Mit diesem Foto wirbt die BI Katterbach für den Widerspruch gegen ein Wohngebiet hinter dem Schulmuseum

In Katterbach hat sich eine neue Bürgerinitiative gebildet, die sich gegen ein mögliches Wohngebiet hinter dem Schulmuseum und der Grundschule Katterbach richtet. Damit würden Teile des dortigen Landschaftsschutzgebietes „in einen betonversiegelten Wohnpark mit negativen Auswirkungen auch in anderen Teilen von Bergisch Gladbach” verwandelt, warnt Gero Debuschewitz, einer der Initiatoren der „Bürgerinitiative Katterbach.

Im Vorentwurf des Flächennutzungsplanes ist unter Kb 7a und 7b in Katterbach eine „Potentialfläche“ von 13 Hektar eingezeichnet, die sich nach Meinung der städtischen Planer für rund 240 Wohneinheiten eignen würde. Für eine Bebauung geeignet halten die Planer jedoch nur eine Fläche von 9 Hektar; die besonders schützenswerte Fläche im Zentrum (7b) müsse ohnehin gesondert geprüft werden.

Dagegen argumentiert die Bürgerinitiative, dass sich eine solche Bebauung grundsätzlich nicht mit der bisherigen Nutzung als Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet vereinen lasse. „Gegen diesen Unsinn” mobilisiert die Bürgerinitiative und ruft die Bürger auf, spätestens bis zum 11. Oktober Widerspruch einzulegen.

Im Nordwesten der Stadt weist der FNP-Vorentwurf relativ viele potentielle Wohnflächen aus. Die schraffierten Bereiche wurden geprüft, die dunkelroten als geeignet befunden.

In einem detaillierten Papier führt die Initiative sieben Gründen auf, die aus Eigentümersicht und aus städtebaulicher Perspektive gegen den Plan sprechen. Dazu zählen sie unter anderem den drohenden Wertverlust für Immobilieneigentümer im Umfeld, fehlende Verkehrsinfrastruktur und fehlende Plätze in Schulen und Kindergärten. Hinzu kommen vier umweltrechtliche Ablehnungsgründe. (Wir dokumentieren das gesamte Papier unten.)

Luftbild des Landschaftsschutzgebiet in Katterbach

In ihren sogenannten Steckbriefen kommen die Stadtplaner ebenfalls zu dem Urteil, dass eine Anbindung an eine leistungsfähige Straße fehlt und auch die Einbindung in die Ortsstruktur nur bedingt gegeben ist. Auch die Funktion als Kaltluftschneise mit überregionaler Bedeutung wird erwähnt.

Hinweis: Die gesamten Steckbriefe dokumentieren wir unten, die hier relevanten Gebiete 7a und 7b finden Sie ab Seite 30.

Die Initiative war erst am Sonntag vor einer Woche gegründet worden, inzwischen haben die Initiatoren  eine Website eingerichtet, sind über Facebook und Twitter erreichbar. Über diese Kanäle will die Initiative weitere Informationen zur Verfügung stellen und Unterstützer auch über die Grenzen von Katterbach hinweg zu finden. Am Samstag wurde bei den Anwohnern Flyer verteilt.

Dokumentation: Die Argumente der Bürgerinitiative gegen die Bebauung

Dokumentation: Steckbriefe Wohnflächen (Teil 1)

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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2 Kommentare

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  1. Schon klar, es formieren sich an diversen Stellen Widerstände, es macht aber wenig Sinn das alles zu vermischen. Hier geht es um Katterbach, als nächstes nehmen wir uns Nussbaum vor. Wenn Sie Infos zu lokalen Initiativen haben können Sie sich gerne bei uns melden: info@in-gl.de