Hermann-Josef Tebroke stellt sich im Bergischen Löwen dem Kreisparteitag der CDU

Hermann-Josef Tebroke stellt sich im Bergischen Löwen dem Kreisparteitag der CDU

Hermann-Josef Tebroke hat sich gegen drei Mitbewerber durchgesetzt und tritt für die CDU Rhein-Berg bei der Bundestragswahl 2017 an. Der Landrat gewann bei der Mitgliederversammlung die Stichwahl gegen Christian Buchen und soll die Nachfolge von Wolfgang Bosbach antreten. Er nehme die Wahl „sehr gerne” an, sagte Tebroke gegen 23:10 Uhr nach einem langen Wahlabend.

Beim Kreisparteitag im völlig überfüllten Bergischen Löwen erhielten im ersten Wahlgang Christian Buchen 218 Stimmen, Doro Dietsch 44 und  Hubertus Wittgenstein 114. Hermann-Josef Tebroke führte auch dort bereits deutlich mit 332 Stimmen. Für die absolute Mehrheit wären bei 708 gültigen Stimmen jedoch 355 notwendig gewesen.

In der Stichwahl entfielen auf Tebroke erneut 332 Stimmen, auf Buchen 275. In der Zwischenzeit waren zahlreiche Mitglieder bereits gegangen, daher wurden „nur” noch 614 Stimmen abgegeben, darunter sieben Enthaltungen.

Tebroke war zunächst Bürgermeister in Lindlar und hatte im November 2011 die Landratswahl mit knapp 51 Prozent der Stimmen gewonnen. Seine erste Amtszeit läuft 2017 aus, so das er nahtlos in den Bundestag wechseln könnte.

Der Wahlsieger konnte selbst nicht mitstimmen, weil er in Lindlar im Oberbergischen Kreis wohnt. Für Tebrokes Wählbarkeit spielt das jedoch keine Rolle – ein Bundestagsabgeordneter kann wohnen, wo er will. Auch außerhalb des eigenen Wahlkreises.

Hermann-Josef Tebroke

Hermann-Josef Tebroke

So hatte sich Tebroke im Vorfeld der CDU-Versammlung selbst vorgestellt:

„Der Rheinisch-Bergische Kreis ist ein attraktiver und dynamischer Standort mit guten Zukunftsperspektiven. An dieser Entwicklung hat nicht zuletzt die CDU einen großen Anteil. Aber wir müssen “dran bleiben”, auch auf Bundesebene. Und daran möchte ich mitwirken – mit ganzem Herzen, mit meinen Kenntnissen und Erfahrungen.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und Promotion war ich 12 Jahre zunächst als wissenschaftlicher Assistent und später als Professor für Finanzen in Augsburg, Münster, Hamburg und Bayreuth tätig. Im Jahre 2001 bin ich mit meiner Familie ins Bergische Land nach Lindlar gezogen und war dort ab 2004 Bürgermeister, bis ich im November 2011 von den Bürgerinnen und Bürgern unseres Kreises zu ihrem Landrat gewählt wurde. Dieses Amt nehme ich seit nunmehr 5 Jahren mit großer Freude wahr und durfte mit vielfältiger Unterstützung der Menschen vor Ort, in der Politik und in der Verwaltung Einiges bewegen. Meine Amtszeit endet 2017.

Ich erlebe, wie Politik hier vor Ort gelingt, weil Menschen sich füreinander und für ihre Heimat einsetzen. Ich muss aber auch  erfahren, wie unsere Möglichkeiten durch bundespolitische Vorgaben eingeschränkt werden. Es kommt darauf an, dass die Besonderheiten und Bedürfnisse unserer Region in Berlin berücksichtigt werden. Das gilt vor allem, wenn es um die schwierige Finanzlage der Kommunen, um kleine und mittelständische Unternehmen, um Bildung und Familien geht. Hier möchte ich mich nach Kräften für unseren Kreis einsetzen! Ich möchte dazu beitragen, dass Politik den Menschen in den Mittelpunkt stellt, verstanden wird und verlässlich ist. Das ist mir sehr wichtig.”

Zum Vergleich: Die Eigenportraits aller vier Kandidaten

Wolfgang Bosbach bedankt sich bei der CDU-Basis für Unterstützung und Vertrauen in sechs Wahlkämpfen

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Wolfgang Bosbach hatte den Wahlkreis sechsmal in Folge gewonnen. Der bekannte Politiker ist seit einigen Jahren an Krebs erkrankt hatte im Spätsommer angekündigt, sich aus der Politik zurück zu ziehen und bei der Wahl im Herbst 2017 nicht mehr anzutreten.

Wolfgang Bosbach tritt ab

Tebroke wird im Wahlkampf auf starke Gegner treffen: Für die FDP ist der Bundesvorsitzende Christian Lindner nominiert, die SPD hat Nikolaus Kleine aufgestellt. Allerdings ist der Kreis eine CDU-Hochburg: Wolfgang Bosbach hatte 2013 das Direktmandat mit 58,5 Prozent der Erststimmen gewonnen, für die SPD kam damals Michael Zalfen auf 25 Prozent.

Mehr Informationen:

Hermann-Josef Tebroke – Wort für Wort

Porträt: Hermann-Josef Tebroke (CDU)

26 Fragen an Hermann-Josef Tebroke

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Warum sollten Bergisch Gladbacher/-innen einen Kandidaten wählen, der im Oberbergischen Kreis lebt??? Wo bleibt da die Zugehörigkeit? Das ist eine Steilvorlage für Nikolaus Kleine! Go, Nikolaus, goooooo ;-)