Hartwig Orth, Chefarzt der Geriatrie, mit der Fotografin Ninette Niemeyer

In der Eingangshalle zeigt das Marien-Krankenhaus eine ungewöhnliche Fotoserie: Ninette Niemeyer hat eine 96 Jahre alte, sehr zufriedene Dame porträtiert.

Die Ausstellung unter dem Titel „Der liebe Gott will mich noch nicht“ ist bis zum 19. Juni im MKH an der Dr.-Robert-Koch-Straße zu sehen. Zu sehen ist eine 96-Jährige, die allein in ihrem faszinierenden Haus lebt, das wie ein Museum wirkt. Normalerweise verlässt sie es nicht mehr. Die meisten ihrer Freunde sind bereits verstorben, sodass sie auch nicht mehr viel Besuch bekommt.

Die Dame gab der Bergisch Gladbacher Künstlerin Ninette Niemeyer  einen Einblick in ihr Leben und es entstand eine sehr intime Fotoserie über ihren Alltag in ihrer perfekt auf sie zugeschnittenen Umgebung. Sie strahlt eine friedliche Zufriedenheit aus, auch wenn das Leben immer beschwerlicher wird. Sie ist ein sehr religiöser Mensch und sagt mit einem Augenzwinkern: „Der liebe Gott will mich noch nicht.”

Die Serie ist ein fotografischer Blick durch das Schlüsselloch, das Portrait eines Menschen, ohne sein Gesicht zu zeigen. Die alte Dame möchte nicht erkannt werden, aber sie steht für ihre Generation und zeigt uns einen beeindruckenden, nachahmenswerten Respekt sich selbst und ihrem Leben gegenüber.

„Schon während meiner Tätigkeit als Architektin habe ich mich leidenschaftlich mit künstlerischer Fotografie beschäftigt”, sagt Ninette Niemeyer. „Fotografieren bedeutet für mich, die Welt und sich selbst sehr genau zu beobachten. Mein Thema ist der Mensch mit seinen Geschichten, seinen Geheimnissen und seinen Eigentümlichkeiten. Es interessieren mich „Menschenräume“, sowohl die äußeren als auch die inneren.“

Eine Midissage zur Ausstellung findet am Mittwoch, 9. Mai, 18 bis 20 Uhr, statt. Begrüßung durch Dr. Hartwig Orth, Chefarzt der Geriatrie. Eintritt frei, für Getränke ist gesorgt.

PR-Berater (Deutsche Akademie für Public Relations)

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2 Kommentare

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  1. Eine sehr schöne Ausstellung mit einer Geschichte, die unter die Haut geht. Tolle Fotographie. Bitte mehr von dieser verständlichen Kunst!