Jedes dritte der 539.150 Kinder in den nordrhein-westfälischen Kindertagesbetreuungen hat mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Bei annähernd jedem vierten Kind wird zu Hause überwiegend nicht deutsch gesprochen. Das teilt das statistische Landesamt jetzt mit. Stichdatum der Erhebung ist der März 2015.

In einzelnen Städten liegt der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund weit über dem Landesdurchschnitt. So hat in Hamm und in Gelsenkirchen jedes zweite Kind ausländische Wurzeln. In Gelsenkirchen und Duisburg wird bei 39 Prozent der Kinder unter sechs zu Hause überwiegend nicht deutsch gesprochen.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist der Anteil ausländischer Kinder in der Tagesbetreuung deutlich geringer. Hier stammen 24,8 Prozent der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund (NRW: 32,9), in 15,5 Prozent der Familien wird zu Hause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch gesprochen (NRW: 23,4). Beide Zahlen haben sich zwischen 2013 und 2015 kaum verändert.

Diese Zahlen betreffen nur Kinder unter sechs Jahren, die eine Tagesbetreuung besuchen. In der Gesamtbevölkerung kann ihr Anteil höher sein, weil ausländische Familien ihre Kinder unter Umständen häufiger zuhause betreuen.

Das gesamte Zahlenmaterial finden Sie hier (pdf)

Datix

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