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Die Arbeiten an einer weiteren Großbaustelle haben am Mittwoch begonnen: An der Britanniahütte werden Regenwasserkanäle verlegt. Das führt bis Januar 2018 zu Behinderungen. Ein Verkehrskonzept soll die Belastung für betroffene Firmen Ort minimieren.

Das Bergisch Gladbacher Regenwasserkanalnetz wird weiter ausgebaut: Am Mittwoch haben die Arbeiten im Bereich Britanniahütte und Buchholzstraße begonnen. Geplant ist die Erweiterung des Leitungsquerschnitts in diesen beiden Straßen und weiter über die Mülheimer Straße hinaus bis zum Einlauf in die Strunde.

Damit soll die Leistungsfähigkeit erheblich gesteigert, die Gefahr von Überflutungen nach Starkregen reduziert und – in Verbindung mit dem ebenfalls in Bau befindlichen Regenklärbecken Kieppemühle – die gesetzlich vorgeschriebene Regenwasserklärung erreicht werden.

Eine Baustellenampel ist bereits installiert; sie wird ihren Dienst für ca. fünf Wochen versehen, bevor die Arbeiten in die Britanniahütte weiterwandern.

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In die Kanalsanierung einbezogen sind im ersten Bauabschnitt (bis Herbst 2017) die gesamte Straße Britanniahütte und die Buchholzstraße ab dem Kreisverkehr Hermann-Löns-Straße.
Vorgesehen ist die Verlegung von Betonrohren mit unterschiedlichen Durchmessern: von 600 mm in der nördlichen Buchholzstraße über 1000 mm in der Britanniahütte bis zu 1400 mm auf dem Verbindungsstück von der Mülheimer Straße bis zum Regenklärbecken Kieppemühle.

Weitere Bauabschnitte werden im Verlauf der Maßnahme beauftragt: Los 2 (Südliche Buchholzstraße, Bauzeit voraussichtlich ab Juli 2017 mit mehrwöchiger Vollsperrung der Unterführung) und Los 4 (Tannenbergstraße, Bauzeit vorauss. ab Januar 2018).

Los 3 – das Regenklärbecken Kieppemühle und die Kanalsanierung von dort bis zur Mülheimer Straße – wurde bereits beauftragt und ist auch schon in Bau.

Hauptziel der Arbeiten ist aufgrund behördlicher Verpflichtungen das Zusammenführen von zu reinigendem Niederschlagswasser zur zentralen Behandlungsanlage – hier das Regenklärbecken Kieppemühle. Dieses funktioniert als „Absetzbecken zur Behandlung von verschmutztem Regenwasser mit integrierter Leichtstoffabscheidung“. Also alle Fremdstoffe, die oben schwimmen oder zu Boden sinken, werden herausgefiltert, bevor das Regenwasser aus dem Kanal in den Bach gelangt.

Im Vorfeld der Baumaßnahme wurden bereits Versorgungsleitungen umverlegt. Weitere Umlegungsarbeiten am Versorgungsnetz erfolgen im Zuge der Bauausführung, wobei auch Teile einer Ferngasleitung (Britanniahütte) außer Betrieb genommen werden.

Verkehrskonzept hilft Behinderungen zu minimieren

Die Bautätigkeit erstreckt sich ab dem 26. Oktober zunächst für ca. fünf Wochen auf den Einmündungsbereich Britanniahütte – Buchholzstraße, wo ein Schacht erstellt wird. In dieser Zeit muss der Verkehr einspurig per Ampelanlage an der Baustelle vorbeigeführt werden.

Anschließend beschränken sich die Arbeiten bis Frühjahr 2017 auf die Britanniahütte, die aus Richtung Tannenbergstraße kommend als Einbahnstraße an der Baustelle vorbei führt.

Danach wird für einen Zeitraum von ca. fünf Wochen wiederum die Verkehrsregelung auf der Buchholzstraße per Lichtzeichenanlage notwendig, um hier anschließend bis Spätsommer/Herbst 2017 den Kanal bis zum Kreisverkehr Hermann-Löns-Straße ausbauen zu können. Auch hier wird aus Richtung Hermann-Löns-Straße kommend der Verkehr als Einbahnstraße an der Baustelle vorbei geleitet. Die Kanalbauarbeiten oberhalb des Kreisverkehrs erlauben nur die Zufahrt bis zur Baustelle (Sackgasse).

Verkehrskonzept berücksichtigt Gewerbebetriebe

Das städtische Abwasserwerk hat im Vorfeld durch ein externes Planungsbüro ein Verkehrskonzept erstellen lassen. Dabei waren insbesondere die Belange der Gewerbebetriebe zu berücksichtigen; die Bedürfnisse für Anfahrt und Anlieferung wurden individuell erfasst und im Konzept entsprechend berücksichtigt.

Die Baufirmen sind darüber hinaus aufgefordert, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Durch die notwendigen Erdarbeiten wird die Zufahrt zu den Privatgeländen nicht immer möglich sein; die betroffenen Anlieger werden frühzeitig informiert und gebeten, ihr Fahrzeug außerhalb des Baustellenbereiches abzustellen; nur in Ausnahmefällen wird eine Überfahrung angelegt. Die Beeinträchtigung wird jeweils nur für kurze Zeit bestehen, bevor die Baustelle weiterwandert.

Fußwege werden gesperrt

Für die Kanalsanierung südlich der Mülheimer Straße müssen im Zuge der Bauarbeiten die Fußwege zwischen Dünnhofsweg und Mülheimer Straße bzw. zwischen Rodemich und Dünnhofsweg voll gesperrt werden, außerdem der Dünnhofsweg selbst in Höhe Haus Nr. 34. Die Zufahrt zu den Grundstücken erfolgt hier teilweise über die Mülheimer Straße, in dem die dortige Absperrung entfernt wird.

Da im Zuge der Kanalarbeiten stärkere Erschütterungen nicht ausgeschlossen werden können, hat das städtische Abwasserwerk im Vorfeld ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt. Damit ist evtl. Geschädigten die Nachweispflicht beim Auftreten von Bauschäden abgenommen.

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Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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