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Vier Meistertitel für den TV Herkenrath

Monika Gippert, TV Herkenrath

Monika Gippert, TV Herkenrath

Monika Gippert siegt über 800m, 1500m und 5000m
Kolja Ewert gewinnt die 400m

Einer besonderen Herausforderung stellte sich Monika Gippert vom TV Herkenrath bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften am letzten Wochenende in Leinefeld in Nord-Thüringen: Sie stellte sich über 800m, 1500m und 5000m der nationalen Konkurrenz.

Den 800m Lauf der W55 am Freitagnachmittag gewann Monika Gippert souverän in 2:40,87 Minuten vor der Engelskirchenerin Helga Knipp-Diawuoh, die nach 2:42,58 Minuten ins Ziel kam.

Nur vier Stunden startete die Bergisch Gladbacherin über 5000m. Der gemeinsame Lauf der Altersklassen W50 bis W60 entwickelte sich zu einem typischen Meisterschaftsrennen. Keine Läuferin sorgte für ein schnelles Tempo, es bildete sich ein dichter Pulk. Um den Rempeleien aus dem Weg zu gehen, lief Gippert dann doch an die Spitze des Feldes, ohne das Tempo zu verschärfen. Erst nach 4000 Metern setzte sie sich mit einem energischen Zwischenspurt von den Konkurrentinnen ab und siegte unangefochten in 20:44,27 Minuten vor Hedi Sengül (LG Hohenfels), die 20:48,41 Minuten benötigte.

Im 1500m Lauf am Samstag galt Monika Gippert auf Grund der Meldeleistungen als große Favoritin. Die spannende Frage war nur, wie hatte sie die Läufe vom Vortag verkraftet? Vom Start lief die Herkenratherin an der Spitze des Feldes und kontrollierte das Rennen. Eingangs der letzten Runde beschleunigte sie ihr Tempo und hatte im Ziel in 5:30,12 Minuten einen Vorsprung von mehr als 13 (!) Sekunden vor der Zweitplazierten, Ines Hock (TS Frechen).

Nach den Titeln bei den Deutschen Hallenmeisterschaften über 800m und 3000m und dem Sieg bei den Crossmeisterschaften hat Monika Gippert mit ihrem Triple auf der Bahn ihre dominierende Stellung in der W55 in Deutschland bestätigt.

Kolja Ewert

Kolja Ewert

Teamkollege Kolja Ewert ging in Leinelfeld über 400m und 800m an den Start. Im 800m Lauf der M45 am ersten Meisterschaftstag hatte Ewert bis 650m das Tempo gemacht. Im Spurt musste er sich in 2:04,87 Minuten nur dem aktuellen Hallen-Europameister über diese Strecke, Hubert Leineweber (OSC Berlin 2:04,57 Minuten), und Maximilan Freund (TV Waldstraße Wiesbaden 2:04,83 Minuten) geschlagen geben. Ganze 0,04 Sekunden fehlten ihm zur Silbermedaille.

Über 400m hielt sich Ewert dann aber schadlos. Mit Saisonbestzeit von 53,20 Sekunden siegte er unerwartet deutlich vor seinem Dauerrivalen Bernd Lachmann (LG OVAG Friedberg), der 53,59 Sekunden benötigte und Christian Rduch (Viktoria Heiden 53,78 Sekunden. Kolja Ewert „Ich bin sehr zufrieden. Nach ruhigen 25.3 Sekunden bei 200m und dem extremem Gegenwind auf der Zielgeraden ist die Zeit stark.“

Schmerzlich vermisst wurde im Herkenrather Team Sprinter Jochen Gippert. Der Vorjahresmeister in der M 35 über 100m und 200m galt auch in diesem Jahr als klarer Favorit, hatte sich jedoch eine Woche vor den Meisterschaften bei einem Staffelrennen einen Muskelfaserriss zugezogen. Damit war auch die Herkenrather 4x 100m-Staffel geplatzt, die vor Wochenfrist in Dormagen mit 45,56 Sekunden eine deutsche Jahresbestzeit für die M35 erzielt hatte. In Leinefeld ging der Titel an den Hamburger SV, der 47,53 Sekunden benötigte…

Schuh im Pech: Beinahesturz verhindert Normerfüllung

Das Meeting am Sonntag im Londoner Stadtteil Newham bot Rollstuhlsprinter Marc Schuh die vorletzte Möglichkeit, die überharte 4oom Norm des DBS für die Paralympics in Rio zu erfüllen. Eine Norm, die bis dato weltweit lediglich von vier Sprotlern unterboten wurde. Und Schuh wollte diese Chance in Newham unbedingt nutzen.Auf Bahn fünf startend hatte Schuh den Schweden Niklas Almers, den EM-Vierten 2016 über 100m, vor sich. In seinem Rücken nahm der Brite Richard Chiassaro Aufstellung, der Europameisterschaftszweite 2016 über 400m.

Schuh begann das Rennen mit einem glänzendem Start. Bereits nach 80m fuhr er an Almers vorbei, Chiassaro konnte kaum folgen. Mit langen Schlägen raste Schuh die Gegengerade hinunter, Chiassaro in gebührendem Abstand. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 37,7 Stundenkilometer schoß Schuh in die zweite Kurve. Dann ein Schreckmoment, der linke Reifen verlor den Bodenkontatk, der Rollstuhl schien zu kippen, Schuh musste mehrfach gegensteuern, um das Ausbrechen des Stuhls zu vermeide. Die Folge: das Tempo ging deutlich zurück. Im Scheitelpunkt der Kurve war es für Chisassaro ein leichtes, Schuh zu passieren. Im Ziel wurde der Brite mit 45,98 Sekunden gestoppt, einer neuen Jahresweltbestzeit. Schuh fuhr trotz der großen Probleme in der zweiten Kurve gute 47,06 Sekunden, verfehlte aber die Norm für Rio um 0,54 Sekunden.

„Es ist einfach nur ärgerlich, die Norm für Rio war heute immer drin. 37,7 Stundenkilometer eingangs der zweiten Kurve, einen solchen Wert habe ich noch nie erreicht. Diese Geschwindigkeit im Zusammenspiel mit dem Wind und meiner relativ hohen Sitzposition haben dann dafür gesorgt, dass der Rollstuhl zu kippen drohte. Das habe ich in zwölf Jahren, in denen ich Rennen fahre, noch nie erlebt,“ resümierte der frustierte Herkenrather am Sonntag.

Am kommenden Wochenende bietet sich für Schuh die letzte Chance, die Norm für Rio zu erreichen. Von Freitag bis Sonntag finden in Berlin die Internationalen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften statt. Doch die Bahn im Jahn-Sportpark bietet für Rollstuhlfahrer denkbar schlechte Bedingungen. Eine Zeit unter 47 Sekunden über 400m ist dort utopisch. Andererseits ist die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften neben der Normerfüllung Voraussetzung für eine Rio-Nominierung.

Schuh hat sich in Absprache mit seinem Heimtrainer und den Bundestrainern jetzt entschlossen, am Samstag bei einem Meeting in Stoke (Großbritannien) zu starten, um die Rio-Norm erneut anzugreifen. Richard Chiassaro hat dem Herkenrather versprochen, dort ebenfalls zu starten und ihn bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Am Samstagabend will Schuh dann von London nach Berlin fliegen, um dort am Sonntagvormittag seiner Teilnehmepflicht bei den Deutschen Meisterschaften nachzukommen.

Das 400m-Rennen von Newham findet sich im Internet unter: https://www.youtube.com/watch?v=BLXluMUJtns

Stefan Höller Vierter bei den Westdeutschen

Bei den Westdeutschen Meisterschaften am vergangenen Sonntag in Mönchengladbach sorgte Stefan Höller für die beste Platzierung der Herkenrather Teilnehmer. Der 21jährige Student belegte im 110m Hürdenlauf der Männer Platz vier in 15,59 Sekunden, nachdem er im Vorlauf 15,27 Sekunden gelaufen war. Teamkollege Jonathan Dahlke startete in Mönchengladbach über 1500m. Zehn Wochen nach seinem letzten Wettkampf über die Strecke war der junge Läufer mit seiner Zeit von 3:58,13 Minuten und Platz sieben durchaus zufrieden.

Der noch der Jugendklasse angehörende Bastian Höller hatte im 400m-Hürdenlauf die ungünstige Innenbahn erwischt. Trotz eines Fehlers an Hürde zehn und eines daraus resultierenden Strauchlers lief der 19jährige mit 57,69 Sekunden Jahresbestzeit und wurde Zwölfter. Timur Tezkan belegte über 200m Platz 15 in 22,55 Sekunden (Saisonbestleistung).

Tobias Mausbach, in diesem Jahr bereits westdeutscher Hallenmeister über 400m, musste seinen 400m-Start in Mönchengladbach kurzfristig absagen. „Meine bereits Mitte Mai aufgetretenen Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur werden immer stärker, ein lockeres Sprinten ist trotz ärztlicher und physiotherapeutischer Behandlung nicht mehr möglich.“ begründete Mausbach seinen Verzicht auf Mönchengladbach. Mausbach beendet damit auch vorzeitig die Olympiasaison 2016, die er am Himmelfahrtstag in Köln mit 10,97 Sekunden über 100m so hoffnungsfroh begonnen hatte.

Schnelle Herkenrather Nachwuchssprinter

Beim Abendsportfest des ASV Köln am letzten Mittwoch belegte Milan Wurth vom TV Herkenrath im 100m Lauf der männlichen Jugend U20 Platz zwei und erzielte bei leichtem Gegenwind mit 11,38 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit. Ebenfalls Zweiter wurde im Wettbewerb der männlichen Jugend U18 sein 16jähriger Vereinskollege Moritz Külschbach, der mit 11,45 Sekunden seinen Hausrekord nur knapp verfehlte.

Külschbach lief zwei Tage später beim Integrativen Sportfest des TSV Bayer Leverkusen als Zwieter des B-Finales mit 11,31 Sekunden schneller als jemals zuvor, leider war diese Zeit wie seine 11,35 im Vorlauf durch mehr als zwei Meter/ Sekunden Rückenwind begünstige und findet daher keine Anerkennung für die Bestenlisten.

Christian Grund gewann in Leverkusen den 400m Lauf der Männer und erzielte mit 50,50 Sekunden neue Jahresbestzeit.

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