Aktualisierung 18.7.2017: Bürgermeister Lutz Urbach hat sich auf Facebook zum Thema geäußert. Er schreibt:
„Der Geschäftsinhaber hatte eine Idee und sehr viel Motivation. Blöd ist: Das Beet gehört ihm nicht, und so hat er auch nicht vorher mal gefragt. Kurz drauf hat sich ein Bürger inklusive Bild beschwert. Daraufhin mussten meine Kollegen dem Sachverhalt nachgehen. Es ist nun mal so, dass es sich um eine hübsche, aber unzulässige Werbeanlage handelt und so wurde er aufgefordert, diese innerhalb von 4 Wochen zu entfernen.

Weil dieses Ergebnis natürlich total unbefriedigend ist, setzen wir uns nun alle für eine Gestaltung der Baumscheibe durch das Restaurant ein. Mit dem Besitzer wurde auch gesprochen und erläutert, dass eine Bepflanzung geplant ist für den Herbst, da man im Sommer nicht ausreichend gießen könne. Er wurde auch angefragt zur Mitgestaltung und späteren Pflege, wofür er lt. meinem zuständigen Kollegen auch aufgeschlossen sei.

Kurz: Wir sind im Gespräch, alles ist auf einem guten Weg!”

Der ursprüngliche Beitrag vom 14.7.

Wo kämen wir denn hin,  wenn das alle machen würden? Am Ende hätten wir in der ganzen Stadt nur noch individuelle, hübsch gestaltete Baumscheiben! Ein heilloses Durcheinander bunt gestalteter Flächen um städtische Bäume! Und dann noch mit dem Namen der Gestalter – Werbung! Ein Unding so ein gepflegtes Chaos.

Zum Glück ist das in unserer Stadt nicht erlaubt. Wenn es so etwas gibt muss das weggemacht werden. Wie in diesem Fall beim Restaurant Bey Oglu an der Stationsstraße.

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

10 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Bürgermeister Lutz Urbach hat sich in der Verwaltung kundig gemacht und nimmt Stellung. Daher haben wir den Beitrag aktualisiert, siehe oben.

  2. Nur so als Vorschlag: das Restaurant kann ja die Fläche begrünen.

    Erde lockern -tut dem (mutmaßlich, nicht im Bild) Baum gut

    Wildblumen-Mischung drauf -tut den Insekten gut ->Schmetterlinge ->vllt sogar Vögel

    bei Trockenheit mal eine Kanne Wasser spendieren -tut dem Restaurant gut, denn vermutlich günstiger als Zierkies

    Natur betrachten -tut nachweislich der Seele gut, hilft Stressvermeidung -> kann vllt den Bürgerverwaltern den Stock aus dem Allerwertesten lösen

    Ich persönlich würde lieber an einer “grünen” Baumscheibe (schon der Bame ist ja blanker Sarkasmus) vorbeigehen, oder stehenbleiben, oder in das Restaurant gehen, wo die hübschen Blumen wachsen?!

    Guerilla-Gärtner Bergisch-Gladbachs, zieht den Finger aus dem A.sch! Lasst Taten sprechen!

  3. Ich bin “begeistert” von einer Stadt (-verwaltung) die sich immer ob des mannigfachen Bürgerengagements rühmt…. Aber wehe der “wiehernde Amtsschimmel” wird nicht mit dreifachem Antragsformular um formelle Erlaubnis gefragt wenn ein Bürgerengagement (außerhalb der Mitgliedschaft in der KG Große Gladbacher usw. !) von einem “Nicht-Bergischen” gefragt, dann wird “gnadenlos zurückgebaut….” und die Tristesse von den allermeisten verwahrlosten Baumscheiben ist wieder hergestellt….
    Als wir die neu gestaltete Baumscheiben das erste Mal sahen waren wir begeistert ob des privaten Engagements (Werbung hin und her…). Meine Frau hat nun doch recht behalten mit Ihrer Sorge das das die. Stadt bald wieder abbauen könnte…, Na Bravo, ist ja auch passiert. Genau diese Art und Weise des städtischen Verwaltungsagierens ist es was Bürger frustriert. Hätte man von Seiten der Stadt (Stadtgrün) mal ein solches Engagement in die Beseitigung des “wilden Baumwuchses” eingangs der Abfahrt zur Stationsstraße (Höhe Marktkauf) gelegt….., seit Jahren wird das ignoriert….
    Genau das ist es was Bürgerengagement ad absurdum führt und die Bürgerschaft kopfschüttelnd frustriert.
    Offenbar braucht es auch ein neues Stadthaus auf dem letzten Filetgrundstück der Stadt (bei völlig unklarer Finanzierung / von einem Käufer des alten Stadthauses zum Festpreis und Gereralunternehmer der zum Festpreis bauen würde habe ich noch nichts gehört…) damit möglichst viele Amtsschimmel wiehern können und dafür mehr und größere vollklimatisierte Räumlichkeiten in Citylage bekommen….) genau das ist es was die Bürger (die mit erhöhter Grundsteuer bestraft werden….) frustriert.
    Weiter so…..

  4. Wo ist denn hier der Unterschied zu den vielen Kreisverkehren, deren Mitte von Gartenbauunternehmen gestaltet wird (Gegengeschäft: Werbung)? Dass die Genehmigung fehlte vermutlich? Und da muss man gleich ein Exempel statuieren? Es wirkt kleingeistig.

  5. Werte Frau Barth,
    wo kämen wir nur hin, wenn alle Bürgerinnen und Bürger alle individuellen Ideen in unserer Stadt negieren würden? Sind Sie wirklich der Meinung, dass der “Dreck” zwischen den Bäumen besser aussieht als der gestaltete Zwischenraum? Ich unterstütze diese Idee und wäre froh, wenn an manch anderen schrecklichen Orten in Bergisch Gladbach Ähnliches entstehen würde. Es gibt ohnehin schon genug grau in grau. Initiative nicht zulassen, Ideen negieren, Verschönerungen weg machen lassen, die Bevölkerung immer mehr einengen, erinnert mich an schlechte Zeiten.

  6. Das passt ins Gesamtbild Baustelle B G. Verunstaltung im Großen (Kirmes Kreisel, Betonsteinwüste, Turbo Kreisel, Hochwasser Missmanagement …) und kleinkarrierte Gängelung bei Bürgerengagement. Enttäuschend bzw. nicht anders von solche einer Behörde zu erwarten. Sehr motivierend.

  7. Der Verwaltung ist beizupflichten. Die beschriebene Nutzung ist straßenverkehrsrechtlich oder als Sondernutzung erlaubnispflichtig, vgl. §§ 32, 33 StVO, § 18 StrG NW.

    Rechtlich interessant sind die (zunehmenden) Fälle der Lichtprojektion auf Gehwege durch Geschäftsinhaber (ausführlich hierzu Günther, NVwZ 95, 670 ff, “Aktuelle Rechtsfragen bei neuartiger Lichtreklame”).

  8. Wegen solche Leute wie ihnen vetaptet Gladbach und die Jugend zieht gen Köln. Gammelig sieht es ja wohl ohne die gestaltete baumscheibe aus, den dann ist da nur noch Erde und Staub. Ich weiß schon, warum ich nicht mehr in dieser CDU Hochburg lebe.

  9. Selten einen so schlechten Bericht gelesen. Das ist dreiste Werbung auf öffentlicher Fläche. Was gäbe das für einen Wildwuchs?
    Abgesehen davon sehen diese billigen weißen Steinchen nach 2-3 Wochen ranzig aus….