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Seit einigen Wochen sind erste Videoanlagen zur Überwachung einiger chronisch vermüllter Container-Standorte in Betrieb. Weitere Installationen sollen in den nächsten Wochen folgen, kündigt die Stadt jetzt an.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach hat mit der Installation von Videoüberwachungen an ausgewählten Containerstandorten im Stadtgebiet begonnen. Erste Systeme wurden bereits erfolgreich in Betrieb genommen, weitere Installationen folgen in den kommenden Wochen.

Hintergrund dieser Maßnahme ist die in den vergangenen Monaten deutlich zunehmende Vermüllung sowie die vermehrte illegale Ablagerung von Abfällen im Umfeld von Containerstandorten. Diese Entwicklung führt zu erheblichen Zusatzkosten für die Allgemeinheit und beeinträchtigt das Stadtbild.

Ziel der Videoüberwachung ist es, ordnungswidriges Verhalten zu reduzieren, die Einhaltung der Entsorgungsregeln zu verbessern und Verstöße künftig besser aufklären zu können. Die Maßnahme dient damit insbesondere der Prävention und dem Schutz der öffentlichen Ordnung.

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Die Sache mit den Altglas-Containern

Nachdem zum Jahreswechsel zunächst die Container und dann gefühlt die halbe Stadt von leeren Flaschen überschwemmt worden war, hat sich die Lage deutlich beruhigt. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Altglas-Container voll laufen und mit hunderten Flaschen umstellt werden. Was ist da los?

Die Umsetzung erfolgt unter strenger Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorgaben. Die Kameras sind ausschließlich auf die Containerbereiche und deren unmittelbares Umfeld ausgerichtet. Eine Auswertung der Aufnahmen erfolgt nur bei konkretem Anlass und durch autorisierte Stellen. Die Speicherung erfolgt zeitlich begrenzt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.

Die Stadt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung, die bestehenden Entsorgungsangebote ordnungsgemäß zu nutzen und so zu einem sauberen Stadtbild beizutragen.


Hinweis der Redaktion: Nach einer ersten Debatte der Reihe „GL spricht“ hat sich eine informelle Initiative gebildet, die konkrete Ideen zum Thema „mehr Sauberkeit in unserer Stadt“ erarbeiten und umsetzen will. Erste Patenschaften und Müllsammelaktionen sind bereits gestartet, der nächste Termin steht am 30.5. in der oberen Hauptstraße an.

Sie wollen sich beteiligen? Dann tragen Sie sich bitte hier ein – wir halten Sie auf dem Laufenden.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Wilde Ideen: Wie wäre es, den Betrieb zu kündigen, der die Container nicht leert, und die Stelle neu auszuschreiben, damit die Container nicht ständig überfüllt sind?

    Wie wäre es mit mehr Entsorgungsplätzen für alle Müllarten, sodass man nicht 2 km zum nächsten Container laufen muss?

    Wie wäre es mit kostenfreier Entsorgung, wenn man bei hohem Müllaufkommen – wie etwa nach einem Umzug – selbst für die fachgerechte Entsorgung sorgen möchte?

    Wäre das vllt einfach, anstatt auf BigBrother zu machen?

    1. Hallo Iwona Winterscheid, es geht hier doch nicht um das Problem, dass die Container überfüllt sind.

      An den Altglascontainern werden mittlerweile Reifen, Möbel sprich jede Art von Müll abgestellt.

      Meine Idee wäre sogar ganz das Gegenteil von dem, was Sie wünschen: es gibt nur noch wenige zentrale Stelle für die Entsorgung. So kenne ich das aus der Schweiz: jeder Ort hat einen (kleine Gemeinde) oder mehrere (größere Städte) Abfallentsorgungsstationen, die auch personell besetzt und nur tagsüber geöffnet sind. Dort kann man Papier, Glas, Aludosen, Schrott, Batterien, Altöl, … abgeben. Das funktioniert supergut und es gibt nicht diese Drecksflächen.

      1. “Meine Idee wäre sogar ganz das Gegenteil von dem, was Sie wünschen: es gibt nur noch wenige zentrale Stelle für die Entsorgung.”

        Es gibt doch den Wertstoffhof Kippemühle als niederschwelliges Angebot. Die meisten “haushaltsgängigen” Abfälle kann man da kostenlos abgeben. Die Mitarbeiter sind immer freundlich und hilfsbereit.
        Ein Problem mangelnder Entsorgungsmöglichkeiten haben wir m.M. nach nicht. Wer sich die Mühe macht, Abfälle und Sperrmüll mit dem Auto zu irgendwelchen Altglas-Containern zu karren, könnte es auch zum Wertstoffhof schaffen.

        Gegen Faulheit und Ignoranz der Leute helfen nur empfindliche Strafen und die Angst, erwischt zu werden.

  2. Hier stehen sich wahrscheinlich Datenschutz und Aufklärung wieder gegenseitig im Weg. Die Kamera bei den Containern an der Reuterstraße scheint von ihrer Ausrichtung her gar keine Autokennzeichen erfassen zu können – also Identifizierung ausgeschlossen. Die Prävention funktioniert – muss man leider festellen – auch nicht. Es tauchen weiterhin über Nacht wilde Mülkippen auf.
    So sehr ich die Initiative begrüße, wenn Müllsünder nicht fürchten müssen erwischt bzw. ermittelt zu werden, inkl. drakonischer Geldstrafen, könnten da auch Kamera-Attrappen hängen.

  3. Wie genau soll das Ziel erreicht werden, “ordnungswidriges Verhalten zu reduzieren, die Einhaltung der Entsorgungsregeln zu verbessern und Verstöße künftig besser aufklären zu können”? Für eine Aufklärung der Verstöße müssten die Verstoßenden identifiziert werden. Liegen der Stadt denn aktuelle Fotografien aller Einwohnenden und Besuchenden vor, die einen Abgleich ermöglichen, womöglich gar mithilfe einer KI-gestützten Software? Andernfalls scheint dies ein zahnloser (aber teurer) Tiger zu sein.

    1. Hallo Kim van Keulen, haben Sie eine bessere Idee? Irgendwie muss das Problem der vermüllten Standorte der Gladcontainer und auch widerrechtlich abgestellter Mülltüten an selbigen doch mal angegangen werden.
      Aber Sie werden keine Sorge haben müssen, die Verwaltung wird sich schon an Datenschutzregeln halten.

      1. Zunächst würde ich mir eine Antwort auf meine Frage wünschen.

        Bezogen auf Ihre Frage schweben mir zwei Vorschläge vor:

        Entweder die Verstoßenden identifizieren und alle Verstöße konsequent ahnden. Dafür müssten die Datenschutzregelungen geändert werden.

        Oder die Container von “problematischen” Standorten entfernen – sei es ersatzlos oder durch Umsetzung an “unproblematische” Standorte, an denen bereits Container stehen und auf diese Weise größere Kapazitäten geschaffen werden könnten.

        In jedem Fall sollte vor jeder (teuren) Maßnahme die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung geprüft werden, damit öffentliche Gelder nicht zwecklos ausgegeben werden.