Um 50 Prozent sei die Zahl der Wohnungseinbrüche im Rheinisch-Bergischen Kreis in den ersten neun Monaten gesunken, berichtete KSTA/BLZ am 10. November. Von 837 auf nur noch 383 versuchte oder erfolgte Einbrüche. Der Erfolgsbericht beruhte auf Zahlen der Kreispolizeibehörde – aber die stimmen nicht. Bei der Erstellung der Statistik hatte ein Beamter einen „menschlichen Fehler” begangen, berichtet die Kreispolizei jetzt.

Die Polizisten hatten einen Rückgang in einem so starken Ausmaß selbst nicht glauben können und waren der Sache auf den Grund gegangen. Dabei stellten sie fest, dass ein Kollege bereits in der Datenbank erfasste Fälle nicht freigegeben hatte – und sie damit nicht in der Statistik aufgetaucht waren.

Nicht 50 Prozent – aber immer noch 30 Prozent

Die Statistik werde jetzt nachgearbeitet. Auf Basis der vollständigen Zahlen werde man für das Gesamtjahr auf einen Rückgang von rund 30 Prozent kommen, sagte Polizeisprecher Richard Barz. Das seien zwar nicht die zunächst gemeldeten 50 Prozent, aber dennoch ein großer Erfolg. 2015 war die Zahl der Wohnungseinbrüche in RheinBerg noch um 3,8 Prozent gestiegen, in ganz NRW sogar um 18 Prozent.

Inzwischen zeigen die Maßnahmen der Polizei Wirkung, auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Beamten hätte viele Tausend Arbeitsstunden eingesetzt, um den Einbruchsbanden das Leben schwer zu machen. Dazu gehört auch eine neue Taktik, verriet die Kreispolizei jetzt: Potenzielle Einbrecher werden nicht nur systematisch observiert. Selbst wenn sie keinen Einbruchsversuch begehen werden sie, bevor sie das Kreisgebiet verlassen, von der Polizei kontrolliert: „Damit dokumentieren wir nachdrücklich, dass wir sie in RheinBerg im Visier haben”, sagt Barz.

Der Einbruchsradar für die vergangene Woche: Alle im Südkreis registrierten Fälle

Die aktuellen Einbruchszahlen stellt die Kreispolizei seit einiger Zeit auf ihrer Webseite in Form eines wöchentlichen Einbruchsradars zur Verfügung. Auf der Website sind inzwischen auch für alle Kriminalitätsbereiche Monatsberichte abrufbar. Die Jahresstatistik mit Vergleichen und Beurteilungen wird Anfang kommenden Jahres vorgestellt.

Die Kriminalitätsstatistik 2015:

Bergisch Gladbach ist sicherer geworden

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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