Olaf Schmiedt und Helmut Krause führen die Bensberger Bank

Die Luft wird für die Geldinstitute immer dünner, aber die lokalen Genossenschaftsbanken verteidigen ihren Wachstumskurs. Die Bensberger Bank hat ihre Bilanzsumme im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf 486 Millionen Euro erhöht – und ist angesichts des Geschäftsumfelds zufrieden, teilte sie jetzt mit.

Die deutlich größere VR Bank Bergisch Gladbach, die zudem vor einer Fusion steht, hatte vor zwei Wochen ein Plus von 4,1 Prozent gemeldet

Nach Einschätzung der Bensberger Bank-Vorstände Olaf Schmiedt und Helmut Krause profitiert die Genossenschaftsbank besonders davon, dass ihr Kunden – die oft auch Genossen sind – von der Kundennähe und dem Dialog mit den bankeigenen Experten. Dieser Dialog ist nun auch im vollen Umfang per Video möglich.

Das Kreditgeschäft habe sich 2016 um zehn auf 324,5 Millionen Euro erhöht. Dazu haben vor allem die Immobilienfinanzierungen beigetragen. Bei den Erträge wurde das Zins- und das Provisionsergebnis leicht ausgebaut. 

Auf der anderen Seite seien aber auch die Sachkosten und Personalkosten weiter gestiegen. Schlüsselpositionen seien aus den eigenen Reihen besetzen worden, der Mitarbeiterstamm kletterte von 92 auf 95, darunter sind sieben Auszubildende.

Neuland betrat die Bank bei der Gründungsbegleitung einer Schülergenossenschaft: sie unterstützt die Johannes-Gutenberg-Realschule bei der Gründung der „KostBar”. Neu sind auch die VR Banking App für digital-affine Kunden. Eine Echtzeit-Videoüberwachung der Geldautomaten außerhalb der Öffnungszeiten, die Kunden durch einen Schalter in Gang setzen können, soll die Sicherheit weiter erhöhen.

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Redaktion

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