Der Puppenspieler und seine Hauptpersonen

Ich alte Kulturbanausin kannte bisher nichts von Faust. Weder den von Goethe, noch sonst was. Seit gestern Abend kenne ich nun das Puppenspiel von Gerd J. Pohl:

Faust, Geschichte einer Höllenfahrt.

Dieses Puppenspiel hat nichts zu tun mit dem Werk von Goethe. Es entspricht eher den Vorstellungen, die im 18. und 19. Jahrundert auf Jahrmärkten präsentiert wurden.

Ich zitiere aus dem Programmflyer von Gerd J. Pohl, der für jeden Zuschauer bereitlag:

„Mit unserer Fassung des Faust-Puppenspiels lehnen wir uns an den Handlungsstrang des Bonner Germanisten Karl Simrock von 1846 und den des Ulmer Marionettentheaters an, jedoch geben wir die alte Geschichte in unseren eigenen Worten wieder. Wir erlauben uns, recht frei mit dem überlieferten Figurenensemble umzugehen, ohne dabei den volkstümlichen Charakter zu verletzen.”

Wer nun denkt, das sei langweilig, der irrt. Als Gerd Pohl die Pause ankündigte, waren wir erstaunt, dass schon 45 Minuten vergangen waren. Die Handlung kurz zusammengefasst:

Dr. Johannes Faust macht einen Handel mit Mephistopheles: Der soll ihm 24 Jahre dienen. Faust bekommt seine Jugendkraft zurück und darf die Herzogin von Parma verführen. Nach 24 Jahren muss Faust mit Mephistopheles in die Unterwelt steigen. Aber der Teufel ist ein listiges Eichhörnchen: Aus den 24 Jahren macht er 12 und Leichen gibts auch gratis dazu.

Und von mir gibts jetzt gratis ein paar Fotos aus dem Puppenspiel (nicht alle sind mir scharf gelungen):

Charon, Fährmann über den Styx
Pluto, Fürst der Unterwelt
Dr. Faust in seiner Studierstube
Wagner, Fausts Famulus
Mephistopheles, wie er in der Unterwelt lebt
Mephistopheles als Mensch
Der Herzog von Parma.
Faust und die Herzogin von Parma
Mesphistopheles hat den Herzog erstochen

Besonders gefallen hat mir die Mephistopheles-Puppe mit ihren zwei Gesichtern. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend.

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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