Das Führungsteam. Foto: SV Refrath

Der SV Refrath hat den direkten Wiederaufstieg geschafft und kehrt nach nur einer Saison in die Kreisliga A zurück. Im Gespräch mit Andreas Witte blickt Trainer Bernd Möldgen auf die Entwicklung seiner Mannschaft, prägende Momente der Saison und die Herausforderungen, die nun auf das Team warten.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des SV Refrath

Bernd, Glückwunsch zum Aufstieg in die Kreisliga A! Aus dem geplanten Neustart in der Kreisliga B ist am Ende der direkte Sprung nach oben geworden. Wie bewertest du die Entwicklung der Mannschaft und welche Momente auf dem Weg dorthin bleiben dir besonders in Erinnerung?

Bernd Möldgen: Zunächst möchte ich mich bei meinen Trainerkollegen Sebastian Heidfeld, Marcel Albrecht und Patrick Kalwa bedanken. Nach dem Trainerwechsel und dem Abstieg herrschte viel Unruhe im Verein und innerhalb der Mannschaft. Gemeinsam haben wir viele Gespräche geführt und daran gearbeitet, die Mannschaft wieder zu stabilisieren.

Wichtig war für mich, dass der Großteil der Spieler zusammengeblieben ist. Der Saisonstart verlief zwar etwas holprig, aber die Mannschaft hat sich Schritt für Schritt entwickelt. Ein echter Wendepunkt war für mich das Kreispokalspiel gegen Jan Wellem. Der Gegner trat mit einer stark besetzten Mannschaft an, die zu großen Teilen aus Spielern der ersten Mannschaft bestand. Mit dem 2:1-Sieg haben wir gezeigt, dass wir auch gegen höherklassige Gegner bestehen können. Dieses Spiel hat der Mannschaft enorm viel Selbstvertrauen gegeben und uns gezeigt, welches Potenzial in der Truppe steckt.

Mehr zum Thema

Weitere wichtige Momente waren der starke Heimsieg gegen Wipperfeld, sowie das überzeugende 6:2 gegen Süng nach unserer Systemumstellung. Spätestens da war zu erkennen, dass wir nicht nur spielerisch, sondern auch als Mannschaft einen großen Schritt nach vorne gemacht hatten.

Der entscheidende Faktor war letztlich die Entwicklung in der Rückrunde. Die Trainingsbeteiligung wurde deutlich besser, wir gewannen an Stabilität und Selbstvertrauen und sind als Team immer enger zusammengerückt. Genau dieser Zusammenhalt und die Bereitschaft, füreinander zu arbeiten, waren aus meiner Sicht die Grundlage für den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A.

Der Teamgeist und die Einsatzbereitschaft waren schon in der Hinrunde ein großes Thema. Wie wichtig war diese Geschlossenheit für den Erfolg und wo hat sich die Mannschaft im Vergleich zum Saisonstart am meisten weiterentwickelt?

Möldgen: Der Teamgeist war für unseren Erfolg enorm wichtig. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen, sondern muss wachsen. Die Jungs haben selbst viel dafür getan, und wir Trainer haben versucht, mit kleinen Stellschrauben die Entwicklung zu unterstützen. Über die gesamte Saison hinweg ist die Mannschaft immer enger zusammengerückt.

Sportlich hatten wir in der Hinrunde bereits einen klaren Plan, wie wir spielen wollten und damit auch gute Ergebnisse erzielt. Gleichzeitig haben wir erkannt, dass wir gegen bestimmte Spielweisen Probleme bekommen können. Das hat uns vor allem das Heimspiel gegen Heiligenhaus deutlich aufgezeigt.

Der größte Entwicklungsschritt kam dann in der Rückrunde. Wir haben unser System angepasst und gegen Süng erstmals erfolgreich umgesetzt. Dadurch haben wir eine wichtige Alternative gewonnen und sind taktisch deutlich flexibler geworden. Die Mannschaft hat die Umstellung hervorragend angenommen und konnte dadurch auf unterschiedliche Gegner besser reagieren. Genau diese Mischung aus Teamgeist, Lernbereitschaft und taktischer Weiterentwicklung hat uns im Saisonverlauf immer stärker gemacht.

Mit der Kreisliga A wartet nun eine neue Herausforderung. Welche Ziele setzt ihr euch, und worauf wird es ankommen, damit sich der SV Refrath dort behaupten kann?

Möldgen: In der Kreisliga A erwartet uns ein deutlich höheres Niveau. Dort treffen wir auf Mannschaften, die noch einmal andere Qualitäten mitbringen. Deshalb wird es wichtig sein, flexibel zu bleiben und auf unterschiedliche Gegner reagieren zu können. Die Entwicklung, die wir in der Rückrunde genommen haben, stimmt mich dabei aber sehr optimistisch.

Der entscheidende Faktor wird eine gute Sommervorbereitung sein. Wir müssen uns körperlich auf ein hohes Niveau bringen, denn ohne die nötige Fitness kann das beste System nicht funktionieren. Genauso wichtig wird eine hohe Trainingsbeteiligung sein. Die Rückrunde hat gezeigt, was möglich ist, wenn die Jungs regelmäßig und engagiert mitziehen.

Unser Ziel ist es, uns in der Kreisliga A schnell zu etablieren und so früh wie möglich den Klassenerhalt zu sichern. Wenn wir die Geschlossenheit, den Einsatzwillen und die Trainingsmentalität aus der Rückrunde mitnehmen, bin ich überzeugt, dass wir uns in der Liga behaupten können.

Vielen Dank für das Gespräch!

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.