Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Sehr geehrter Herr Bürgermeister Urbach,

    ich beziehe mich auf Ihr Schreiben, in dem Sie die zunächst vorgesehene Informations-veranstaltung zum geplanten “Flüchtlingscontainerdorf” für 500 Personen in Bensberg Lückerath sehr kurzfristig absagten. Und zwar wegen “Verzögerungen in den Verhandlungen zum Pachtvertrag”. Durchdacht klingt anders !

    Für mich ist dieser Schildbürgerstreich ohnehin nicht mehr als ein weiteres Beispiel für die Planlosigkeit, den übereifrigen Aktionismus und letztlich auch Widersprüche in der Politik.

    Sie schreiben zum Beispiel “… für sinnvoll und richtig, die Anwohner so früh wie möglich per Hauswurfsendung zu unterrichten.” Aha, aber offensichtlich, wie Sie selbst schreiben, erst nachdem auf dem Gelände bereits erste Vermessungsarbeiten stattgefunden hatten. Ganz offensichtlich hätte also die Bevölkerung auch schon vor der überraschenden Postwurfsendung vom 11/12/2015 über das geplante Flüchtlingsghetto unterrichtet werden können.

    Nein, ich bin nicht grundsätzlich gegen Flüchtlinge in meiner Nachbarschaft. Meine Kritik richtet sich ausschliesslich gegen die grosse Zahl von 500 Personen, wie üblich 80% davon, 400, Männer. Gegen eine so grosse Zahl von Menschen aus einem anderen Kulturkreis, einer anderen Religion zugehörig, die so schnell in einem gewachsenen Wohngebiet zusammengepfercht werden sollen. Wenn es “nur” 200 wären, und die Petition dafür habe ich unterschrieben, sähe ich tatsächlich eine Chance zur gegenseitigen “Bereicherung”, aber bei 500 Personen fehlt mir jedes Verständnis. Eine Illusion.

    Ich habe vor einem Jahr ein Haus in Lückerath gekauft und bin ein halbes Jahr später mit meiner Familie dorthin gezogen. Ein ganz wesentliches Argument für uns war dabei die Infrastruktur, wobei sich das bestehende öffentliche Nahverkehrsnetz natürlich ganz wesentlich auf den Hauspreis ausgewirkt hat. Nur, glauben Sie wirklich, ich lasse meine Töchter nach der Silvesternacht in Köln jetzt noch unbesorgt zur Bushaltestelle gegenüber 400 überwiegend junger muslimischer Männer ? Und welche Stelle ersetzt mir den Wertverlust meines Hauses ? Meine Wohngebäudeversicherung ersetzte leider nur einen “Schäubleschen Lawinenschaden”.

    Nicht, dass ich eine Antwort von Ihnen erwarte. Sie würden ohnehin nur aus politisch korrekten, abgedroschenen Phrasen bestehen. Von wegen Deutsch sprechende Syrische Ingenieurs- und Ärztefamilien, die schon nach wenigen Tagen freie Arbeitsplätze finden und mittelfristig meine Rente sichern. Und es bliebe definitiv bei maximal 500 Personen und nach ein paar Jahren würde das Dorf ohnehin wieder aufgelöst usw. blablabla. Als Politiker werden Sie zwar für diese Worte bezahlt, für mich haben sie aber jede Glaubwürdigkeit verloren. Ohne diese in irgendeiner Art mit einzubeziehen, geben Sie einfach nur den Druck seitens des Landes und des Bundes ungefragt weiter an die Bürger. Demokratie stelle ich mir anders vor.

    Wie auch immer, offenbar bleibt mir nur die nächste Wahl, um meinen Worten auch Taten folgen zu lassen.

    Trotzdem mit freundlichen Grüßen
    Dr. Klaus Nolte