Am Montag waren wir nur zu Zweit in der Schreibwerkstatt. Herr Drüppel und ich hatten Zeit, über Ideen und Pläne zu sprechen.

Zum Beispiel über sein Buch „Mein Weg“ – eine Wanderung auf dem Jakobsweg – und warum ich es gelesen habe. Ich selbst will mich vestärkt den Fortsetzungen meines „Kuddelbuches“ widmen. Herr Drüppel fand die Idee, Stadtteilreportagen aus Schildgen zu machen nicht uninteressant und hat am Dienstag sofort seinen ersten Artikel im Bürgerportal veröffentlicht.

Schildgen vs. Katterbach

Unsere Hausaufgabe für die Schreibwerkstatt bestand darin, ein Drabble zu schreiben. Die Ergebnisse möchten wir dieses Mal zeigen.

Der Kampf (Autor: Wolfang Drüppel)

Hoch konzentriert erwartete ich die nächste Attacke meines Gegners. Wir hatten bereits mehrere Schläge gegeneinander ausgeteilt und jeder von uns war schon arg mitgenommen. Die Anspannung im Raum war zum Greifen nahe und es roch nach Schweiß und Blut. Erneut versuchte mein Gegenüber mich mit einer rechten Geraden zu treffen, doch ich duckte mich weg und traf ihn mit einem Leberhaken, der ihn zusammensacken ließ.

Auf einmal drang ein unterdrücktes Lachen an mein Ohr, das ich nicht zuordnen konnte. Meine Frau und meine Tochter saßen neben mir auf der Couch und beobachtete mich vergnüglich dabei, wie ich beim Fernsehgucken mitkämpfte.

Häutung (Autor: Evelyn Barth)

Vorsichtig ritzt sie die Haut mit dem Messer ein und beginnt, sie abzuziehen. Boah, schon wieder so eine, die sich nicht großflächig abziehen lässt und sofort das Messer verklebt. Die Haut zerfasert in schmale Streifchen um dann ganz abzureißen. Die anschließende Schabearbeit ist mühsam. Woran liegt das bloß? Manchmal kommt sie in großen Stücken ab, ein anderes Mal in kleinen Fitzelchen. Am Untergrund kanns nicht liegen. Sorgfältig arbeitet sie weiter, verliert fast die Geduld. Aber je ungeduldiger sie wird, umso kleiner werden die Fitzelchen. Sie seufzt, reinigt das Messer unter fließendem Wasser und schabt. Sie mag keine Pellkartoffeln mit Schalenfitzelchen.

Wie geht es weiter in der Schreibwerkstatt?

Im Juli wollen wir die Schreibwerkstatt ausfallen lassen.

Der nächste Termin ist am Montag, den 28. August, wieder um 18 Uhr
im Redaktionsbüro des Bürgerportals, Quirlsberg 2.

Kontakt für Anmeldungen (oder Absagen) evelynbarth@netcologne.de

Als Hausaufgabe haben wir uns vorgenommen, einen Text zum Thema „Hitze“ zu schreiben, der nicht länger als ca. 500 Wörter oder maximal 1 A4-Seite sein soll.

Vielleicht ist die nächste Schreibrunde wieder größer? Wir würden uns freuen.

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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