Die Fachkräftinitiative „Kluge Köpfe bewegen” informiert im Rahmen ihres Projektes „Betriebliche Pflegelotsen”, wie man im Alltag damit klar kommt, dass eigenen Eltern Hilfe und Pflege brauchen.

Das Projekt “Betriebliche Pfleglotsen” der Fachkräfteinitiative “Kluge Köpfe bewegen” bildet Mitarbeiter in Unternehmen als erste Ansprechpartner für den Pflegefall, der die Kollegen betrifft, aus. Im Rahmen dieses Projektes werden nun Infoveranstaltungen auch für interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Firmen, die nicht am Projekt beteiligt sind, angeboten.

Den Start macht der Vortrag „Wenn die Eltern alt werden“ am 5. April 2018, von 18.00 bis ca. 19.30 Uhr im Kreishaus des Rheinisch-Bergischen Kreises, Am Rübezahlwald 7, 51469 Bergisch Gladbach, Raum: großer Sitzungssaal.

Viele Kinder können es nicht glauben, wenn sie sich sagen hören: „Mama zieh dir etwas Wärmeres an, es ist kalt draußen“. Sie kommen sich anmaßend vor, den alten Vater darauf hinzuweisen, dass die Sauberkeit
seiner Wohnung zu wünschen übriglässt und er sich mit seiner Sehschwäche besser nicht mehr hinters Steuer setzen sollte. Sie sind genervt, wenn die schwerhörige Mutter das Hörgerät nicht benutzt und Hilfsangebote wie Essen auf Rädern oder eine Putzhilfe kategorisch ablehnt.

Die eigenen Eltern alt werden zu sehen ist nicht leicht, denn völlig unerwartet drehen sich über Jahrzehnte eingeschliffene Rollen um: Die Eltern werden zu Kindern, die der Betreuung bedürfen und die Kinder finden sich ohne Vorwarnung in der Elternrolle wieder. Erwachsene Kinder empfinden ein Chaos aus widersprüchlichen Gefühlen, wenn sie versuchen, den “Generationsvertrag“ zu erfüllen und nicht wissen wie.

In diesem Vortrag erfahren die Gäste, warum die heutigen „Mid-Ager“ ein Problem haben, welches keine vorherige Generation in diesem Ausmaß bewältigen musste und wie Sie aus der Emotionsspirale aussteigen können.

Die Referentin: Birgit Lambers, Dipl. – Sozialpädagogin, Psychotherapeutin (HPG), Gestalttherapeutin, Zusatzausbildungen in Familientherapie und Coaching, seit 1998 freiberuflich als Management Coach sowie als Softskill-Inhouse Trainerin bundesweit tätig, Autorin des Sachbuches “Wenn die Eltern plötzlich alt sind“, Kösel 2016

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten bei der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) unter 02204/9763-0 oder per Mail an info@rbw.de.

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe:

„Gesund bleiben als pflegender Angehöriger – Was kann ich für mich tun?“
23.05.2018, 18 bis  19:30 Uhr, Kreisverwaltung, Am Rübezahlwald, großer Sitzungssaal

Die Belastung durch Pflege und ggf. Beruf sowie eigener Familie ist für pflegende und betreuende Angehörige eine große Herausforderung und trotzdem wird sie von den Angehörigen angenommen. Wer einen Angehörigen pflegt, darf die eigene Gesundheit nicht außer Acht lassen. Das heißt, dass Sie von Beginn an der Pflegesituation auch an sich denken müssen. Planen Sie von Anfang an Selbstsorge für sich ein, um seelisch und körperlich gesund zu bleiben.

Wie das gelingen kann und was pflegende Angehörige dabei für sich tun können erfahren Sie bei dieser
Veranstaltung.

Der Referent: Günther Pauli, Dipl. Pädagoge M.A., Personal- und Organisationsentwicklung, Institut für
Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH

Online-Anmeldung und weitere Infos

„Der Trauer eine Heimat geben”
19.6.18, 17:30 bis 19:30 Uhr, Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung, Kürtener Str. 10

An diesem Abend erfahren wir mehr zu den Ideen und der Arbeit des Hauses der menschlichen Begleitung. Im Mittelpunkt stehen Fragen zum Thema Umgang mit dem Tod, Zeit zur Trauer, Bestattungsformen sowie die Arbeit des Bestatters und die Bestattungsvorsorge – was kann ich im Vorfeld tun? Daneben geht es auch um den Umgang mit dem Tod in der heutigen Zeit.

Es bleibt ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion miteinander. Wer mag, hat im Anschluss die Gelegenheit, bei einer Führung das Haus und den Friedhof, die “Gärten der Bestattung”, näher kennenzulernen.

Online-Anmeldung und weitere Infos

Hintergrund: Das Projekt „Betrieblicher Pflegelotse“

Wenn ein naher Angehöriger zum Pflegefall wird, gilt es viele Fragen zu klären und meistens kurzfristig Lösungen für den Alltag zu finden. Um die Mitarbeiter ihres Betriebes damit nicht alleine zu lassen, beteiligen sich seit September 2017 elf Unternehmen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis an dem Pilotprojekt „Betriebliche Pflegelotsen“ der Fachkräfteinitiative „Kluge Köpfe bewegen“. Ziel ist es, im Unternehmen Ansprechpartner für Betroffene auszubilden, damit schnelle Hilfe garantiert wird.

Weitere Beiträge zum Thema:

Große Koalition gegen den Fachkräftemangel

„Kluge Köpfe”: Unternehmen bilden Pflegelotse aus

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RBW

Die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH ist Partner der Unternehmen und Kommunen in RheinBerg. Sie hilft bei allen betriebs- und standortrelevanten Fragen. Besonderen Dienstleistungen liegen in den Bereichen Existenzgründung, Gewerbeflächenservice, Behördenscout, Fördermittel,...

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