundeverband mit seinem Baustellenbüro belegt.

Mit dem Verlust des Cafés Centrale stirbt die Ecke zwischen VHS und Forumpark mitten im alten Stadtkern ein Stückchen weiter aus. Und auch auf der oberen Hauptstraße häufen sich die leeren Schaufenster, vom ehemaligen Sonnenstudio in der Fußgängerzone bis zum Druckershop gegenüber vom Waatsack.

Leerstand bei den Geschäften - und ein freier Sitzplatz mitten in der Fußgängerzone

Leerstand bei den Geschäften – und ein freier Sitzplatz mitten in der Fußgängerzone

Ende des Jahres, so die offiziellen Aussagen, sollen hier die Hauptarbeiten im Rahmen des Mega-Projektes Strunde hoch vier und auch der Kreisverkehr an der Schnabelsmühle fertig gestellt sein. Aber selbst wenn die Termine eingehalten werden ist es bis dahin noch eine lange Durststrecke.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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4 Kommentare

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  1. Wir sind immer gerne dort gewesen – Herr Hoepner war immer sehr, sehr freundlich und bemüht mit seinen Gästen ins Gespräch zu kommen. Die letzten beiden Male wurden wir jedoch sehr unfreundlich von einem Angestellten bedient. Das fiel nicht nur uns negativ auf, auch die Gäste am Nebentisch waren sehr verärgert über den Ton und das Verhalten des Mitarbeiters. Das ist vielleicht bei einem nicht soo gut laufenden Geschäft auch nicht unbedingt förderlich gewesen.

  2. Sorry, wir waren letztens dort noch Essen. Der Laden war sehr gut gefüllt an einem normalen Tag abends in der Woche. Vom gebotenen Essen waren wir aber total enttäuscht.

  3. Wenn der Besitzer sich nicht über die Gründe für die Schließung äußert finde ich es gewagt in dem Artikel einfach mal zu schließen dass die Baustelle schuld ist. Sie hat möglicherweise einen Beitrag geleistet aber schon lange vor der Baustelle fand ich war dort nicht so viel los. Zumindest nicht so viel wie es früher einmal war.