Im Rahmen ihres Sommerprogramms hat die CDU Seniorenunion Bergisch Gladbach eine Führung auf dem Melatenfriedhof in Köln veranstaltet. 

Eine große Anzahl Interessierter Mitglieder und Gäste der Seniorenunion trafen sich vor dem altehrwürdigen Haupttor an der Aachener Straße. Herr Jo Firmenich, der Gästebetreuer wies auf die Inschrift über dem Portal hin, die lautet: funeribus agrippinensis sacer locus, (für die Leichen Kölns geheiligte Stätte). Er führte die Besucher in die Geschichte des Melatenfriedhofs ein.

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Man erfuhr, dass bereits im Jahre 1794 mit der französischen Besatzung sich für die Kölner das Begräbniswesen veränderte. 1804 erließ der Kaiser der Franzosen NAPOLEON die Verordnung gemäß code civil ,dass Beerdigungen in Städten und in geschlossenen Gebäuden also in Kirchen und auf Kirchhöfen aufgrund hygienischer Erwägung verbot.

Daraufhin kaufte die damalige Stadtverwaltung ein Grundstück vor den Toren der Stadt, ein Gelände des ehemaligen Leprosen Asyls und ließ die alten Gebäude abreißen. Im Jahre 1810 wurde der Melatenfriedhof eingeweiht. Alle innerstädtischen Friedhöfe wurden geschlossen.

Jetzt hatte Köln einen Zentralfriedhof. Zunächst durften bis 1829 dort nur Kölner katholischen Glaubens bestattet werden, für Protestanten gab es den alten Geusen Friedhof im Weyertal, damals vor der Stadt. Auch für die jüdischen Mitbürger blieb der Melatenfriedhof verschlossen, sie durften ihre Toten jenseits des Rheins und der Stadtmauern in Deutz beerdigen.

Herr Firmenich führte die Besucher zu einer Vielzahl an Grabstätten unterschiedlicher Architektur, Kunstrichtungen und Baustile vorbei und erklärte , dass im Laufe der Zeit namhafte und prominente Bürger der Stadt auf Melaten ihre letzte Ruhestätte fanden.- Ferdinand Franz Wallraf, Geistlicher und Kunstsammler, wurde 1809 mit der Gestaltung des Friedhofs beauftragt. Als er 1824 starb, wurde er in der Nähe des Haupteingangs begraben .

Die Familie Johann Maria Farina und weitere bekannte Bürger fanden in der Nähe ihre letzte Ruhestätte, so auch Maria Clementine Martin , die Klosterfrau , sie entwickelte den Klosterfrau Melissengeist.

Man trifft auf die Grabstätten namhafter Künstler und Prominenter aus Film und Fernsehen, aus der Politik und aus dem Karneval . Man liest die Namen Willy Birgel, René Deltgen, Gunter Phillip, Gisela Uhlen und Dirk Bach , des Politikers Guido Westerwelle, die Karnevalisten Thomas Ließem und Horst Muys.

Auf der bekannten Millionärsallee ragen die Ruhestätten mit ihren Grüften der Familien Fritz und Anni Waffenschmidt, Gründerpaar von SATURN und Gerhard Madaus, Arznei Mittel Hersteller heraus.
Christian Buchen, Mitglied des Rates der Stadt Bergisch Gladbach begleitete die Gruppe. Die Teilnehmer erlebten eine hochinteressante Führung über den Melatenfriedhof und waren begeistert. Herr Firmenich wurde mit kräftigem Applaus und Dank verabschiedet.

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