Foto: Archivbild Konrad-Adenauer-Platz

Die Zahl der Einsätze der Polizei RheinBerg ist von Weiberfastnacht bis Dienstagfrüh gegenüber dem Vorjahr um fast 20 Prozent von 646 auf  766 angestiegen.

Die Zahl der Platzverweise im Kreis sprang sogar um mehr als 130 Prozent von 79 auf 186. Und mit 26 Personen wurden auch fast doppelt so viele in Gewahrsam genommen wie 2015  (14).

Die Zahl der Anzeigen wegen Körperverletzung (einschließlich Widerstandshandlungen gegen
Polizeibeamte), Raub und Sachbeschädigungen stieg von 41 auf 49 relativ moderat.

Diese Zahlen nannte die Polizei am Dienstag in einer vorläufigen Bilanz der jecken Tage im gesamten Kreisgebiet. Und trotz der massiven Anstiege ist die Polizei mit dem Verlauf der Karnevalstage sehr zufrieden: die Bilanz falle „insgesamt positiv” aus. Die deutlich sichtbare Präsenz sei in der Bevölkerung „sehr wohlwollend” zur Kenntnis genommen worden.

Denn die hohen Fallzahlen bedeuten nicht, dass die Jecken krimineller waren. Es waren einfach mehr Polizisten im Dienst, und diese hatten die Anweisung, „niedrigschwellig einzuschreiten”. Das hat gewirkt: den hohen Fallzahlen stehen nur relativ wenig schwere Delikte entgegen.

Jugendliche leisten Widerstand gegen Polizisten

Die gravierendsten Fälle waren Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte, die insgesamt zu fünf Anzeigen (2015: 0) führten. Beim Zug in Voiswinkel war ein 16-Jähriger in den Rücken eines Polizisten gesprungen, beim Zug in Kürten gab es einen Fauststoß eines 14-Jährigen. In den drei übrigen Fällen sträubten sich junge Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren gegen Kontrollen, dabei wurde jedoch kein Beamter verletzt.

Sexualstraftaten hat die Polizei bislang überhaupt nicht registriert. Und auch keine Fälle, bei denen Menschen aus den Flüchtlingsunterkünften beteiligt waren.

Rückgang der Körperverletzungen in Bergisch Gladbach

Bei der Entwicklung der schweren Fälle gab es deutliche regionale Unterschiede: Die Anzeigen wegen Körperverletzungen sanken in Bergisch Gladbach von 20 auf 18, im Raum Wermelskirchen, Leichlingen, Burscheid und Kürten kletterten sie von 15 auf 19, in Overath und Rösrath verdoppelten sie sich auf zwölf Anzeigen.

Am Rande des Gladbacher Zuges musste die Polizei auch nur vier Platzverweise aussprechen und zwei Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes aufschreiben. (Die Details)

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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