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...ist freier Journalist, Medienmensch mit Berufserfahrung (u.a. phoenix/WDR/ZDF), Orientalist und Kaffeeliebhaber. Er ist verwurzelt in Bergisch Gladbach, aber leidenschaftlich verliebt in seine Wahlheimat Bonn.

6 Kommentare zu “Illegaler Mauerbau in Beit Jala wird fortgesetzt”

  1. Einige Antworten an Heinz Haun:

    1. “Wenn die Trennanlage dem Schutz des Staates Israel und seiner Bürger dienen soll: Warum baute und baut man sie nicht auf der völkerrechtlich definierten Grenze, der sog. Green Line, die Israel seit 1967 vom Westjordanland trennt…”

    Ob die Trennanlage zum Schutz des Staates Israel und seiner Bürger da ist oder nicht, müsste doch daran gemessen werden, ob und ggf. wie stark der Rückgang der Selbstmordanschläge in Israel ausgefallen ist und nicht wo genau sie verläuft, meinen Sie nicht?

    Warum sollten die Israelis bei dem Mauerbau besonders auf Befindlichkeiten der Menschen achten, von denen sie gehasst werden und vor denen sie sich schützen wollen? Falls es noch nicht klar geworden ist – dort drüben ist Krieg. Und bevor die Mauer stand, haben hasserfüllte, fanatisierte Selbstmordattentärer, die sich aus genau jenen palästinensischen Bauern rekrutiert haben, in Israel Blutbäder angerichtet. Warum wird zwischen einem islamistischen Selbstmordattentäter in Israel und einem in z.B. Brüssel unterschieden? Das ist europäische Heuchelei.

    Übrigens verläuft auch in Bagdad eine Trennmauer zwischen den schiitischen und den sunnitischen Vierteln. Ob es wirklich an den israelischen Juden liegt, dass die Mauer in Israel notwendig geworden ist?

    2. Meiner Meinung nach der wichtigste Punkt bei dieser Debatte – Sie reden von einer sog. “green line” von 1967.
    Wissen Sie eigentlich wie sie entstanden ist? Ägypten, Jordanien und Syrien haben Israel angegriffen (und das nicht zum 1. Mal) und diese Gebiete im Krieg verloren. Warum erwarten deutsche Intellektuelle von Israel, wie selbstverständlich, dass
    es im (Verteidigungs- !!)Krieg mit Blut eroberte Gebiete abgibt? Wofür? Sind etwa die Ursachen, die damals die Araber dazu bewegt haben Israel anzugreifen plötzlich weggefallen? Erwarten Sie auch von Russland die Rückgabe von Königsberg oder von Polen die von Ostpreußen? Natürlich nicht. Was soll in Israel anders sein?

    3. “Woher stammt die Aussage, dass “die Palästinenser ihre Kinder in Hass großziehen”? Und selbst wenn es so wäre: Könnte man Hass nicht als eine nachvollziehbare menschliche Reaktion auf Entrechtung nachvollziehen?”

    Mit dieser Frage offenbaren Sie, dass Sie sich entweder kaum mit dem Thema Nahostkonflikt beschäftigen
    oder dass Sie diese Tatsache bewusst oder unbewusst übersehen. Dazu rate ich Ihnen als Erstes nach palästinensischen
    Kindersendungen bei Memri suchen. Hier ist ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=57Q8K5TmivM

    Und nein, diesen Hass kann man nicht als menschliche Reaktion auf Entrechtung nachvollziehen.
    Dieser Hass reicht weit zurück, in die Zeiten vor der Gründung des Staates Israel und vor der “illegalen”
    Besetzung der Gebiete westlich des Flußes Jordan.

    War denn etwa der Hass des Mufti von Jerusalem (die palästinensische Identitätsfigur) auf Juden, der mit Hitler paktiert hat
    und mit ihm “Ideen” ausgetauscht hat, vielleicht auch eine menschliche Reaktion auf Entrechtung?

    Es gibt einen Unterschied zwischen einer menschlichen Reaktion auf irgendwas und einer systematischen Vorgehensweise,
    wo Generationen von Kindern herangezogen werden, für die das Töten von Juden eine Tugend ist. Vielleicht erkennen
    auch Sie diesen.

    Fragen Sie sich auch bei den Israelis ob deren Handlungen als eine
    menschliche Reaktion auf den Hass, der Ihnen entgegenschlägt zu werten sind?

    Ja, meine Haltung ist bewusst proisraelisch, es gibt auch Recht auf der anderen Seite.
    Aber die Diskussion in Deutschland ist so überwiegend moralinsauer heuchlerisch propalästinensisch,
    dass ich bewusst ein Statement dagegen setzen möchte.

    Ich bin immer wieder erstaunt, was manche so übersehen können nur um das eigene Weltbild nicht zu zerstören.

    Einen schönen Tag noch,
    frager.

  2. Nein. Das stimmt so nicht.

  3. Einige Fragen an “frager”:
    Wenn die Trennanlage dem Schutz des Staates Israel und seiner Bürger dienen soll: Warum baute und baut man sie nicht auf der völkerrechtlich definierten Grenze, der sog. Green Line, die Israel seit 1967 vom Westjordanland trennt, sondern ganz überwiegend und z.T. bis zu 20 km weit hinein auf besetztem palästinensischen Gebiet?
    Welcher produktiver Gedanke könnte sich damit verbinden, dass man durch den Bau der Trennanlage palästinensische Bauern nicht mehr auf ihre Felder und Äcker lässt (zumindest die Wege dorthin erheblich erschwert)?
    Welchen passenden Begriff könnte man noch verwenden, wenn man diese Vorgänge nicht “Landraub” nennen wollte?
    Woher stammt die Aussage, dass “die Palästinenser ihre Kinder in Hass großziehen”? Und selbst wenn es so wäre: Könnte man Hass nicht als eine nachvollziehbare menschliche Reaktion auf Entrechtung nachvollziehen?
    HD Haun, Bergisch Gladbach

  4. Reißt alle Mauern nieder. Besonders jene, um eure Herzen. <3

  5. Die Mauer ist also das Haupthindernis für den Frieden, Herr Faber? So so… Und was war das Haupthindernis zur Zeiten vor der Mauer, als israelische Busse, Restaurants und Discos von Bomben zerfetzt wurden? Wahrscheinlich auch von den Israelis zu verantworten?

    Ich bin mir sicher, auch von Bergisch Gladbach aus ist es möglich den Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Selbstmordanschläge in Israel und der Mauer zu erkennen (wie auch den Hass, in dem die Palästinenser ihre Kinder großziehen). Den Wunsch dazu vorausgesetzt, natürlich… Aber naja, vielleicht wird sich das im Laufe der intensiven deutsch-israelischen Freundschaft ändern..

  6. War im Herbst 2015 im Rahmen der Städtepartnerschaft GL-Beit Jala dort vor Ort. Es ist exakt so, wie es der professionell recherchierte Beitrag von Fabian Felder beschreibt. Man kann das Unrecht der Landnahme und Zerstörung, das im Westjordanland – weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit – Alltag ist, gar nicht klar genug beim Namen nennen. Weil es friedliche Menschen verarmen lässt, entwurzelt und jede Friedenshoffnung untergräbt. Diese Szene ist mir unvergesslich: Der Protest-Gottesdienst von palästinensischen Christen und Geistlichen an der Mauer-Baustelle wurde von schwerbewaffneten israelischen Soldaten „bewacht“, leergeschossene Tränengas-Patronen lagen noch im Straßenstaub. Es wäre toll, wenn aus der Partnerstadt Ganey Tikva ein Zeichen käme, aber nach meinem Eindruck schirmt die israelische Regierung die Öffentlichkeit gezielt vom Wahnsinn der Siedlerbewegung ab. Jörg Bärschneider, Rösrath

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