Das EVK auf dem Quirlsberg. Foto: Bergisch Schön

Der Gemeinnütziger Verein zur Förderung Evangelischer Wohlfahrtspflege Bergisch Gladbach e. V. leistet seit über fünfzig Jahren einen wichtigen Beitrag zur medizintechnischen Ausstattung des Krankenhauses und Hilfsmitteln für die Senioreneinrichtungen.

Cornelia Lübbe-Roggen wird ein weiteres Mal und damit bis 2019 dem Förderverein des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach vorstehen. Bei den Wahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde sie in ihrem Amt als Vorstandsvorsitzende sowie Rolf Walendy und Hans Wolfgang Zanders als ihre Stellvertreter bestätigt.

Bei der Jahreshauptversammlung konnte die Vorstandsvorsitzende ein erfreuliches Ergebnis präsentieren. In 2016 hat der Verein wiederum die Anschaffung mehrerer Geräte mitfinanziert, unter anderem

  • ein mobiles Farbduplexgerät in Tabletform für die Gefäßchirurgie,
  • sowie die Einführung der neuen Cryo-Technologie (Verödung durch Kälte), ein besonders schonendes und erfolgreiches Verfahren bei medikamentös nicht behandelbaren Herzrhythmusstörungen, das bisher nur in großen Herzzentren durchgeführt wurde,
  • und auch die Elastographie, ein neues Untersuchungsverfahren im Brustzentrum, das zusätzlich zum Ultraschall eingesetzt wird und eine frühzeitige Diagnose und Therapie bösartiger Brusterkrankungen und auch deren Vorstufen ermöglicht.

Seit seinem Bestehen im Jahre 1965 hat der Verein dem EVK rund 3,67 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für das laufende Geschäftsjahr ist geplant, das EVK und die Senioreneinrichtungen bei insgesamt sieben Projekten zu unterstützen.

Als wirtschaftlich stabil umriss der Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses, Dr. Harald Januschewski, die wirtschaftliche Situation des Krankenhauses. Dabei stellte er die von 376 auf 409 gestiegene Bettenzahl besonders heraus.

Bei der Versichertenbefragung der Krankenkassen ist das EVK erneut besonders gut bewertet worden.

Der diplomierte Betriebswirt hatte noch weitere gute Nachrichten mitgebracht. Das Gynäkologische Krebszentrum, das Brustzentrum, das Endoprothetik-Zentrum und die Postoperative und Akutschmerztherapie seien erneut zertifiziert worden. Zudem wurde das Hygienesiegel zum Umgang mit Multiresistenten Erregern, das sogenannte MRE-Siegel, bis Ende 2019 verliehen.

Am EVK wird derzeit viel gebaut. Bis 2018 soll der Neubautrakt mit fünf Etagen (vier Stationen mit je 22 Betten) und einer Funktionsebene fertig gestellt sein. In Planung seien zudem eine neue Liegendkrankenanfahrt sowie der Ersatzneubau des Helmut-Hochstetter-Hauses.

Die Mitglieder des Vereins kommen bei der Jahreshauptversammlung stets in den Genuss eines exklusiven Vortrages durch einen der Chefärzte des EVK. In diesem Jahr sprach Chefarzt Dr. Kai Pieritz, der seit April 2016 die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie leitet.

Zunächst wies er darauf hin, dass er in einem vorzüglichen und hoch engagierten Team aus Kollegen, Pflegepersonal und Physiotherapeuten arbeite. Er stellte die verschiedenen Stadien der Arthrose dar, die Patienten jeden Alters treffen kann und unterschiedliche Ursache hat. An Fallbeispielen erläuterte er anschaulich die vielfältigen individuellen konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten bis hin zum Einsatz eines künstlichen Gelenks. Er endete mit dem Ratschlag, dass Bewegung – auch im fortgeschrittenen Stadium – besonders hilfreich ist. Die Mitglieder äußerten sich hoch erfreut, dass mit ihm eine Koryphäe auf dem Gebiet der Endoprothetik für das EVK gewonnen worden konnte.

Spiroergometrie-Platz in Kardiologischer Klinik eingerichtet

Ursula Lübbe (Foto: Andreas Biesenbach)

Anlässlich des Todes von Ursula Lübbe, die am 19. August 2016 im Alter von 94 Jahren verstorben ist, sind 17.405 Euro für den Förderverein des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach gespendet worden „Das sehen wir als Zeichen der besonderen Wertschätzung, die meiner Mutter entgegengebracht worden ist“, so Vereinsvorsitzende Cornelia Lübbe-Roggen.

Der Betrag ist dem Chefarzt der Kardiologischen Klinik des EVK, Prof. Dr. Hans-Peter Hermann, zur Einrichtung eines Spiroergometrie-Platzes zur Verfügung gestellt worden. Die Spiroergometrie ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem durch Messung von Atemgasen während körperlicher Belastung die Reaktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel sowie die kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit qualitativ und quantitativ untersucht werden und somit eine Unterscheidung zwischen herz- und lungenbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit möglich ist. Auch lässt sich im Vorfeld einer belastenden Operation das Operationsrisiko durch Überprüfung der Belastbarkeitsgrenze und der Herz-Lungenfunktion besser einschätzen.

Die Familie Lübbe unterstützt den Förderverein des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach seit vielen Jahrzehnten.

Kontakt und Info
Gemeinnütziger Verein zur Förderung Evangelischer Wohlfahrtspflege Bergisch Gladbach e. V., Ferrenbergstraße 24, 51465 Bergisch Gladbach,
Telefon 02202 1227110
Webseite

Konto-Nr. 3 702 438 011, VR Bank Bergisch Gladbach-Overath-Rösrath eG, BLZ 370 626 00,
IBAN: DE61 3706 2600 3702 4380 11, BIC: GENODED1PAF

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