Abreise aus Katterbach. Die Hallen werden vorerst geschlossen

Insgesamt 136 Bewohnerinnen und Bewohner der DRK-Flüchtlingsunterkunft Katterbach sind in der vergangenen in die neu gebaute Containerunterkunft auf dem Carparkgelände gezogen.

Über vier Tage verteilt siedelten Männer, Frauen und ganze Familien von Schildgen nach Lückerath über. Drei Fahrzeuge waren im Einsatz um täglich Menschen und deren Habseligkeiten von Katterbach nach Lückerath zu bringen. Mit Unterstützung der DRK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter wurden die Sachen verstaut und das Gepäck entsprechend beschriftet, damit nichts verloren geht.

Doch auch das DRK-Team musste packen. Die Unterkunft in Katterbach wird vorübergehend geschlossen und auf das DRK warten in der Unterkunft Lückerath neue Aufgaben.

862 Menschen haben seit September 2015 ein Obdach in Katterbach gefunden und mit Hilfe des DRK-Teams ein Leben in Deutschland begonnen.

Doppelzimmer statt Leichtbauhallen

Ein Teil des Teams aus Katterbach ist bereits seit einer Woche vor Ort und empfängt die Geflüchteten in ihrem neuen zu Hause. Statt großer Schlafbereiche erwarten die Menschen hier Doppelcontainer, die sich jeweils zwei Personen teilen. Für Familien mit Kindern stehen größere Zimmer zur Verfügung. Auch kochen können die Bewohner in Lückerath nun selbst. Dazu stehen Gemeinschaftsküchen zur Verfügung.

Die Mitarbeitenden des DRK sind nach wie vor täglich für die Bewohnerinnen und Bewohner da. Sie unterstützen das Zusammenleben der bis zu 286 Menschen, die in den drei L-förmigen, doppelstöckigen Gebäuden untergebracht werden können.

Neben der Organisation von Putzplänen, Küchendiensten und Mülltrennung bieten die Fachkräfte des DRK auch weiterhin Sozialberatung vor Ort an. Sie unterstützen bei Fragen zum Asylverfahren, im Kontakt mit Behörden und medizinischen Angelegenheiten.

Darüber hinaus werden die Bewohnerinnen und Bewohner bei der Integration in Bergisch Gladbach unterstützt. Dazu gehören der Spracherwerb, Freizeitangebote und Hilfe bei der Suche nach Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Auch wenn auf dem Gelände der neuen Unterkunft noch einiges zu tun bleibt, freuen sich deren Bewohnerinnen und Bewohner über mehr Privatsphäre und ein großes Stück Selbstständigkeit, dass sie hier gewinnen.

Hinweis der Redaktion: Die zuständige städtische Sozialarbeiterin Claudia Herzog bietet in Lückerath ein „Offenes Cafés“. Das findet zum ersten Mal am 5. Mai statt, von 15 bis 16:30 Uhr. Eingeladen sind nach Angaben der Stadtverwaltung alle Nachbarn und Menschen, die ehrenamtlich aktiv werden möchten oder bereits aktiv sind. 

Über das Kennenlernen hinaus können wichtige Themen besprochen werden, beispielsweise Angebote für die Bewohner, wie z.B. eine Fahrradwerkstatt, Hilfen bei der Wohnungssuche für bereits anerkannte Personen, Sprachförderangebote, Sportangebote. Im Vorfeld steht Claudia Herzog von der städtischen Flüchtlingshilfe für Fragen und Anregungen zur Verfügung: c.herzog@stadt-gl.de 

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2 Kommentare

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  1. Hallo !

    Soll nicht Ausländerfeindlich rüber
    Kommen.
    Werden die Flüchtlinge auch irgendwann in die Heimat zurückgeschickt ?

  2. “Auch wenn auf dem Gelände der neuen Unterkunft noch einiges zu tun bleibt…”

    Da fragt sich doch jeder: was haben die Realisatoren eigentlich die letzten 14 Monate gemacht? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, die Anlage rechtzeitig fertigzustellen, als jetzt in einer bewohnten Anlage noch Arbeiten (mit Maschinen) zu erledigen. Hat hier die Führung mal wieder versagt? Wochenlang ist nichts auf der Baustellen passiert! Geld war/ist ja wohl vorhanden! Wenn die Stadt ihre Projekte alle so organisiert und umsetzt, wundert mich nichts mehr!