Gefährliche Begegnung im Morgengrauen.

Die Radwege am Kreisverkehr Schnabelsmühle sind zum Teil frei gegeben, zum Teil noch abgesperrt oder gar nicht fertig. Das führt zu einigen gefährlichen Begegnungen. 

Mike Gürgens, Mitinitiator der Radfahrer-Initiative ProVelo hat in seinem Video dokumentiert, welche legale Wege derzeit durch den Kreisverkehr führen. Eigentlich sollen die Radfahrer nicht in den Kreisverkehr einfahren, sondern die roten Radwege außen herum nutzen, die ihnen bei der Querung der Fahrbahnen Vorrang einräumen. Diese sind aber zum Teil noch gesperrt – daher nutzen relativ viele geübte  Radler die Fahrspuren im Kreisverkehr.

Gürgens zeigt zunächst, wie man von Bensberg kommend nach Herrenstrunden oder Richtung Driescher Kreisel fährt, was derzeit nur über die Fahrbahn geht. 

Er hat die Aufnahmen im Morgengrauen gemacht, vor dem Berufsverkehr. Dennoch kommt es bei einer Fahrt von Osten nach Westen zu einer gefährlichen Begegnung mit einem uneinsichtigen Audi-Fahrer. 

Wirklich abenteurlich wird es aber erst, wenn der erfahrene Radler von der Gnadenkirche her kommend kurz vor dem Kreisverkehr auf den Hochbord-Radweg einbiegt. Da erfordert es, aus voller Fahrt kurz vor dem Kreisverkehr abzubremsen und rechts einzubiegen – was nachfolgende Autofahrer überraschen könnte.

Dennoch ist das die Lösung, die die Stadtverwaltung bislang bevorzugt. Festgelegt hat sie sich allerdings noch nicht. Die Antwort auf eine Anfrage, wie der Radverkehr künftig geregelt werden soll, steht aus.  

Gürgens hat nur die legalen Wege dokumentiert. Im Moment nutzen aber viele Radler, die aus Bensberg kommen, einen illegalen Weg: Sie fahren auf dem breiten Fußweg links der Fahrbahn entlang des Zandesgelände und queren die Gohrsmühle in Richtung Stadthaus dann entgegen der Fahrtrichtung – zwar über die roten Radspuren, aber als Geisterfahrer, die für Autofahrer plötzlich aus der falschen Richtung auftauchen. 

Das Thema wird auch in der öffentlichen Facebook-Gruppe „Politik in GL” intensiv diskutiert. Wir bleiben dran. 

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Laut informatiom der Presse soll der Fahrradverkehr auf dem um den Kreisverkehr herumlaufende Radweg Vorrang gegenüber ein- und ausfahrenen KFZ Verkehr haben. Im Widerspruch dazu ist die Plazierung der VZ 205 und 215 direkt zu den Einfahrten in den Kreisel, aber hinter der Querung des Radwegs. Dadurch werden die Fahrradfahrer an jeder der so gekennzeichneten Zufahrten wartepflichtig. Das hat zu Folge, daß die Vorfahrtsregelung des Radverkehrs anders ist als die der Fahrbahn. Daher ist der Radweg nicht mehr straßenbegleitend, so daß eine Benutzungspflicht dafür nicht bestehen kann. Befindet sich der Radweg mehr als 5 m vom Kreisel entfernt, so sind aus dem Kreis herausfahrende KFZ bereits abgebogen, bevor der Radweg gekreuzt wird. In diesen Fall ist der Radverkehr ebenfalls wartepflichtig. Auch in diesen Fall ist der Radweg nicht mehr straßenbegleitend und ebenfalls nicht benutzungspflichtig.

    Gruß Klaus