Bislang hatte sich die Aufmerksamkeit und der Widerstand der Nussbaumer Bürger auf die Peterskaule, das Gelände rund um das „Kölner Fenster” konzentriert. Doch der FNP-Entwurf sieht ein zweites potenziellen Baugebiet vor – und auch hier formiert sich jetzt Protest.

Der FNP-Entwurf sieht im Nordwesten von Nussbaum, anschließend an die Straßen „Nussbaum” und „Nussbaumer Wiese” unter dem Kürzel Nu1c „Im Weidenbusch” ein 3,2 Hektar großes Wohngebiet vor. Im Steckbrief heißt es dazu auf Seite 58 (Dokumentation siehe unten):

„Die östlich angrenzende Baufläche ist bereits im rechtkräftigen Flächennutzungsplan enthalten und von drei Seiten von Wohnbebauung umgeben, wurde bisher aber aufgrund ungünstiger Erschließungsmöglichkeiten nicht bebaut. Mit der geplanten neuen Wohnbaufläche wird die Möglichkeit eröffnet, den Gesamtbereich sinnvoll (ringförmig) zu erschließen, ohne die südlich und westlich angrenzenden hochwertigen Naturbereiche (u.a. Zufluss zum Weidenbach, Naturschutzgebiet Fronnenbroich) zu beeinträchtigen.”

Einige Anwohner der Straßen Am Grünen Weiher, Buschhorner Weg und Nussbaumer Berg haben sich informell zusammengetan, um geschlossen gegen die Fläche und vor allem deren Erschließung über die Straße „Am Grünen Weiher“ vorzugehen.

Die Gruppe sammelt Einwände der einzelnen Anwohner und will einen spezialisierten Anwalt beauftragen, um das Vorhaben rechtlich prüfen zu lassen. Ansprechpartner ist  Yvette Breideneichen. Hinweise nimmt sie  möglichst bis zum 21.1. entgegen, Kontakt per Mail.

 

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4 Kommentare

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  1. Ich bin jetzt seit 2009 kommunalpolitisch aktiv und erlebe es seitdem durchgehend, dass immer wieder Personen genauso agieren, wie es ihnen gerade passt.

    Will man selbst ein schönes Häuschen mit Garten und Blick ins Grüne, ist Natur-, Landschafts-, Umwelt- und Artenschutz egal. Wenn dann in der Nähe andere bauen wollen, werde diese Personen plötzlich zu den größten Umweltschützern.

    In der aktuellen FNP-Debatte habe ich immer wieder gehört, dass man vor einiger Zeit nach Bergisch Gladbach gezogen ist um hier die Vorteile dieser gemütlichen keinen Großstadt am Rande von Köln zu genießen. Aus gleicher Richtung hört man dann ein zwei Atemzüge später, dass man es nicht einsehe, warum Bergisch Gladbach Flächen für eine mögliche Bebauung ausweisen solle, um den Siedlungsdruck aus Köln abzufangen!?

    „2 x 3 macht 4 -widdewiddewitt und 3 macht 9e! Ich mach’ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt …“

    Dirk Steinbüchel

  2. Ich kann die beiden vorherigen Kommentare grundsätzlich nachvollziehen, möchte darauf aber kurz und einmalig wie folgt antworten:
    – Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass neuer Wohnraum dringend benötigt wird.
    – Dennoch stehe ich dem FNP-Entwurf in einigen Punkten kritisch gegenüber.
    – Dass ich mich an konkreter Stelle privat gegen den aktuellen, für unsere Straße nachteilig korrigierten Entwurf wehre, sehe ich nicht widersprüchlich.
    – Unsere Nachbarn werden gerne bestätigen, dass ich mich um die Aufgabe des “Koordinators” nicht gerissen habe.

    @Rolf Havermann: Mir wirtschaftliche Interessen und die Täuschung unserer Nachbarn zu unterstellen empfinde ich als Unverschämtheit und verbitte mir solche Unterstellungen ausdrücklich.

    Gerne stehe ich für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

  3. Wenn man die Verkaufsbroschüre von Knigge aus dem vergangenen Jahr kennt, in dem der Bürgermeister und Verwaltungschef unserer Stadt kräftig Werbung sowohl für Knigge als auch für den FNP-E. mit wenig qualifizierten Äußerungen macht, ist es schwer sich vorzustellen, dass Knigge NU1 schützen will. Ich kann mir vorstellen, dass auch dahinter massive wirtschaftliche Interessen stecken. Man hat möglicherweise die unmittelbaren Anwohner unter Vortäuschung falscher Tatsachen ins Boot geholt, sie damit in Sicherheit gewogen, um nach der Verabschiedung des FNP incl. NU1 gleich ungestörten Zugriff zu haben. Hier lauteres Vorgehen zu vermuten fällt vor dem Hintergrund der agierenden Immobilienwirtschaft äußerst schwer.

  4. Bei der Fläche Nu1c handelt es sich größtenteils um eine erhaltenswerte Streuobstwiese, so dass es sehr zu begrüßen ist, dass sich auch hier eine Bürgerinitiative bildet, die diesen Bereich schützen will.

    Sprachlos war ich allerdings, als ich über die Kontaktadresse eine Mail schreiben wollte und auf die Adresse von Knigge Immobilien weitergeleitet wurde.

    Im letzten Jahr durfte unser Bürgermeister Lutz Urbauch im Marktbericht von Knigge Immobilien noch Werbung für den FNP machen: “insbesondere die aktuelle Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes bietet große Chancen: Neue Wohngebiete werden geschaffen, bezahlbarer Wohnraum wird ermöglicht……”

    Dass sich Kniggge Immoblien einerseits zum Sprachrohr Urbachs massiver Bebauungspläne macht, andererseits aber jetzt anscheinend versucht, die Wiese vor der eigenen Haustür zu schützen hat schon “Geschmäckle”.